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	<title>Bad Meinberg - Christian Lanz</title>
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	<description>Kommunalpolitik f&#252;r Horn-Bad Meinberg</description>
	<lastBuildDate>Mon, 30 Mar 2026 15:21:10 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Bad Meinberg - Christian Lanz</title>
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		<title>Bad Meinberg nach dem CO2-Vorfall &#8211; Das Kurgastzentrums ist die Strukturkrise</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Lanz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 15:21:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Meinberg]]></category>
		<category><![CDATA[Kurgastzentrum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der 4. März 2026 begann für Bad Meinberg als Notfalleinsatz und sollte aus meiner Sicht den Wendepunkt in einer Debatte markieren, die längst überfällig ist. Was zunächst allein wie ein technischer Zwischenfall aussieht, wirft grundlegende Fragen auf – über Sicherheit, Verantwortung und die Zukunft eines Kurortes. Was ist passiert? Am Mittwoch, dem 4. März, löste [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der 4. März 2026 begann für Bad Meinberg als Notfalleinsatz und sollte aus meiner Sicht den Wendepunkt in einer Debatte markieren, die längst überfällig ist. Was zunächst allein wie ein technischer Zwischenfall aussieht, wirft grundlegende Fragen auf – über Sicherheit, Verantwortung und die Zukunft eines Kurortes.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Was ist passiert?</h4>



<p>Am Mittwoch, dem 4. März, löste die Warnanlage im Keller des Kurgastzentrums aus. Ein erheblicher Austritt von Kohlendioxid (CO₂) hatte sich im Gebäude angesammelt. Die Freiwillige Feuerwehr Horn-Bad Meinberg rückte mit Unterstützung weiterer lippischer Feuerwehren aus, mehrere Personen standen unter medizinischer Beobachtung. Der Historische Kurpark wurde gesperrt. </p>



<p>Was die Pressemitteilung der Verwaltung vom 6. März dann präzisierte, ist für die Einordnung des Vorfalls wichtig: Der Gasaustritt ereignete sich <em>während Wartungsarbeiten an einer Mofette</em>. Das CO₂ stammt nicht aus einer Havarie im technischen Sinne, sondern aus einer natürlichen Quelle – dem sogenannten Meinberger Dom, einem der größten CO₂-Vorkommen in Europa. Jahrzehntelang war dieses Gas ein Alleinstellungsmerkmal des Kurortes und wurde therapeutisch genutzt. Unter kontrollierten Bedingungen ist es ein Schatz. Unkontrolliert ist es eine Gefahr.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wer trägt Verantwortung – und wie geht es weiter?</h4>



<p>Die Mofetten im Historischen Kurpark liegen im Verantwortungsbereich des Landesverbandes Lippe. Er ist Eigentümer und zuständig für Betrieb und Wartung dieser Anlagen. Dass ein Gasaustritt in diesem Umfang ausgerechnet bei Wartungsarbeiten geschieht, wirft Fragen auf, die öffentlich beantwortet werden müssen: Waren die Wartungsprotokolle ausreichend? Wie wurde bislang sichergestellt, dass die Bevölkerung über das Risikopotenzial informiert ist?</p>



<p>Hier soll es nicht darum gehen, Schuld zuzuweisen, bevor die Ursachen vollständig aufgeklärt sind. Eins sollte jedoch auch dem Landesverband kann klar gemacht werden: Transparenz ist in diesem Fall keine Option ist, sondern eine Pflicht gegenüber den Menschen, die in Bad Meinberg leben, arbeiten, auf Kur sind oder Urlaub machen.</p>



<p>Positiv zu vermerken: Nachdem der <a href="https://www.radiolippe.de/nachrichten/lippe/kurpark-geschlossen-spd-fordert-buergerdialog-nach-co2-vorfall-in-bad-meinberg.html" title="">SPD-Ortsverein frühzeitig darauf drängte</a>, steht nun der Termin für eine <strong>öffentlichen Informationsveranstaltung</strong> mit dem <strong>23. April 2026</strong> fest. Das ist der richtige Schritt. Die Bevölkerung verdient eine möglichst vollständige und verständliche Aufklärung über die Situation, die Sicherheitsmaßnahmen und die Perspektive.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Kurgastzentrum: Ein Notfall macht eine Strukturkrise sichtbar</h4>



<p>Der CO₂-Vorfall hat etwas ans Licht gebracht, das im <a href="https://christianlanz.de/tag/badehaus/" title="Badehaus">Gegensatz zur Zukunft des &#8222;Badehauses&#8220;</a> bislang kaum öffentlich diskutiert wurde: Das Kurgastzentrum in Bad Meinberg ist in einem Zustand, der eine unbestimmte Schließung notwendig macht. Die Ursache dafür ist nicht der Gasaustritt selbst – der war Anlass, nicht Ursache. Hinter der Schließung verbirgt sich ein jahrelang aufgestauter Sanierungsstau.</p>



<p>Das Kurgastzentrum ist nicht irgendein Gebäude. Es ist das kulturelle und gesellschaftliche Herzstück des Bad Meinberger Stadtteils – Ort für Veranstaltungen, Begegnungen, kulturelles Leben. Sein Wegfall ist für die Menschen vor Ort täglich spürbar.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_6018-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-754" srcset="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_6018-768x1024.jpeg 768w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_6018-225x300.jpeg 225w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_6018-1152x1536.jpeg 1152w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_6018-1536x2048.jpeg 1536w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_6018-scaled.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein leeres Kurgastzentrum und Theater. Was derzeit temporär wirkt, kann zur bitteren Dauerrealität werden.</figcaption></figure>



<p>Die Sanierungskosten sind seit 2023 beziffert: Rund zehn Millionen Euro würde eine vollständige Sanierung kosten. Bereits 2023 wurde ein Förderantrag gestellt – er wurde abgelehnt. Welche Konsequenzen die Verwaltung daraus gezogen hat und welche Förderwege seitdem weiterverfolgt wurden, ist öffentlich nicht bekannt.</p>



<p>Eine Summe von rund zehn Millionen Euro (nach den Kostensteigerungen und den gestiegenen Anforderungen an die Sicherheit, muss hier von deutlich mehr ausgegangen werden) kann eine Kommune wie Horn-Bad Meinberg nicht aus eigener Kraft stemmen. Das ist keine Schwäche – das ist die Realität der kommunalen Finanzlage in Deutschland. Die Antwort darauf kann nur Förderung heißen: Bundes- und Landesprogramme wie die Städtebauförderung NRW oder EFRE-Mittel sind dafür konzipiert.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Das eigentliche Risiko: Der Status als Kurort steht auf dem Spiel</strong></h4>



<p>Bad Meinberg ist ein anerkannter Kurort. Dieser Status ist kein Ehrentitel – er ist eine wirtschaftliche und touristische Grundlage. Er hängt an konkreten Infrastrukturvoraussetzungen, an einem funktionierenden Kurwesen, an Angeboten, die den Kurortbetrieb tragen und zentral an einer Begegnungsstätte, dem Kurgastzentrum.</p>



<p>Ein über Jahre geschlossenes Kurgastzentrum ohne erkennbaren Sanierungsplan gefährdet genau diese Grundlage. Wenn die zentrale Begegnungs- und Kulturinfrastruktur dauerhaft ausfällt, verliert Bad Meinberg einen wesentlichen Teil seines Profils als Kurort – und damit Gäste, Einnahmen und langfristig auch Ansehen.</p>



<p>Um die notwendigen Förderprogramme überhaupt abrufen zu können, braucht die Stadt Horn-Bad Meinberg mittelfristig ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK). Dieses strategische Planungsinstrument ist Voraussetzung für viele der relevanten Förderlinien. Es fehlt bislang. Das ist kein kleines technisches Versäumnis – es ist ein strukturelles Hemmnis, das jetzt beseitigt werden muss. </p>



<p>Daneben braucht es jedoch auch Ideen kurzfristige Investitionen finanzieren zu können. Dazu könnte die Steigerung der Einnahmen ebenso gehören wie vielleicht existierende Sonderprogramme, die uns in dieser prekären Lage unterstützen könnten. </p>



<p>Ein Arbeitsgruppe aus Vertretern der Verwaltung und des Stadtrats muss ohne Denkverbote und Vorverurteilung diese Idee entwickeln und schnellstmöglich umsetzen. Eine breite Mehrheit muss die vielversprechendsten Maßnahmen gemeinsam entscheiden und nach außen vertreten. In wenigen Jahren muss Bad Meinberg als Kurort rezertifiziert werden. Bis dahin braucht es Ergebnisse.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Was ich erwarte</h4>



<p>Drei Dinge sind aus meiner Sicht jetzt notwendig:</p>



<p><strong>Erstens </strong>eine vollständige, öffentliche Aufklärung über den CO₂-Vorfall und die Sicherheitslage an den Mofetten. Die Informationsveranstaltung am 23. April ist dafür der richtige Rahmen – sie muss substanziell sein und echte Antworten liefern. Es muss dabei vornehmlich um Verantwortungs- anstatt wenn auch nachvollziehbar um Schuldübernahme gehen.</p>



<p><strong>Zweitens </strong>einen belastbaren, öffentlich kommunizierten Sanierungsplan für das Kurgastzentrum – mit realistischem Zeitplan und einer Finanzierungsstrategie, die den Schwerpunkt öffentlicher Investitionen in Bad Meinberg auf den Kurpark mit der Begegnungsstätte legt und aus dem gescheiterten Förderantrag von 2023 die richtigen Schlüsse zieht. Welche Programme kommen heute in Frage? Was wurde seit der Ablehnung unternommen?</p>



<p><strong>Drittens </strong>die zügige Erarbeitung eines ISEK für Horn-Bad Meinberg, um den Zugang zu den notwendigen Fördermitteln überhaupt erst zu ermöglichen. Aufgrund der zeitlichen Not müssen wir neben einem ISEK auch andere Möglichkeiten entwickeln, die uns kurzfristigere Mittel zugänglich machen.</p>



<p><strong>Viertens </strong>sollte ernsthaft geprüft werden, ob die natürlich vorkommende CO₂ für den Kurort Bad Meinberg ökonomisch sinnvoll genutzt werden kann. Der Landesverband muss meines Erachtens bei allen Betrachtungen die Stadt Horn-Bad Meinberg einbeziehen. </p>



<p><em>Bad Meinberg hat außergewöhnliche natürliche Ressourcen und eine lange Geschichte als Kurort. Diese Qualitäten zu erhalten, ist eine Gemeinschaftsaufgabe – für die Politik, die Verwaltung und den Landesverband Lippe gleichermaßen.</em></p><p>The post <a href="https://christianlanz.de/bad-meinberg-nach-dem-co2-vorfall-das-kurgastzentrums-ist-die-strukturkrise/">Bad Meinberg nach dem CO2-Vorfall – Das Kurgastzentrums ist die Strukturkrise</a> first appeared on <a href="https://christianlanz.de">Christian Lanz</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Badehaus Bad Meinberg: Warum ein &#8218;Weiter so&#8216; die ganze Stadt teuer zu stehen kommen kann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Lanz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Feb 2026 18:19:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Meinberg]]></category>
		<category><![CDATA[Badehaus]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgermeister]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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		<category><![CDATA[SPD]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie entscheidet eine Stadt, wenn der Spielraum fehlt? Die Debatte um das Badehaus in Bad Meinberg ist aus meiner Sicht längst mehr als ein Streit um ein Gebäude – sie steht beispielhaft für die finanzielle Not vieler Kommunen in NRW. Angesichts eines Defizits von fast 12 Millionen Euro in 2026 stellt sich die Frage: Wie [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie entscheidet eine Stadt, wenn der Spielraum fehlt? Die Debatte um das Badehaus in Bad Meinberg ist aus meiner Sicht längst mehr als ein Streit um ein Gebäude – sie steht beispielhaft für die finanzielle Not vieler Kommunen in NRW. Angesichts eines Defizits von fast 12 Millionen Euro in 2026 stellt sich die Frage: Wie viel Daseinsvorsorge kann sich Horn-Bad Meinberg noch leisten?</p>



<p>Die am vergangenen Dienstag im Haupt- und Finanzausschuss gefällte Entscheidung, noch einmal 200.000 Euro für Prüfverfahren auszugeben, führt uns an einen kritischen Punkt. Investieren wir hier in eine echte Lösung oder kaufen sich der Bürgermeister Michael Ruttner und die CDU lediglich Zeit, um eine politisch schwierige Entscheidung hinauszuzögern, obwohl die Fakten eigentlich schon feststehen?</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die ökonomische Realität: Ein Haushalt am Abgrund</h4>



<p>Ein Blick auf die Zahlen zeigt die ganze Härte der Lage: Die Stadt Horn-Bad Meinberg startet mit einer schweren Hypothek in das Jahr 2026. Bei einem Fehlbetrag von 12 bis 15 Millionen Euro ist der finanzielle Spielraum nicht nur eng – er ist praktisch nicht mehr vorhanden. Für riskante Experimente oder teure Investitionen auf gut Glück ist in der Stadtkasse schlicht kein Platz mehr. Jede Maßnahmen muss sicher das Ziel erreichen. </p>



<p>Dabei ist unsere Stadt kein Einzelfall. Horn-Bad Meinberg teilt das Schicksal vieler Kommunen, die zwischen steigenden Sozialausgaben, den massiven Preissprüngen im Bausektor und wegbrechenden Gewerbesteuern zerrieben werden. Die Kommunen sind chronisch unterfinanziert, die eigenen Möglichkeit beschränkt. Es ist ein strukturelles Problem, das uns nun beim Badehaus zu einer Realität zwingt, die weh tut, aber nicht ignoriert werden kann.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Strukturelle Defizite und die Belastung des Ergebnishaushalts</h4>



<p>Ein Haushaltsdefizit dieser Größenordnung und eine drohende Haushaltssicherung im kommenden Jahr bedeutet für Horn-Bad Meinberg, dass nahezu jede freiwillige Leistung auf dem Prüfstand stehen wird. Die Investition in ein sanierungsbedürftiges Objekt wie das Badehaus muss daher nicht nur gegen andere dringende Projekte, wie die Instandhaltung von Schulen und anderer öffentlicher Gebäude oder den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur, abgewogen werden, sondern auch im Lichte der langfristigen finanziellen Lasten betrachtet werden.</p>



<details class="wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow"><summary>Zusammenstellung wichtiger Kennzahlen und ihrer Relevanz für das Badehaus</summary>
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<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th>Kennzahl</th><th>Wert (Prognose 2026)</th><th>Relevanz für das Badehaus</th></tr></thead><tbody><tr><td>Haushaltsdefizit</td><td>ca. 12.000.000 €</td><td>Schränkt Handlungsfähigkeit massiv ein</td></tr><tr><td>Geplante Prüfungsgebühr</td><td>200.000 €</td><td>Belastung ohne unmittelbaren Mehrwert</td></tr><tr><td>Kalkulierte Sanierungskosten</td><td>25.700.000 €</td><td>Wirtschaftlich nicht darstellbar&nbsp;</td></tr><tr><td>Geschätzt Interimskosten</td><td>1.650.000 €</td><td>Hohes Risiko, umkalkulierbare Nachforderungen</td></tr><tr><td>Jährliche Kurorthilfe</td><td>ca. 12.900.000 € (Pool)</td><td>Begrenzte Mittel für Infrastruktur</td></tr><tr><td></td><td></td><td></td></tr></tbody></table></figure>
</div>
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</details>



<p>Die nüchterne Wahrheit ist: Wir leben als Stadt über unsere Verhältnisse. Selbst die Zuweisungen vom Land für 2026 reichen bei weitem nicht aus, um die tiefen Löcher in unserem Haushalt zu stopfen. Das liegt nicht allein an Entscheidungen der Vergangenheit. Hier haben Bund und Land ihren Teil beigetragen, indem Sie Aufgaben ohne ausreichende finanzielle Deckung an die Kommunen übertragen haben. Beispiele? Rechtsanspruch offener Ganztag, Rückkehr nach G9, Ausgaben im Sozialbereich. Und dennoch zwingt uns die Lage zu einer harten Priorisierung, die kaum Platz für das Wünschbare lässt. Da hilft es am Ende nicht, auch wenn der Hinweis natürlich richtig ist, auf Land oder Bund zu warten.</p>



<p>Vielmehr muss in dieser Situation jede Ausgabe doppelt hinterfragt werden: Hilft sie uns aktiv dabei, die Finanzen wieder in den Griff zu bekommen? Handelt es sich um eine rechtlich zwingende Pflichtaufgabe wie zum Beispiel Schulen, Kitas oder Brandschutz? Wenn beides nicht zutrifft, steht ein Projekt – so schmerzhaft das im Einzelfall auch sein mag – unter dem dringenden Verdacht der Unwirtschaftlichkeit. Insbesondere dann, wenn Projekte keine Fördermittel erwarten dürfen und am Ende allein aus dem städtischen Haushalt finanziert werden müssen. Das ist leider bei einem Interimsbetrieb der Fall.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Technische Bestandsaufnahme: Das TGAlytics-Gutachten als Zäsur</h4>



<p>Man kann es sich wie das Nervensystem eines Körpers vorstellen: Die technische Ausstattung – von der Wasseraufbereitung bis zur Lüftung – hält ein Schwimmbad am Leben. Doch der <a href="https://horn-badmeinberg.ratsinfomanagement.net/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZagssGsEHzsnmw7P7IgIGhwt3FOtRP-NjnCAOMfMzL26/Anlage_1_zur_Mitteilung_VL-31-25-30_Bericht_Bestandsanalyse_Wiederinbetriebnahme.pdf" target="_blank" rel="noopener" title="">Bericht von <em>TGAlytics</em> aus dem November 2025</a> macht unmissverständlich klar, dass dieses System am Ende ist. Die Bestandteile haben die reguläre Lebensdauer überschritten. Das heißt natürlich nicht, dass alles auseinander bricht, es bedeutet aber, dass wir damit rechnen müssen. Wir bewegen uns hier an der Grenze dessen, was die technischen Anlagen hergeben und damit auch an der Grenze dessen, was durch einen fortlaufenden Reparaturbetrieb finanziell zu verantworten ist.</p>



<p>Die Gutachten, die von allen mit dem Thema befassten noch einmal eingefordert wurden, sind weit mehr als bloße Empfehlungen für die Akten. Wir können nicht einfach darüber hinweggehen. Sie sind fundierte Warnungen. Wer sie ignoriert, nimmt ein unkalkulierbares Risiko in Kauf: Den plötzlichen, technischen Kollaps der gesamten Anlage.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Unkalkulierbare Risiken im Dauerbetrieb</h6>



<p>Der Gutachter stellt unmissverständlich fest, dass ein störungsfreier Betrieb der technischen Anlagen nicht garantiert werden kann. Die Problematik liegt in der Materialermüdung und der Korrosion der über Jahrzehnte beanspruchten Rohrsysteme. Sobald eine Anlage, die über einen längeren Zeitraum stillgelegt war, wieder unter Last gefahren wird, steigt die Wahrscheinlichkeit von Pumpenausfällen und Rohrbrüchen exponentiell an.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="682" src="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2026/02/akiragiulia-water-heater-1060755_1280-1024x682.jpg" alt="Symbolbild Heizungsrohre" class="wp-image-729" srcset="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2026/02/akiragiulia-water-heater-1060755_1280-1024x682.jpg 1024w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2026/02/akiragiulia-water-heater-1060755_1280-300x200.jpg 300w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2026/02/akiragiulia-water-heater-1060755_1280-768x512.jpg 768w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2026/02/akiragiulia-water-heater-1060755_1280.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Image by <a href="https://pixabay.com/users/akiragiulia-1597753/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1060755">akiragiulia</a> from <a href="https://pixabay.com//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1060755">Pixabay</a></figcaption></figure>



<p>Die veranschlagte Summe von 1,65 Millionen Euro für einen Interimsbetrieb muss daher als eine Untergrenze betrachtet werden, die lediglich die offensichtlichen Mängel behebt, jedoch keine Vorsorge für die im Gutachten prognostizierten &#8222;weiteren Defekte im Dauerbetrieb&#8220; trifft. In der Praxis bedeutet das: Die Stadt Horn-Bad Meinberg Gefahr läuft, eine Dauerbaustelle zu finanzieren, bei der jede Reparatur neue Schwachstellen im System offenlegt. Im kleineren Maßstab können wir das alle beim Lehrschwimmbecken in Horn erleben.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Die Schadstoffproblematik: Ein unüberwindbares Hindernis für die Effizienz</h6>



<p>Ein besonders kritischer Aspekt des TGAlytics-Berichts betrifft die Schadstoffbelastung der Bausubstanz. In Gebäuden dieser Ära ist die Verwendung von asbesthaltigen Materialien oder PCB-belasteten Fugendichtstoffen keine Seltenheit. Im Falle des Badehauses führt dies dazu, dass im Gutachten explizit von einer Dämmung der Heizungsrohre abgeraten wird. Jede Berührung dieser Bauteile würde aufwendige Sanierungsmaßnahmen unter strengsten Arbeitsschutzauflagen nach sich ziehen, was die Kosten für eine einfache Instandsetzung in die Höhe treiben würde.</p>



<p>Daraus ergibt sich ein ökologisches und ökonomisches Paradoxon: Die Stadt soll den Betrieb eines Gebäudes finanzieren, bei dem eine energetische Optimierung technisch blockiert ist. Die Empfehlung des Gutachters, die daraus resultierenden Wärmeverluste schlicht &#8222;hinzunehmen&#8220;, steht im krassen Widerspruch zu den Klimaschutzzielen des Landes NRW und der Bundesrepublik Deutschland. In einer Zeit, in der Kommunen zur Erstellung von Wärmeplänen und zur drastischen Reduktion von CO2-Emissionen verpflichtet sind, wäre ein Interimsbetrieb des Badehauses das falsche Signal. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Illusion der Interimslösung: Kosten und Nutzen im Vergleich</h4>



<p>Der am Dienstag im HFA von CDU, AfD und Grünen beschlossene Verwaltungsvorschlag, 200.000 Euro für eine Funktionsprüfung freizugeben, um die Machbarkeit eines 3 bis 5 jährigen, andere sagen 5 bis 8 jährigen Interimsbetriebs zu untersuchen, basiert auf der Hoffnung, Zeit zu gewinnen. Doch diese Zeit ist teuer erkauft. Eine detaillierte Betrachtung der Kostenstrukturen zeigt, dass eine Interimslösung die teuerste aller Optionen sein könnte.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Die wahren Kosten der Warteschleife</h6>



<p>Die investiven Kosten für den Interimsbetrieb werden auf 1,65 Millionen Euro geschätzt. Rechnet man die 200.000 Euro Prüfkosten hinzu, ergibt sich eine Summe von 1,85 Millionen Euro für mittlere Betriebsdauer von 60 Monaten. Dies entspricht einer monatlichen Belastung von rund 30.800 Euro – allein für die Bereitstellung der Technik, ohne Personal, Wasser, Chemie oder Energie. Dabei setzen wir voraus, dass keine zusätzlichen Reparaturen im laufenden Betrieb auftauchen.</p>



<details class="wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow"><summary>Ökonomische Bewertung einzelner Kostenkomponenten</summary>
<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th>Kostenkomponente</th><th>Betrag</th><th>Ökonomische Bewertung</th></tr></thead><tbody><tr><td>Prüfungsbidget (geplant)</td><td>200.000 €</td><td>Sunk Costs ohne investiven Gegenwert</td></tr><tr><td>Basisinstandsetzung Interim</td><td>1.650.000 €</td><td>Mindestinvestition bei hohem Ausfallrisiko</td></tr><tr><td>Vollsanierung (langfristig)</td><td>25.700.000 €</td><td>Unwirtschaftlich im Vergleich zum Neubau</td></tr><tr><td>Betriebskosten (jährlich)</td><td>unzureichend kalkuliert</td><td>Verlust durch fehlende Dämmung</td></tr></tbody></table></figure>
</details>



<p>Das Argument, man müsse prüfen, um eine Entscheidungsgrundlage zu haben, ignoriert, dass die wesentlichen Parameter bereits bekannt sind. Der technische Zustand ist dokumentiert, die energetischen Mängel sind benannt und das Haushaltsdefizit ist beziffert.&nbsp;Eine weitere Prüfung ist daher weniger eine Informationsbeschaffung als vielmehr eine Form der Realitätsverweigerung angesichts unangenehmer Wahrheiten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Neubau-Alternative: Lehren aus dem &#8222;Modell Verl&#8220;</h4>



<p>In der Diskussion um das Badehaus, wird spätestens seit das 60.000 € Gutachten zum Badehaus da ist, der Neubau eines Hallenbades als Alternative vorgeschlagen. So wurde dann auch in der Verwaltungsvorlage diese Option aufgegriffen. Ein Neubau in Verl wurde als Referenzpunkt herangezogen. Eine nähere Betrachtung dieses Projekts verdeutlicht, warum ein Neubau gegenüber einer Sanierung im Bestand fast immer die überlegene Strategie darstellt.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Energieeffizienz und technologische Überlegenheit</h6>



<p>Das <a href="https://www.verl.de/stadt-zukunft/stadtentwicklung/bauprojekt-gesamtschule-und-hallenbad.html" target="_blank" rel="noopener" title="">Hallenbad in Verl</a> wurde als modernes, funktionales Gebäude konzipiert, das konsequent auf Nachhaltigkeit setzt. Ein besonderes Highlight ist die innovative Photovoltaik-Anlage an Dach und Fassade, die einen erheblichen Teil des elektrischen Energiebedarfs direkt vor Ort deckt.&nbsp;Im Gegensatz zum Badehaus, das Energie buchstäblich verschwendet, produziert ein Neubau Energie oder nutzt sie hocheffizient.&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Eigenstromerzeugung:</strong>&nbsp;In Verl können bilanziell ca. 41 % des elektrischen Bedarfs (104 MWh/Jahr) durch PV-Anlagen gedeckt werden.</li>



<li><strong>Geringe Wartung:</strong>&nbsp;Ein Neubau bietet für die ersten Jahre Planungssicherheit durch Gewährleistungsansprüche und moderne, wartungsarme Technik.</li>



<li><strong>Barrierefreiheit:</strong> Während die Barrierefreiheit des Badehaus im Bestand möglicherweise verbessert werden müsste, ist dies bei einem Neubau von vornherein integriert.</li>
</ul>



<h6 class="wp-block-heading">Kostenvergleich und Förderfähigkeit</h6>



<p>Ein Neubau wird verwaltungsseitig für Horn-Bad Meinberg auf ca. 17 Millionen Euro (Referenz Hallenbad in Verl) geschätzt. Dies liegt deutlich unter den 25,7 Millionen Euro, die für eine Kernsanierung des Badehauses veranschlagt werden müssten. Zudem ist ein Neubau, der moderne Energiestandards erfüllt, wesentlich einfacher durch Landes- oder Bundesmittel förderfähig. Programme wie das Sportstätteninvestitionsprogramm des Landes NRW unterstützen Projekte, die langfristige Wirtschaftlichkeit und ökologischen Mehrwert bieten. Eine Sanierung eines ökologisch ineffizienten Bestandsbaus hingegen gilt als unwirtschaftlich und riskiert somit keine oder nur geringe Zuschüsse.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Soziale Dimension und bürgerschaftliches Engagement</h4>



<p>Es ist unbestritten, dass das Badehaus eine hohe emotionale und soziale Bedeutung für Bad Meinberg hat. Eine Petition mit über 5.000 Unterschriften unterstreicht den Wunsch der Bevölkerung nach einem Erhalt der Einrichtung. Insbesondere für den Rehasport und die Rheumaliga war das Badehaus zentrale Anlaufstelle, für den privaten Schwimmunterricht von Kindern ebenso.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Der Konflikt zwischen Bedarf und Finanzierbarkeit</h6>



<p>Die Stadt steht vor dem Problem, dass das Angebot an Wasserflächen insgesamt unzureichend ist. Das Lehrschwimmbecken im Ortsteil Horn ist ebenfalls als marode eingestuft.&nbsp;Das Badehauses ohne eine adäquate Alternative für immer abzuschreiben verstetigt eine Versorgungslücke, die insbesondere ältere Menschen, aber auch Kinder hart trifft.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p>Dennoch sollte der offensichtliche und als dringlich formulierte Bedarf nicht dazu führen, dass ökonomische Grundsätze über Bord geworfen werden. Die Frage ist nicht, <em>ob</em> Bad Meinberg Wasserflächen benötigt, sondern <em>wie</em> diese nachhaltig und finanzierbar bereitgestellt werden können. Ein sanierungsbedürftiges Badehaus, das jederzeit aufgrund eines technischen Defekts final ausfallen kann, bietet keine verlässliche Grundlage für den Rehasport oder den Schwimmunterricht. Es braucht eine nachhaltige Entscheidung, die weniger emotional getroffen wird, sondern im Interesse der gesamten Stadt auf ökonomischen Tatsachen beruht.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Strategische Analyse der Entscheidungsfindung im Rat</h4>



<p>Die bevorstehende Entscheidung im Rat der Stadt Horn-Bad Meinberg über den Haushalt für 2026 und über die 200.000 Euro ist eine Weichenstellung für die gesamte Stadtentwicklung. Hierbei müssen zwei Denkschulen gegeneinander abgewogen werden: die &#8222;Politik der kleinen Schritte&#8220;, die mit der Interimslösung eng verbunden ist und die &#8222;Strategie des mutigen Schnitts&#8220;, die auf einen Neubau und die Konzentration des Schwimmens am Schulstandort abzielt.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Das Risiko der Pfadabhängigkeit</h6>



<p>Wenn die Stadt jetzt 200.000 Euro in Prüfverfahren und später 1,65 Millionen Euro in eine Interimslösung steckt, begibt sie sich in eine Pfadabhängigkeit. Je mehr Geld in den Altbau fließt, desto schwerer fällt es politisch, das Projekt später abzubrechen – selbst wenn die Kosten weiter explodieren. Dieses Phänomen der &#8222;Sunk Costs&#8220; führt oft dazu, dass schlechtem Geld gutes hinterhergeworfen wird, nur um das Scheitern einer früheren Investition nicht eingestehen zu müssen. </p>



<p>Genau hier ist auch die Aussage des Bürgermeisters in seinem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=OPWiP5NHmCA" target="_blank" rel="noopener" title="">&#8222;100-Tage im Amt Video&#8220;</a> einzuordnen, man habe das Badehaus für 750.000 € gekauft und habe deshalb eine Verpflichtung weiter Geld aufzubringen, um das Badehaus irgendwie ans Laufen zu bringen. Sicher, dass es funktioniert ist er jedoch selbst nicht.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Die Bedeutung einer klaren Kommunikation</h6>



<p>In der <a href="https://christianlanz.de/badehaus-oder-lehrschwimmbecken-schwimmen-in-hbm/" target="_blank" rel="noopener" title="Badehaus oder Lehrschwimmbecken? Schwimmen in Horn-Bad Meinberg">Debatte um das Schwimmen in Horn-Bad Meinberg</a> in der Öffentlichkeit und im politischen Raum wird deutlich, dass eine ehrliche Kommunikation über die Faktenlage unumgänglich ist. Nach Jahren der Diskussion steigt bei mir die Frustration angesichts eine Verwaltungsvorlage, die weitere Prüfungen mit dem Ziel Interimsbetrieb vorschlägt, aber die bereits vorliegenden technischen Urteile nicht konsequent in Handlungsanweisungen übersetzt. Prinzip Hoffnung ist ein schlechter Ratgeber. Am Ende mag es klappen, für eine unbestimmte Zeit oder auch nicht. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Mein Fazit</h4>



<p>Nach intensiver Betrachtung der vorliegenden Informationen, der Gutachten und finanziellen Rahmenbedingungen führt mich das zu einem eindeutigen Ergebnis: Das Badehaus in seiner jetzigen Form &#8211; bei allem Verständnis für das Engagement und Herzblut der Bürgerinnen und Bürger, die sich für eine Wiederinbetriebnahme eingesetzt haben &#8211; ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zu retten. Die 200.000 Euro für weitere Prüfungen mit dem Ziel Interimsbetrieb sind aus meiner Sicht ein Fehler. </p>



<p>Die Prüfungen werden keine neuen Erkenntnisse liefern. Die fundamentalen Probleme der Anlage – technische Abgängigkeit, Schadstoffbelastung und energetische Ineffizienz – werden dadurch nicht gelöst. Am Ende steht möglicherweise ein Interimsbetrieb. Und wir können dann Hoffen, dass er lange wärt. Das Risiko bleibt jedoch ständiger Begleiter und mit ihm steigende Kosten.</p>



<p>Wir müssen Raus aus der &#8222;Sunk Cost Fallacy&#8220;. Wir sollten den Mut aufbringen uns von dem verlustreichen Vorhaben Badehaus zu trennen, auch wenn das angesichts der hohen finanziellen, personellen und emotionalen Investitionen der letzten Jahre äußerst schwierig ist. Klar, es kann funktionieren. Doch wenn es nicht funktioniert, wird es die Stadt teuer zu stehen kommen.</p>



<p>Ein Bruch mit dieser Vorgehensweise immer noch einmal mehr Geld hinein zu stecken erfordert politischen Mut. Der Bürgermeister scheint diesen Mut derzeit noch nicht aufzubringen. Die Fakten zeigen jedoch, dass ein Interimsbetrieb keine Brücke in die Zukunft ist, sondern eine Sackgasse. Ein sanierungsbedürftiges Bad, das möglicherweise nach zwei Jahren Betrieb wegen eines kapitalen Pumpenschadens erneut schließen muss, wird bei den Bürgerinnen und Bürgern mehr Frust auslösen als eine ehrliche Schließung mit der gleichzeitigen Perspektive eines soliden Neubaus.</p><p>The post <a href="https://christianlanz.de/badehaus-bad-meinberg-warum-ein-weiter-so-die-ganze-stadt-teuer-zu-stehen-kommen-kann/">Badehaus Bad Meinberg: Warum ein ‚Weiter so‘ die ganze Stadt teuer zu stehen kommen kann</a> first appeared on <a href="https://christianlanz.de">Christian Lanz</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Sporthaus am Eggestadion: Einen Blindflug können wir uns nicht leisten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Lanz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Dec 2025 14:47:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtrat]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Meinberg]]></category>
		<category><![CDATA[Horn]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der kommenden Ratssitzung am 18. Dezember steht eine Entscheidung an, die für die finanzielle Zukunft unserer Stadt von erheblicher Tragweite ist. Ein neues Sporthaus soll am Eggestadion. Die genauen Dimensionen waren nicht klar.&#160; (UPDATE: Während ich diesen Beitrag verfasse, erhalte ich über das Ratsinformationssystem Pläne und eine Wirtschaftlichkeitsberechnung. Diese soll ich in zwei Tagen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In der kommenden Ratssitzung am 18. Dezember steht eine Entscheidung an, die für die finanzielle Zukunft unserer Stadt von erheblicher Tragweite ist. Ein neues Sporthaus soll am Eggestadion. Die genauen Dimensionen waren nicht klar.&nbsp;</p>



<p>(UPDATE: Während ich diesen Beitrag verfasse, erhalte ich über das Ratsinformationssystem Pläne und eine Wirtschaftlichkeitsberechnung. Diese soll ich in zwei Tagen nach bestem Wissen prüfen und meine Entscheidung treffen.)</p>



<p>Um es vorwegzunehmen: Niemand stellt den Wert des Sports oder die Notwendigkeit guter Infrastruktur in Frage. Doch die Art und Weise, wie dieses Projekt derzeit „durchgepeitscht“ werden soll, lässt bei jedem, der sich mit kommunalen Finanzen und sauberer Planung beschäftigt, die Alarmglocken schrillen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Der Druck der Fördermittel darf den Verstand nicht ausschalten</strong></h4>



<p>Die Situation ist klassisch: Es winken Fördermittel, und um diese nicht zu verlieren, soll der Rat jetzt schnell entscheiden. Die Verwaltung mit dem neuen CDU Bürgermeister Michael Ruttner drücken aufs Tempo. Doch Eile ist ein schlechter Ratgeber, wenn die Grundlagen fehlen. Und hier fehlen sie massiv.</p>



<p>Wir sollen über ein Projekt entscheiden, für das es erst seit heute (16.12.2025) erste Pläne gibt Die Entscheidungsgrundlage ist eine einzige Pauschalposition über 2.261.000 Euro – eine „Kostenschätzung“, die den Namen kaum verdient, da sie keine Gliederung nach DIN 276 aufweist wie das für öffentliche Bauten üblich ist. Wie sich die Kosten zusammensetzen kann man nur erahnen.</p>



<p>Zur Beruhigung heißt es aus dem Rathaus, mit dem Auftrag zur Abgabe einer Projektskizze sei noch nicht die Bereitstellung finanzieller Mittel verbunden. Wozu dann das Ganze, wenn es am Ende nicht auch Geld der Stadt kosten wird?</p>



<p>Als Entscheider im Rat habe ich so gut wie keine Vorstellung davon, was da eigentlich gebaut werden soll. Ein Sporthaus mit Umkleidekabinen und einem Geräteraum oder ein Vereinsheim mit Partyraum und goldenen Wasserhähnen? Auch ist nicht klar, welche Leistungen in dieser Position enthalten sind und welche es nicht. Das ist kein sauber geplantes Bauvorhaben, das ist ein Blindflug.</p>



<p>Natürlich ist die politische Willensbekundung sich für diese Förderung zu bewerben noch kein Entscheidung darüber die Gelder frei zu geben. Wenn man sich jedoch einmal auf einen Förderpfad begibt, dann wird man diesen nicht wieder verlassen. Das haben wir doch in den letzten Jahren am Beispiel des Kotzenbergschen Hof beobachten können. Wenn die Stadt mit diesem Projekt ausgewählt wird und in die zweite Phase kommt, dann wird es sehr schwer das Projekt kleiner zu dimensionieren oder ganz sein zu lassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Finanzielles Harakiri mit Ansage</strong></h4>



<p>Besonders kritisch wird es beim Blick auf die Risiken. In der mir vorliegenden Kalkulation aus dem Fachbereich ist lediglich ein Risikopuffer von 3 % vorgesehen. Wer die Entwicklung der Baupreise bei öffentlichen Projekten kennt, weiß: Das ist völlig unrealistisch. Wir drohen am Ende auf möglichen Zusatz- und Mehrkosten sitzen zu bleiben, die nicht Teil der Förderung sind. Hier wird etwas schön gerechnet, dass uns allen am Ende teuer zu stehen kommen wird, sobald die Kosten höher liegen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" src="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_7711.jpeg" alt="Sporthaus Eggestadion" class="wp-image-680" style="aspect-ratio:16/9;object-fit:cover"/></figure>



<p>Dazu kommt, dass die Abrisskosten von ca. 100.000 Euro in der Förderung gar nicht enthalten sind und voll von der Stadt getragen werden müssen. Die Verwaltung räumt intern sogar ein, dass die Förderfähigkeit der Gesamtsumme derzeit „nicht eingeschätzt werden kann“. Wie könnte sie auch, wenn doch die Kostenschätzung nicht nach DIN 276 erfolgte und die Kostengruppen nicht entsprechend aufgeschlüsselt sind.</p>



<p>Im Klartext: Das Risiko, auf massiven Mehrkosten sitzenzubleiben, liegt zu 100 % bei uns, bei der Stadt Horn-Bad Meinberg. Wenn ich mich als Stadt auf eine Förderung bewerbe, dann sollte absolut klar sein wie hoch der städtische Haushalt maximal ist. Alles andere ist unseriös, scheint aber grundsätzliches Problem bei öffentlichen Bauten zu sein. Die Verwaltung, der Bürgermeister und nach derzeitigem Kenntnisstand die CDU sind gewillt dieses Risiko zu tragen. Und das in einer Haushaltslage, die ohnehin schon prekär ist.</p>



<p>Ebenfalls zwei Tage vor der Ratssitzung zur Verfügung gestellt wurde eine <a href="https://horn-badmeinberg.ratsinfomanagement.net/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZT0JbtiSKbWmiEPRBpNiDh5hDnoWDzIJO2kee195blV9/Anlage_1_zur_Vorlage_VL-46-25-30_-_Wirtschaftlichkeitsberechnung_Sanierung_Sporthaus.pdf" target="_blank" rel="noopener" title="">Wirtschaftlichkeitsberechnung</a>. Die kommt zu dem Schluss, dass die Kosten einer Sanierung &#8222;in keinem Verhältnis zum Restwert des Gebäudes nach Sanierung&#8220; stünden. Daher sei eine Sanierung nicht zu empfehlen. Will man einen KfW55 Standard erreichen, würde die Sanierung 1,3 Millionen kosten, gegenüber 2,4 Millionen für den Neubau inklusive Abriss. </p>



<p>Geht man davon aus, dass beides gefördert wird, so ist die Sanierung auf aktuellen Stand für 700.000 Euro zu haben, der Neubau liegt bei 1,3 Millionen. Die Verwaltung argumentiert, dass der Altbau zusätzlich einen Anbau benötige, um die Anforderungen an das Projekt zu erfüllen. Hier rächt sich, dass über die Anforderungen in keinem Fachausschuss beraten wurde.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Ein „Geschmäckle“, das man nicht ignorieren kann</strong></h4>



<p>Was mein Vertrauen in dieses Verfahren zusätzlich erschüttert, ist ein Interessenkonflikt, der ganz harmlos daher kommt. Die Kostenschätzung, die diesem Millionenprojekt zugrunde liegt, stammt nicht von einem neutralen Planungsbüro. Genau dafür wurden aber im Haushalt 2025 auch mit den Stimmen der SPD 50.000 Euro eingestellt. Das Sporthaus sollte saniert oder neu gebaut werden. Die Kostenschätzung kommt, in &#8222;Auftrag&#8220; gegeben vom Stadtsportverband und nicht von der Stadt, ausgerechnet aus einem Unternehmen eines Ratsmitglieds der CDU. In den Unterlagen für die Ratssitzung ist sie jedoch nicht enthalten. </p>



<p>Dass ein Ratsherr die Preise kalkuliert, über die seine eigene Fraktion dann abstimmt, widerspricht den Grundsätzen eines fairen und neutralen Verfahrens. Das hat, auch wenn möglicherweise in guter Absicht geschehen ein „Geschmäckle“, zumindest ist es politisch unklug und instinktlos. Es beschädigt am Ende das Vertrauen in den Stadtrat als Gremium, welches dem Wohl der gesamten Stadt dienen soll.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Prioritäten richtig setzen: Pflicht vor Kür</strong></h4>



<p>Neben diesen formalen, finanziellen und moralischen Bedenken, ist aus meiner Sicht jedoch von zentraler Bedeutung, dass wir uns in der aktuellen Lage, mit den Problemen der Stadt vor allem bei der Infrastruktur für den Schulsport und dem Schwimmen, den Luxus nicht leisten können einem bestimmten Klientel ein Vereinsheim für 2,4 Millionen plus X hinzustellen. Die am 16.12.2025 bereitgestellten Pläne, die bereits seit über einem Jahr existieren, zeigen deutlich mehr als ein funktionelles Sporthaus. Es ist ein Vereinsheim mit angeschlossenem Sozialraum, Theke und anderen Annehmlichkeiten. Das ist alles wünschenswert, gehört jedoch nicht zu den Pflichtaufgaben der Stadt. Hier würde ich mich eine deutliche Beteiligung des Vereine wünschen, die davon primär profitieren werden.</p>



<p>Der Stadtrat hat gemeinsam in der letzten Ratsperiode einen Sportentwicklungsplan (SEP) beschlossen. Weitsichtig auf die nächsten zehn Jahre gesehen wurde darin festgehalten wo die Prioritäten liegen. Dieser Plan sollte unser Kompass sein, denn er wurde in Zusammenarbeit von Wissenschaft, den Sportvereinen, den Bürgerinnen und Bürgern und der Politik erarbeitet. Eindeutig setzt er die Prioritäten: Maßnahmen im Bereich des Schulsports und der Sporthallen haben dort höchste Dringlichkeit (Priorität 1,7). </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_5012-1024x768.jpeg" alt="Sporthalle am Waldstadion" class="wp-image-684" style="aspect-ratio:16/9;object-fit:cover" srcset="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_5012-1024x768.jpeg 1024w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_5012-300x225.jpeg 300w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_5012-768x576.jpeg 768w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_5012-1536x1152.jpeg 1536w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_5012-2048x1536.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sporthalle am Waldstadion</figcaption></figure>



<p>Und wenn wir uns die Situation der Sporthallen am Schulzentrum ansehen oder wieder <a href="https://christianlanz.de/badehaus-oder-lehrschwimmbecken-schwimmen-in-hbm/" title="Badehaus oder Lehrschwimmbecken? Schwimmen in Horn-Bad Meinberg">aktuell das Schulschwimmen</a>, dann wird klar, warum unsere Pflichtaufgabe eine so hohe Priorität hat. Das Sporthaus am Eggestadion hingegen, auch wenn niemand widersprechen wird, dass es erneuert werden muss, rangiert im Mittelfeld (Priorität 2,8). Auch das scheint mir nachvollziehbar. Für über eine Millionen städtischer Mittel plus Landesförderung wurde dort erst kürzlich ein Kunstrasenplatz gebaut. Davon profitieren derzeit im gesamten Stadtgebiet ca. 300 Fussballer; unklar wie viele davon aktiv sind. Das nun Bildungsinvestitionen Vorrang haben, scheint da nur recht und billig</p>



<p>Wir haben massive Defizite bei den Schulsporthallen Schwimmbädern. Ist es verantwortungsvoll, ein Prestige-Projekt mittlerer Priorität vorzuziehen, während wir bei den Pflichtaufgaben für unsere Schulkinder nicht vorankommen?</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Fazit: Ja zum Sport, Nein zum Blindflug</strong></h4>



<p>Eine Modernisierung der Sportstätten in unserem Stadtgebiet ist dringend nötig. Das wird niemand leugnen. Jahrzehntelang wurde auf Verschleiß gefahren. So wie überall in Deutschland. Da ist es natürlich verlockend, wenn von der Bundesebene das große Fördergeld winkt. Ebenso verständlich ist, dass man bereits bei der ersten Förderrunde dabei sind will um sich einen Stück des Kuchens zu holen. Doch stimmt der Preis? Reicht die Entscheidungsgrundlage und passen die Prioritäten? Ich komme für mich zu dem Schluss, dass dies alles nicht passt. Auch wenn nach und nach die Informationen für eine Entscheidung bereitgestellt werden, frage ich mich, wie soll eine gewissenhafte Prüfung so gewährleistet werden?</p>



<p>Ich bin nicht bereit für eine &#8222;funktionale Erweiterung&#8220; wie &#8222;Multifunktionsraum&#8220; oder <a href="https://horn-badmeinberg.ratsinfomanagement.net/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZW0pTviYBXHQuWC8s6XiBBcz9KkOH8-3GeINTbXKyPF8/Vorlage_VL-46-25-30.pdf" target="_blank" rel="noopener" title="">&#8222;zwei Tribunenbereiche&#8220;</a> die Hand zu heben. Ich sehe die Notwendigkeit für einen <a href="https://horn-badmeinberg.ratsinfomanagement.net/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZfyJ2BIhOSfwf7i6ouh_n8VYqBdyF1mwS80Yo8p2-WlE/Anlage_2_zur_Vorlage_VL-46-25-30_-_Planung_Ersatzneubau_Sporthaus_Eggestadion.pdf" target="_blank" rel="noopener" title="">Partyraum und eine Südkurve am Eggestadion</a> nicht. Ich sehe auch nicht, dass die ansässigen Vereine sich in irgendeiner Weise an den Kosten für diesen Wunschliste beteiligen wollen wie das andere Vereine machen. Die Frage, was überhaupt benötigt wird und wie viel wir uns leisten können wurde in keinem Fachausschuss debattiert und politisch entschieden. Nun aber soll das Komplettpaket entschieden werden.</p>



<p>Aus meiner Sicht bleibt nur eine Beteiligung an dieser Förderrunde auf dieser Grundlage abzulehnen und uns intensiv auf die Förderrunde im Januar 2027 vorzubereiten. Bis dahin gilt es alle offenen Fragen zu klären und die Prioritäten gerade zu rücken. Bei einer Förderung von 45% und maximal 8 Millionen Euro sollten wir uns die Projekte gut aussuchen, für die wir uns bewerben.</p>



<p>Eine Erweiterung und Sanierung der Sporthallen (selbst die Sanierung der Sporthalle in Leopoldstal hat im Sportentwicklungsplan eine höhere Priorität als das Sporthaus), die Sanierung oder der Neubau von Schwimmflächen sind es wert jetzt nichts übers Knie zu brechen und am Ende bei den großen Projekten leer auszugehen. Wir müssen unsere finanziellen Mittel beisammen halten und nicht beim ersten Angebot zugreifen. Auch wenn das alles sehr verlockend scheint. Dabei ist es zweitrangig, ob für das Sporthaus gerade eben ein paar Pläne vorliegen und für alle anderen Probleme nicht. Vielmehr gilt es angesichts des Haushalts die Prioritäten richtig zu setzen.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Wie bewerten Sie die Situation?</strong>&nbsp;</h5>



<p>Am Mittwoch muss der Rat eine weitreichende Entscheidung treffen. Mich interessiert Ihr Blickwinkel: Sollte die Stadt die Chance auf die Förderung nutzen, auch wenn noch Fragen offen sind, oder sollten wir warten, bis Planung und Kosten detailliert geklärt sind? Wie würden Sie entscheiden?</p><p>The post <a href="https://christianlanz.de/sporthaus-am-eggestadion-einen-blindflug-koennen-wir-uns-nicht-leisten/">Sporthaus am Eggestadion: Einen Blindflug können wir uns nicht leisten</a> first appeared on <a href="https://christianlanz.de">Christian Lanz</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Badehaus Bad Meinberg: Warum Plan B zur teuren Kostenfalle wird</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Lanz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Dec 2025 14:13:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Meinberg]]></category>
		<category><![CDATA[Badehaus]]></category>
		<category><![CDATA[Schwimmbäder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist ruhig geworden um die „große Lösung“ für das Badehaus Bad Meinberg. Die jahrelangen Verhandlungen mit der Interspa, die mit Hotelplänen und Wellness-Versprechen lange Zeit die politische Debatte in Horn-Bad Meinberg dominierten, sind beendet. Spätestens mit dem Ratsbeschluss vom 17. Juni 2025 ist klar: Es wird keinen externen Investor geben, der der Stadt das [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ruhig geworden um die „große Lösung“ für das Badehaus Bad Meinberg. Die jahrelangen <a href="https://christianlanz.de/badehaus-bad-meinberg-geht-es-weiter-ohne-interspa/" target="_blank" rel="noopener" title="Badehaus Bad Meinberg – Geht es weiter ohne Interspa?">Verhandlungen mit der Interspa</a>, die mit Hotelplänen und Wellness-Versprechen lange Zeit die politische Debatte in Horn-Bad Meinberg dominierten, sind beendet. Spätestens mit dem Ratsbeschluss vom 17. Juni 2025 ist klar: Es wird keinen externen Investor geben, der der Stadt das Risiko und die Finanzierung abnimmt.</p>



<p>Die Politik ist auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Die Frage ist, ob auch alle anderen die Lage erkennen. Die aktuelle Diskussion jedenfalls droht, die falschen Schlüsse zu ziehen. Das nun vorliegende Gutachten der Firma&nbsp;<em>TGAlytics</em>, welches bei der <a href="https://horn-badmeinberg.ratsinfomanagement.net/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZUcqlhaowpDuKlKUkfaCcIv4iKKCb7wMYpoPrq-N46pl/Mitteilung_VL-31-25-30.pdf" target="_blank" rel="noopener" title="">Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss am 09.12.2025 im Rahmen einer Mitteilungsvorlage</a> vorgestellt werden soll, liefert zwar erste wichtige Daten, doch wer jetzt isoliert auf die Sanierungskosten starrt, übersieht das eigentliche strategische Risiko. Wir laufen Gefahr, viel Geld in den Erhalt der Vergangenheit zu investieren, während wir die Fristen für die Finanzierung der Zukunft verpassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Der technische Realitätscheck</strong></h4>



<p>Die Hoffnung, das Badehaus könne mit überschaubarem Aufwand und viel ehrenamtlichem Engagement kurzfristig wiedereröffnet werden, kollidiert mit der technischen Realität des seit 2019 leerstehenden Gebäudes.</p>



<p>Der Bericht spricht eine deutliche Sprache: Das Außenbecken wird als „Totalschaden“ klassifiziert. Frostschäden und Pflanzenwuchs haben hier Fakten geschaffen. Eine Diskussion über das Badehaus ist somit faktisch nur noch eine Diskussion über das Gebäude mit seinen Schwimmflächen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die „Netto-Falle“ in der Kostenschätzung</strong></h4>



<p>Für die Entscheidungsfindung im Rat ist ein genauer Blick auf die Zahlen unerlässlich. Die Verwaltungsvorlage nennt für eine bloße Wiederinbetriebnahme („Strategieentwicklung“ und Instandsetzung) im Worst-Case-Szenario Kosten von über 1,5 Millionen Euro.</p>



<p>Hier ist jedoch Vorsicht geboten: In Bauvorlagen dieser Art wird meist mit Netto-Baukosten für die reinen Gewerkleistungen kalkuliert. Für den städtischen Haushalt stellt sich die Rechnung anders dar:</p>



<ol start="1" class="wp-block-list">
<li><strong>Steuerlast:</strong>&nbsp;Da es sich um einen defizitären Betrieb handelt, ist die volle Umsatzsteuer (19 %) einkalkulierbar.</li>



<li><strong>Baunebenkosten:</strong>&nbsp;Honorare für Fachplanungen und Bauleitung (ca. 15–20 %) sind in reinen Maßnahmenlisten oft noch nicht vollständig abgebildet.</li>



<li><strong>Risikozuschlag:</strong>&nbsp;Bei einer als „abgängig“ bezeichneten Gebäudesubstanz ist ein Puffer für Unvorhergesehenes zwingend.</li>
</ol>



<p>Realistisch betrachtet bewegen wir uns für eine reine Interimslösung – also einen Betrieb für nur drei bis fünf Jahre – auf eine Belastung von&nbsp;<strong>rund 2 Millionen Euro</strong>&nbsp;zu. Da es sich hier ausschließlich um eine Instandhaltung handelt, muss die Stadt diese Summe vollständig aus Eigenmitteln bestreiten. Es gibt hierfür keine Fördermittel. Eine Garantie, dass diese Mittel ausreichen gibt es ebenfalls nicht.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Das strategische Dilemma: Der 15. Januar</strong></h4>



<p>Während wir über die Kosten der Instandsetzung für einen zeitlich begrenzten Interimsbetrieb diskutieren (von den Betriebskosten ist bisher noch gar keine Rede), hat sich aufgrund der Entwicklungen im Bund ein kurzes Zeitfenster für eine echte Lösung geöffnet – und es droht sich fast unbemerkt wieder zu schließen.</p>



<p>Aktuell läuft der <a href="https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/aufrufe/aktuelle-meldungen/sks.html" target="_blank" rel="noopener nofollow" title="">Projektaufruf für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS)</a>. Hier winken Fördermittel in Millionenhöhe. Die erste Frist des auf drei Jahre ausgelegte Förderprogramm für die Einreichung einer qualifizierten Projektskizze endet jedoch bereits am 15. Januar 2026.</p>



<p>Das Problem: Der Bund fördert primär Sanierungen. Ersatzneubauten sind nur in begründeten Ausnahmefällen förderfähig – nämlich dann, wenn eine Sanierung wirtschaftlich unvertretbar ist.</p>



<p>Die aktuellen Gutachten liefern genau diese Argumente: Ein Totalschaden im Außenbereich und eine abgängige Haustechnik belegen, dass eine Sanierung wirtschaftlich fragwürdig ist. Um jedoch den Antrag für einen (geförderten) Neubau stellen zu können, muss dieser Wirtschaftlichkeitsvergleich bis Mitte Januar vorliegen. Für die erste Runde des Förderprogramms werden wir zu spät sein. Die nächste sollten wir auf keinen Fall verpassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Der Blick auf das Gesamtbild</strong></h4>



<p>Die Situation wird dadurch verschärft, dass Horn-Bad Meinberg ein doppeltes Bäder-Problem hat. Parallel zur Debatte um das Badehaus Bad Meinberg ist die <strong>Kleinschwimmhalle am Schulzentrum</strong>&nbsp;nur noch eingeschränkt nutzbar. Nach einem Defekt des Hubbodens im September 2025 ist das Becken dauerhaft fixiert; ein variabler Betrieb für Schulschwimmen und Wassergewöhnung ist nicht mehr möglich.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5648-768x1024.jpeg" alt="Schwimmhalle am Schulzentrum - Alternative zum Badehaus Bad Meinberg?" class="wp-image-584" style="aspect-ratio:16/9;object-fit:cover" srcset="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5648-768x1024.jpeg 768w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5648-225x300.jpeg 225w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5648-1152x1536.jpeg 1152w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5648-1536x2048.jpeg 1536w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5648-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Schwimmhalle am Schulzentrum</figcaption></figure>



<p>Anstatt zwei marode Standorte künstlich am Leben zu halten, wäre ein geförderter&nbsp;<strong>Ersatzneubau</strong>&nbsp;(beispielsweise als Zentralbad am Schulzentrum) die betriebswirtschaftlich und ökologisch vernünftigere Option.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h4>



<p>Der <a href="https://horn-badmeinberg.ratsinfomanagement.net/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZYEG3n9KhojIC2UC5cNcn6ucNR5Li4AoAoPlPmP0XJ5s/Beschlusstext_VL-1003-20-25_2._Ergaenzung_-oeffentlich-_Rat_17.06.2025.pdf" target="_blank" rel="noopener" title="">Rat hat im Juni 2025</a> nicht zuletzt auf Drängen der <a href="https://spd-hbm.de" target="_blank" rel="noopener" title="">SPD Horn-Bad Meinberg</a> weitsichtig entschieden, nicht nur Sanierungskosten, sondern auch Neubau-Optionen prüfen zu lassen. Dieser Auftrag muss nun Priorität haben.</p>



<p>Es wäre fahrlässig, jetzt 165.000 Euro für weitere Detailprüfungen im alten Badehaus freizugeben, wenn dadurch der Fokus auf einen Interimsbetrieb gerichtet wird und wir die Förderung eines Ersatzbaus nicht nur im 2025, sondern auch in 2026 verpassen.</p>



<p>Die „Interspa-Illusion“ ist vorbei. Wir dürfen sie nicht durch eine „Interims-Illusion“ ersetzen. Es gilt jetzt, die Wirtschaftlichkeit nüchtern zu vergleichen und die Anträge zu stellen, die der Stadt langfristig Handlungsspielraum sichern.</p><p>The post <a href="https://christianlanz.de/badehaus-bad-meinberg-warum-plan-b-zur-teuren-kostenfalle-wird/">Badehaus Bad Meinberg: Warum Plan B zur teuren Kostenfalle wird</a> first appeared on <a href="https://christianlanz.de">Christian Lanz</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Strafzettel zum Bauernmarkt &#8211; Berechtigte Aufregung?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Lanz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Nov 2025 09:36:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Meinberg]]></category>
		<category><![CDATA[Bauernmarkt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit dem diesjährigen Bauernmarkt ist die Aufregung auf der einen Seite und das Unverständnis darüber auf der anderen Seite groß. Horn-Bad Meinberg diskutiert über Falschparken und die erteilten Strafmandate durch das Ordnungsamt während der zwei Tage Bauernmarkt im Oktober. Beide Seiten haben nachvollziehbare Argumente. Während die einen Ausnahmen fordern an Tagen wie diesen, beharren die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit dem diesjährigen Bauernmarkt ist die Aufregung auf der einen Seite und das Unverständnis darüber auf der anderen Seite groß. Horn-Bad Meinberg diskutiert über Falschparken und die erteilten Strafmandate durch das Ordnungsamt während der zwei Tage Bauernmarkt im Oktober. Beide Seiten haben nachvollziehbare Argumente. Während die einen Ausnahmen fordern an Tagen wie diesen, beharren die anderen auf der Einhaltung der Regeln auch dann, wenn es einmal unbequem wird. Die Diskussion zeigt jedenfalls, dass es bis zum Bauernmarkt 2026 in Sachen Parkkonzept einiges zu tun gibt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Parken beim Bauernmarkt &#8211; Die Ausgangslage</h4>



<p>Der Bauernmarkt in 2025 war wohl ein voller Erfolg. Die Anzahl der Besucher war im Vergleich zu früheren Jahren auch aufgrund des guten Wetters deutlich höher. Die Veranstalter konnten am Ende zufrieden sein, dass die beiden Tage im Oktober wieder überregional Besucher anlockte. Der Erfolg beanspruchte zugleich den zur Verfügung stehenden Parkraum.</p>



<p>Kurzfristig hatten starke Regenfälle zur Sperrung von Wiesen geführt, die als Parkfläche für Besucher des Bauernmarktes vorgesehen waren. Die Parkfläche am Waldstadion wurde nach Aussagen von Ansässigen nur bedingt genutzt. Zu vermuten ist, dass vielen der Weg zum Markt vom Waldstadion aus zu weit gewesen sein könnte. Auf der anderen Seite wurde wohl der Parkplatz am Marktkauf in Horn inklusive des Shuttle-Service gut genutzt. Alles in allem war die Parkfläche wohl nicht ausreichend.</p>



<p>Wo also hin mit dem Auto, wenn die ausgewiesenen Parkplätze belegt oder gesperrt sind? Die Suche führte wohl häufig in Wohngegenden und zumindest am Samstag auf die Grünstreifen der Hamelner Straße und der Bahnhofstraße. Das ein Grünstreifen für Autos Tabu ist, daran dachten in der Situation wohl die wenigsten. Es galt einen Parkplatz zu finden. </p>



<p>Die Konsequenz war, das Besucherinnen und Besucher reihenweise Strafmandate in Höhe von 55€ erhielten. Das wohl auch, weil an diesem Wochenende der Ordnungsdienst besonders pflichtbewusst den Parkvergehen nachgegangen war. Die Empörung darüber ließ auch nicht lange auf sich warten. Ort der ersten aufgeregten Kritik an der Ahnung des eigenen Fehlverhaltens wie so häufig Soziale Netzwerke. Aber auch die lokale Berichterstattung zögert nicht lange das Verhalten des Ordnungsamts zu kritisieren und letztlich dafür zu plädieren einmal zwei Augen zuzudrücken. Die LZ berichtete ebenfalls über die <a href="https://www.lz.de/lippe/horn_bad_meinberg/24206669_Bauernmarkt-in-Bad-Meinberg-Viele-Beschwerden-nach-Knoellchen-Aktion.html" target="_blank" rel="noopener" title="">&#8222;Knöllchen-Aktion&#8220;</a>, die für viel Aufregung gesorgt habe.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ordnung ja, wenn es gerade passt</h4>



<p>Die Frage die sich daraus ergibt, führt uns jedoch in ein schwieriges Fahrwasser. Sollte man in bestimmten Situationen die bestehenden Regeln aussetzen, bzw. deren Durchsetzung sein lassen? Sind reihenweise Regelverstöße zu akzeptieren, weil es sich um vermeintliche Ausnahmesituationen handelt?</p>



<p>Natürlich ist der Bauernmarkt eines der Highlights in Horn-Bad Meinbergs Jahreskalender. Die enormen Anstrengungen, die jedes Jahr vom Verein Bad Meinberg e.V. geleistet werden, kann man nicht zu hoch schätzen. Mit dem Erfolg, der auch überregional registriert wird, kommen jedoch auch die Automassen. Und diese in einem einigermaßen geordnet unterzubringen ist eine enorme Herausforderung. Das kann der Verein nicht leisten. Hier braucht es deutlich mehr Unterstützung von Seiten der Stadt, die sich in Person der Fachbereichsleitung sicher unglücklich agiert hat.</p>



<p>Auch der anderen Seite gibt es daneben die persönliche Verantwortung jedes einzelnen Verkehrsteilnehmers. In den meisten Fällen wird sich herausstellen, dass die Parkverstöße korrekt geahndet wurden. Wie bereits dargelegt, Grünstreifen sind für Autos tabu. Niemand wurde gezwungen im absoluten Halte- und Parkverbot das eigene Auto abzustellen. In vielen Fällen war es wohl eigene Bequemlichkeit, die dazu bewegte das eigene Fahrzeug möglichst nah am Bauernmarkt zu parken. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/11/traffic-sign-2906959_1280-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-656" srcset="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/11/traffic-sign-2906959_1280-1024x682.jpg 1024w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/11/traffic-sign-2906959_1280-300x200.jpg 300w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/11/traffic-sign-2906959_1280-768x512.jpg 768w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/11/traffic-sign-2906959_1280.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/florinbirjoveanu-877370/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2906959">Florin Birjoveanu</a> auf <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2906959">Pixabay</a></figcaption></figure>



<p>Das es noch ausreichend ausgewiesene Parkfläche am Waldstadion gegeben hat, darf hier durchaus damit kommentiert werden, dass diese schlichtweg für einige Besucher zu weit weg waren. All das entbindet nicht von der eigenen Verantwortung, die in der Folge schnell auf das Ordnungsamt, die Stadt oder andere angeblich für die eigene Misere verantwortliche abgeschoben wurde. Schuld sind die anderen. Eine durchaus bewährte Methode von den eigenen Fehlern abzulenken.</p>



<p>Zugleich ist der Ruf nach Recht und Ordnung gerade in Horn-Bad Meinberg in den letzten Jahren durchaus nicht leiser geworden. Immer wieder werden lautstark und in Teilen auch zurecht auf die Nichteinhaltung von Regeln hingewiesen. Verdreckte Straßenzüge, überfüllte <a href="https://christianlanz.de/illegale-muellentsorgung-bekaempfen-loesungen-fuer-die-stadt/" title="Illegale Müllentsorgung bekämpfen – Lösungen für die Stadt">Sammelcontainer</a>, aber auch Müllberge auf Privatgrundstücken und vieles andere mehr. Während auf der einen Seite lautstark nach der Durchsetzung bestehender Regeln gerufen wird, wird auf der anderen Seite gefordert es bei einer Ermahnung zu belassen oder einfach in eine andere Richtung zu schauen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Lehren Ziehen, Besser machen</h4>



<p>Am Ende muss konstatiert werden, dass einiges nicht gut gelaufen ist. Die Außenwirkung, auch wenn die Parkverstöße korrekt geahndet wurden, ist durchaus schlecht. Das kann niemand wollen. Daraus gilt es letztlich für die Zukunft lehren zu ziehen. Sachlich aufzuarbeiten, was gut gelaufen ist, was weniger gut gelaufen ist und was wir uns alle für 2026 wünschen. </p>



<p>Ich jedenfalls wünsche mir weniger Empörung, sondern sachliche Überarbeitung des Ist-Zustands. Für den nächsten Bauernmarkt braucht es daher ein tragfähiges und vor allem belastbares Parkraumkonzept. Das beispielsweise Wiesenflächen aufgrund von starken Regenflächen nicht benutzt werden können, kann auch in den kommenden Jahren passieren. Es kann also Sinn machen sichere Parkflächen stärker einzubeziehen. Der Shuttleservice vom Parkplatz am Marktkauf war wohl durchaus gut angenommen. Darauf könnte man aufbauen. Es kann auch Sinn machen deutlich zu machen, dass innerorts auf der Fahrbahn einer Bundesstraße geparkt werden kann. Den Grünstreifen schon zu Beginn abzusperren kann helfen.</p>



<p>Es erscheint mir auch sinnvoll mit der Arbeit an diesem Konzept seitens der Stadt frühzeitig zu beginnen und dabei auch den Verein Bad Meinberg e.V. von Anfang an stärker einzubinden. Auch andere Veranstaltungen wie das Brimborium im Frühjahr 2026 sollten im Zuge der Überarbeitung des Parkkonzepts für den Bauernmarkt überprüft werden. Hier ist davon auszugehen, dass weitaus mehr Besucher den Mittelaltermarkt bei wärmerem Wetter besuchen werden als in den letzten Jahren bei winterlichen Temperaturen. Hier könnte man aus den zuletzt gemachten Erfahrungen lernen. Denn wenn versäumt werden sollte aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen, gibt es tatsächlich Grund sich emotional zu empören.</p><p>The post <a href="https://christianlanz.de/strafzettel-zum-bauernmarkt-berechtigte-aufregung/">Strafzettel zum Bauernmarkt – Berechtigte Aufregung?</a> first appeared on <a href="https://christianlanz.de">Christian Lanz</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Kommunalwahl in Horn-Bad Meinberg &#8211; Stichwahl am 28.09.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Lanz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Sep 2025 18:18:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stadtrat]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Meinberg]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgermeister]]></category>
		<category><![CDATA[Horn]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalwahl]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die erste Runde der Kommunalwahl ist auch in Horn-Bad Meinberg zu Ende gegangen. Während die CDU 14 von 16 Direktmandate gewinnen kann und im kommenden Rat stärkste Fraktion sein wird, bleibt es bei der Entscheidung über das Bürgermeisteramt spannend. Gerade einmal 200 Stimmen trennen die beiden bestplatzierten Michael Ruttner von der CDU und Celil Celik [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die erste Runde der Kommunalwahl ist auch in Horn-Bad Meinberg zu Ende gegangen. Während die CDU 14 von 16 Direktmandate gewinnen kann und im kommenden Rat stärkste Fraktion sein wird, bleibt es bei der Entscheidung über das Bürgermeisteramt spannend. Gerade einmal 200 Stimmen trennen die beiden bestplatzierten Michael Ruttner von der CDU und Celil Celik von der SPD. Damit wird es erst bei der Stichwahl am 28.09. eine Entscheidung geben.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Danke für das Vertrauen</h4>



<p>Ich selbst bin im Wahlbezirk Bad Meinberg (Zentrum) als Kandidat angetreten. Knapp 30% der abgegebenen Stimmen konnte ich für mich gewinnen. Für das Direktmandat hat es zwar nicht gereicht, aber das enorme Vertrauen, dass die Menschen in meinem Wahlbezirk in mich setzen, macht mich dankbar und demütig. Ich habe in den letzten Wochen und Monaten mit sehr vielen Menschen gesprochen, über die Entwicklung in Bad Meinberg diskutiert, Ideen ausgetauscht. </p>



<p>Eines ist mir dabei mehr als deutlich geworden: Die Ansätze für eine positive Entwicklung Bad Meinberg und der gesamten Stadt sind vorhanden. Es ist allen klar, an welchen Stellen sich etwas ändern muss, und es gibt viele Ideen wie wir etwas ändern können. Diese Ansätze in konkretes Handeln umzusetzen, darauf wird es ankommen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/09/1f8ddc58-ae98-4651-b37e-ed9e2968eee0-1-1024x683.jpg" alt="Christian Lanz am Abend der Kommunalwahl" class="wp-image-641" srcset="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/09/1f8ddc58-ae98-4651-b37e-ed9e2968eee0-1-1024x683.jpg 1024w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/09/1f8ddc58-ae98-4651-b37e-ed9e2968eee0-1-300x200.jpg 300w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/09/1f8ddc58-ae98-4651-b37e-ed9e2968eee0-1-768x512.jpg 768w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/09/1f8ddc58-ae98-4651-b37e-ed9e2968eee0-1.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Nicht für mich, für die Menschen</h4>



<p>Im nächsten Stadtrat werde ich dabei sein. Über die Reserveliste werde ich dank des Gesamtergebnisses der SPD-Kandidierenden bei der Kommunalwahl einen Platz im kommenden Stadtrat haben. Das ist eine große Verantwortung, der ich mich in den kommenden fünf Jahren stellen werde. Dieser Verantwortung als Ganzes gerecht zu werden braucht aus meiner Sicht mehr als das eigene Engagement. Dazu braucht es zum einen die anderen neun Stadtratsmitglieder der SPD, und zum anderen die Unterstützung der Menschen, die in meinem Wahlbezirk leben. Den Input und das Feedback dieser Menschen brauche ich, damit ich das erfolgreich tun kann, wofür ich angetreten bin.</p>



<p>Ich möchte mich für die Menschen einsetzen und die Entwicklung der gesamten Stadt voranbringen. Das heißt für mich auch in Zukunft den Kontakt suchen, Gesprächsangebote zu machen, und nicht zuletzt Teilhabe ermöglichen, wenn es um konkrete Entwicklungen in der Stadt geht. Das ich nun Mitglied im Stadtrat sein werde ist für mich kein Selbstzweck, es ist Verpflichtung die Anliegen der Menschen ernst zu nehmen und als meinen Auftrag zu verstehen. Dabei möchte ich bei den anstehenden Entscheidungen die ganze Stadtgesellschaft im Blick haben.</p>



<h4 class="wp-block-heading">es Gilt noch einmal &#8211; Stichwahl am 28.09.</h4>



<p>In diesem Kontext ist der Ausgang der Stichwahl aus meiner Sicht aus mehreren Gründen von entscheidender Bedeutung. Da haben wir einmal die schwierigen Mehrheitsverhältnisse im kommenden Stadtrat. Wir brauchen einen Bürgermeister, der fähig ist auf andere zuzugehen und über die vermeintlichen Lager hinweg Mehrheiten zu beschaffen. Es braucht eine hohe Kommunikationsfähigkeit, Empathie und nicht zuletzt die Fähigkeit Menschen für eine Sache zu begeistern. Das alles bringt der Bürgermeisterkandidat Celil Celik mit. Er ist der richtige Mensch für dieses Amt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="724" height="1024" src="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/09/311903e3-0b78-4664-aa29-dbb481bbfe1d-724x1024.jpg" alt="Anpacker Celil Celik" class="wp-image-642" srcset="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/09/311903e3-0b78-4664-aa29-dbb481bbfe1d-724x1024.jpg 724w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/09/311903e3-0b78-4664-aa29-dbb481bbfe1d-212x300.jpg 212w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/09/311903e3-0b78-4664-aa29-dbb481bbfe1d-768x1086.jpg 768w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/09/311903e3-0b78-4664-aa29-dbb481bbfe1d-1086x1536.jpg 1086w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/09/311903e3-0b78-4664-aa29-dbb481bbfe1d.jpg 1131w" sizes="auto, (max-width: 724px) 100vw, 724px" /></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Das badehaus um jeden Preis</h4>



<p>Im Gegensatz dazu halte ich den Bürgermeister der CDU für weniger gut geeignet. Dabei sind es vor allem neben den Zweifeln an der Kompetenz die inhaltlichen Positionen wenig überzeugend. Zuletzt ließ er alle Zwischentöne beiseite und sprach sich <a href="https://www.lz.de/lippe/horn_bad_meinberg/24178433_Die-LZ-fuehlt-den-Buergermeister-Kandidaten-fuer-Horn-Bad-Meinberg-auf-den-Zahn.html" title="">ohne wenn und aber für den Erhalt des Badehauses</a> aus, auch wenn es am Ende keine Zuschüsse z.B. Fördergelder des Bundes gibt. </p>



<p>Er verwies einzig auf in den letzten Jahren deutlich gestiegene Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Nun gelte es den Menschen etwas zurück zu geben; und das in Form eines Badehauses. Gleich im Anschluss sprach er sich zudem dafür aus die Kleinschwimmhalle am Schulzentrum zu erhalten. Hier ist jemand auf Stimmenfang. Versprechen werden gemacht. Das diese nicht einzuhalten sind, ist geradezu offensichtlich. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Hohle Wahlkampfversprechen</h4>



<p>Es springt einem förmlich ins Gesicht. Die Kosten für eine Sanierung des Badehauses werden immens sein, die Kleinschwimmhalle ist in den vergangenen Jahren immer wieder defekt gewesen, die hat die besten Jahre hinter sich. Die Steuermehreinnahmen der vergangenen Jahre sind doch längst durch gestiegene Kosten und dringend benötigte Investitionen in die Schulen verplant. Das passt einfach nicht. </p>



<p>Und das wird Herr Ruttner und die CDU uns allen auch der Wahl auch sagen. Ohne Zuschüsse, möglicherweise sogar ohne Steuer- oder Abgabenerhöhung wird es kein Badehaus geben. Ich einem meiner letzten Beiträge habe ich die <a href="https://christianlanz.de/badehaus-oder-lehrschwimmbecken-schwimmen-in-hbm/" title="Badehaus oder Lehrschwimmbecken? Schwimmen in Horn-Bad Meinberg">Situation um das Badehaus und die Kleinschwimmhalle</a> beleuchtet. Es ist nicht unmöglich, aber sicher nicht ohne finanzielle Unterstützung des Landes oder des Bundes.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Möglichen Einfluss der KAFD verhindern</h4>



<p>Trotz des verständlichen Jubels der CDU über ihr gutes Wahlergebnis bei der Kommunalwahl, eine Mehrheit im Stadtrat haben sie derzeit nicht. Das die KAfD mit fünf Sitzen in den Stadtrat einzieht, bringt neben der schwierigen Mehrheitsfindung eine Situation in die Horn-Bad Meinberger Politik, die wir aus anderen Kontexten wie dem deutschen Bundestag zu Beginn des Jahres kennengelernt haben. </p>



<p>Eine Zusammenarbeit mit der KAfD wurde ausgeschlossen. Das ist auch gut so. Es fragt sich allerdings, ob es bereits eine Zusammenarbeit ist, wenn Anträge nur mit den Stimmen der KAfD eine Mehrheit finden. Es mag reine Spekulation sein, und man möchte hier Vertrauen, dass das so nicht kommen wird. Besser wäre es aber, wenn wir einen Bürgermeister haben, der diese potentiell möglichen Mehrheitsverhältnisse verhindert.</p>



<p>Es gilt am Sonntag, den 28.09. noch einmal für alle, die in Celil Celik den geeigneten Bürgermeisterkandidaten sehen zur Wahl zu gehen.</p><p>The post <a href="https://christianlanz.de/kommunalwahl-in-horn-bad-meinberg-stichwahl-am-28-09/">Kommunalwahl in Horn-Bad Meinberg – Stichwahl am 28.09.</a> first appeared on <a href="https://christianlanz.de">Christian Lanz</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Brunnenstrasse in Bad Meinberg ausbremsen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Lanz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Sep 2025 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Meinberg]]></category>
		<category><![CDATA[Brunnenstraße]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Brunnenstraße ist eine wichtige Wohn- und Verbindungsstraße in Horn-Bad Meinberg. Im äußeren Bereich gilt Tempo 30, im Kernbereich Tempo 20. Trotz dieser Beschränkungen wird häufig zu schnell gefahren. Dazu kommt Durchgangsverkehr, der die Straße als Abkürzung nutzt, sowie der Bring- und Holverkehr zur Grundschule Am Müllerberg. Für eine Stadt mit rund 17.000 Einwohnerinnen und [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://christianlanz.de/brunnenstrasse-in-bad-meinberg-ausbremsen/">Brunnenstrasse in Bad Meinberg ausbremsen</a> first appeared on <a href="https://christianlanz.de">Christian Lanz</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Brunnenstraße ist eine wichtige Wohn- und Verbindungsstraße in Horn-Bad Meinberg. Im äußeren Bereich gilt Tempo 30, im Kernbereich Tempo 20. Trotz dieser Beschränkungen wird häufig zu schnell gefahren. Dazu kommt Durchgangsverkehr, der die Straße als Abkürzung nutzt, sowie der Bring- und Holverkehr zur Grundschule Am Müllerberg. Für eine Stadt mit rund 17.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist das mehr als ein alltäglicher Ärger. Es geht um Sicherheit, Lebensqualität und um das Miteinander auf kurzen Wegen, denn hier kennt man sich und begegnet sich regelmäßig zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Folgen im Alltag für Anwohner, Kinder und ältere Menschen</h4>



<p>Die Folgen spüren zuerst die Menschen, die an der Straße wohnen. Höhere Geschwindigkeiten bedeuten Lärm, weniger Sicherheit beim Ein- und Ausparken und eine unsichere Überquerung der Straße. Wer mit Kindern, Kinderwagen oder Einkäufen unterwegs ist, braucht mehr Zeit und Geduld. Kinder sind besonders gefährdet, weil sie Geschwindigkeiten und Entfernungen schwer einschätzen können und in den Spitzenzeiten am Morgen und Mittag viele Bewegungen gleichzeitig stattfinden. </p>



<p>Ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität benötigen zudem mehr Zeit die Straße zu überqueren. Wenn hohes Tempo, zugeparkte Kreuzungsbereiche und fehlende Querungshilfen zusammenkommen, entsteht Unsicherheit. Manche vermeiden dann Wege zu Fuß, was der Gesundheit und der Teilhabe schadet. Entscheidend ist nicht der Durchschnitt, sondern das Tempo der Schnellsten und die Verkehrsspitzen zu Schulbeginn und Schulschluss. Genau dort entstehen Stress und riskante Situationen. Die Brunnenstraße ist ein Beispiel dafür wie Anwohnerinnen und Anwohner, Schulkinder und ältere Menschen durch den Durchgangsverkehr stark belastet werden.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="12334" height="3882" src="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_7128.jpeg" alt="Brunnenstraße" class="wp-image-611"/><figcaption class="wp-element-caption">Brunnenstraße, Ecke Müllerberg</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Was wir selbst tun können</h4>



<p>Besser wird es nicht erst mit Straßenschwellen oder festen Hindernissen auf der Fahrbahn, sondern mit unserem Verhalten. Wer Tempo 20 im Kernbereich der Brunnenstraße ernst nimmt, merkt, dass sich die eigene Fahrzeit kaum ändert, die Sicherheit jedoch deutlich steigt. Eltern können Elterntaxis reduzieren, wo es möglich ist, und kurze Wege zu Fuß oder mit dem Rad wählen. </p>



<p>Für weitere Anfahrten helfen gut markierte Kiss &amp; Go Punkte außerhalb des unmittelbaren Schulumfelds. Kreuzungen sollten frei bleiben, denn freie Sicht ist eine einfache und wirksame Sicherheitsmaßnahme. In einer kleinen Stadt sind viele Wege kurz. Das macht den Fuß und Radverkehr attraktiv und entlastet die Straße. Rücksicht, Blickkontakt und ein Moment Geduld senken die Zahl der Konflikte spürbar.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Perspektiven für Politik und Verwaltung</h4>



<p>Politik und Verwaltung können den Rahmen setzen, der zu einer Stadt dieser Größe passt. Ziel müsste es sein, Durchgangsverkehr unattraktiv zu machen, ohne die Erreichbarkeit der Anwohnenden zu verschlechtern. Dazu eignen sich <a href="https://www.forschungsinformationssystem.de/servlet/is/84788/" target="_blank" rel="noopener" title="">Modalfilter in kleinem Maßstab, etwa herausnehmbare Poller oder eine Diagonalsperre,</a> die die reine Geradeausfahrt im Kern unterbrechen, während Radfahrende, zu Fuß Gehende, Anliegerinnen und Anlieger sowie Rettungsdienste weiterhin durchkommen. Gerade versenkbare Roller sind aus meiner Sicht ein Mittel den Durchgangsverkehr auszubremsen und zugleich Rettungsfahrzeugen eine Durchfahrt im Notfall zu ermöglichen. Ergänzend lassen sich Einbahnregelungen an passenden Abschnitten prüfen, um Schleichverkehr auszubremsen und die Verkehrsströme auf die dafür vorgesehenen Hauptachsen zu lenken.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Schulweg sicher gestalten</h4>



<p>Besonders wichtig ist der Schulweg. Hier wurde in den vergangenen Jahren das <a href="https://www.vcd.org/artikel/schulstrassen-mehr-sicherheit-und-selbstbestimmte-mobilitaet-fuer-kinder" target="_blank" rel="noopener" title="">Mittel der Schulstraßen</a> für eine Steigerung der Sicherheit in vielen Städten getestet. Es lohnt sich dies auch für die Grundschule in Bad Meinberg prüfen. Eine zeitlich befristete Schulstraße am Müllerberg an Schultagen am Morgen und am Mittag schafft Ruhe in den sensibelsten Minuten. Anwohnende können mit Ausnahmen weiter fahren. Kiss &amp; Go Zonen zum Beispiel in der Brunnenstraße entlasten den unmittelbaren Schul- und OGS-Bereich, wenn sie gut markiert sind und die Schule die Abläufe mit den Eltern kommuniziert. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/09/Bild-1024x768.jpg" alt="Diagonalsperre als Teil eines Superblocks (Leipzig 2023)" class="wp-image-630" srcset="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/09/Bild-1024x768.jpg 1024w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/09/Bild-300x225.jpg 300w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/09/Bild-768x576.jpg 768w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/09/Bild-1536x1152.jpg 1536w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/09/Bild-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Diagonalsperre als Teil eines Superblocks (Leipzig 2023)</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Tempo wirksam dämpfen</h4>



<p>Damit das Tempo im Alltag wirklich sinkt, helfen bauliche Akzente an wenigen, aber gut gewählten Stellen. Aufpflasterungen und Gehwegnasen an Querungen holen Geschwindigkeit heraus und verkürzen Wege. In den Bereichen mit Tempo 30 lassen sich an einigen Punkten Geschwindigkeitskissen einsetzen, nicht flächendeckend, sondern dort, wo sie nachweislich wirken. An den Einfahrten in die Brunnenstraße erinnern möglicherweise Dialog Displays an die zulässige Geschwindigkeit und sind besonders zum Projektstart hilfreich.</p>



<p>Ordnung und Sicht tragen ebenfalls zur Sicherheit bei. Markierte und freigehaltene Kreuzungsbereiche erleichtern das Queren, Fahrradbügel an Ecken verhindern regelwidriges Parken, und einzelne Pflanzkübel können Ströme lenkend bündeln und zugleich die Aufenthaltsqualität erhöhen. So entsteht Schritt für Schritt ein ruhigeres Straßenbild, das allen zugutekommt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Messen, lernen, nachsteuern</h4>



<p>Wesentlich ist ein Vorgehen nach dem Prinzip messen, lernen, nachsteuern. Vor der Umsetzung sollte erhoben werden, wie schnell und wie viel gefahren wird und wo es zu Konflikten kommt. Nach der Umsetzung werden die gleichen Daten erneut erhoben. Eine Zwischenbilanz nach sechs Monaten könnte uns zeigen, was funktioniert und wo nachjustiert werden muss. Ein Runder Tisch mit Schule, Elternvertretung, Feuerwehr, ÖPNV und Anwohnerschaft wäre eine institutionalisierte Möglichkeit, dass Rückmeldungen zügig in Verbesserungen übersetzt werden. Dazu gehört ein einfacher und verständlicher Projektfahrplan, der erklärt, was wann und warum passiert, sowie klare Wege, um Lob und Kritik einzubringen.</p>



<p>Der Nutzen aller Anstrengungen liegt meiner Meinung nach auf der Hand. Sicherere Alltagswege schützen Kinder und ältere Menschen. Ruhigeres Wohnen reduziert Stress und Lärmspitzen. Wer sich zu Fuß und mit dem Rad wohlfühlt, bleibt vor Ort und stärkt damit Nahversorgung, Vereine und das Leben in der Stadt. Kleine und gezielte Eingriffe sind zudem kosteneffizient und passen zum knappen Budget unseres städtischen Haushalts. Sie lassen sich modular umsetzen und bei Bedarf erweitern.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Fahrplan für die nächsten Monate</h4>



<p>Ein realistischer Fahrplan könnte meines Erachtens mit einem schnellen Start in den ersten drei Monaten beginnen. Dazu gehören zum einen die Erhebung der Ausgangsdaten, sowie Gespräche mit der Schule und den Anwohnerinnen und Anwohnern. Weiterhin könnten markierte Kreuzungsbereiche, zwei rotierende Dialog Displays. Ein Testlauf für eine Schulstraße ist sicher wünschenswert und könnte zumindest angedacht werden. Hierzu bedarf es sicher auch einer Funktionsänderung des bestehenden Parkraums. Ob dies schon in den ersten Monaten möglich ist, bleibt aus meiner Sicht offen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_7126-768x1024.jpeg" alt="Brunnenstraße" class="wp-image-609" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover" srcset="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_7126-768x1024.jpeg 768w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_7126-225x300.jpeg 225w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_7126-1152x1536.jpeg 1152w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_7126-1536x2048.jpeg 1536w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_7126-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Nicht nur an Wochentagen wird es hier zu bestimmten Zeiten voll. Brunnenstraße nach dem Kreuzungsbereich Müllerberg/Krumme Straße</figcaption></figure>



<p>In den Monaten drei bis sieben sollten erste behutsame Eingriffe in den bestehenden Verkehrsfluss erfolgen. Welcher Art muss sich aus den Notwendigkeiten ergeben, welche im Vorfeld mit allen Interessengruppen festgestellt werden. Auch eine Sperrung der Brunnenstraße für den Durchgangsverkehr könnte als eine der Maßnahmen am Ende erprobt werden. Parallel sollte festgelegt werden, wie die Wirkung der Maßnahmen gemessen und transparent veröffentlicht werden sollen. </p>



<p>Zwischen dem sechsten und zwölften Monat sollte die Bilanzierung der Maßnahmen erfolgen. Die Bilanz der einzelnen Maßnahmen bildet die Grundlage für die Entscheidung, welche Elemente dauerhaft bleiben und wo eine Feinjustierung sinnvoll ist.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Schlussgedanke</h4>



<p>Verkehrsberuhigung ist kein Projekt gegen das Auto, sondern ein Projekt für Menschen. Es geht um sichere Wege, leise Wohnstraßen und ein faires Miteinander. Gerade in einer kleinen Stadt kann eine Reihe kleiner und gut begründeter Schritte spürbar viel bewegen. Wenn jeder und jede ein wenig mitmacht, die Geschwindigkeit anpasst, kurze Wege zu Fuß geht und Kreuzungen frei hält, kann die Brunnenstraße schon in wenigen Monaten deutlich an Sicherheit und Lebensqualität gewinnen. Politik und Verwaltung können dafür die passenden Instrumente bereitstellen. Wir alle füllen sie im täglichen Verkehr mit Leben.</p>



<p>In Gesprächen mit Anwohnerinnen und Anwohnern spielen neben den <a href="https://christianlanz.de/was-wird-dem-leerstand-in-bad-meinberg/" title="Was wird aus dem Leerstand in Bad Meinberg?">Leerständen, über die ich bereits in einem Beitrag geschrieben habe</a>, die Verkehrssituation in der Brunnenstraße eine wichtige Rolle. Mit den vorliegenden Überlegungen möchte ich einen Beitrag zur Debatte um den Verkehr in der Brunnenstraße liefern. Damit erhebe ich weder Anspruch auf Vollständigkeit in meinen Überlegungen, noch darauf den einzig richtigen Weg formuliert zu haben. Das Ziel einer sicheren und lebenswerten Brunnenstraße ist es jedenfalls wert an den bestehenden Verhältnissen Änderungen vorzunehmen.</p><p>The post <a href="https://christianlanz.de/brunnenstrasse-in-bad-meinberg-ausbremsen/">Brunnenstrasse in Bad Meinberg ausbremsen</a> first appeared on <a href="https://christianlanz.de">Christian Lanz</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Was wird aus dem Leerstand in Bad Meinberg?</title>
		<link>https://christianlanz.de/was-wird-dem-leerstand-in-bad-meinberg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Lanz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Sep 2025 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Meinberg]]></category>
		<category><![CDATA[Brunnenstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Leerstand]]></category>
		<category><![CDATA[Stern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zentral am Kurpark gelegen liegt ein imposantes Gebäude. Es zeugt von einer goldenen Ära Bad Meinbergs. Heute ist das in Privatbesitz befindliche Kurhaus zum Stern in Bad Meinberg verlassen, es droht der unwiderrufliche Verfall. Alle Bemühungen der Wiederbelebung sind bisher gescheitert. Als &#8222;Lost Place&#8220; erhält dieses und andere Gebäude in der Brunnenstrasse eine unrühmliche neue [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zentral am Kurpark gelegen liegt ein imposantes Gebäude. Es zeugt von einer goldenen Ära Bad Meinbergs. Heute ist das in Privatbesitz befindliche Kurhaus zum Stern in Bad Meinberg verlassen, es droht der unwiderrufliche Verfall. Alle Bemühungen der Wiederbelebung sind bisher gescheitert. Als &#8222;Lost Place&#8220; erhält dieses und andere Gebäude in der Brunnenstrasse eine unrühmliche neue Funktion. Der Leerstand ist sichtbar, ebenso der Verfall. Es kann im Interesse Bad Meinbergs sein das zu ändern. </p>



<h4 class="wp-block-heading">wir brauchen eine neue Dynamik in der Stadtentwicklung</h4>



<p>Leerstand ist nicht nur Ausdruck von Stillstand, sondern kann auch als Chance für Stadtentwicklung verstanden werden. Im Stadtteil Horn konnte in den vergangen Jahren am Marktplatz ein großer Leerstand entwickelt werden. Weitere Leerstände sollen in den nächsten Jahren von der städtischen Immobiliengenossenschaft entwickelt werden. Klar ist auch, dass dies sehr lange gedauert hat. Die Prozesse sind langwierig, die Entscheidungsfindung ebenso. Es gilt aus den Erfahrungen in Horn zu lernen. Wir brauchen mehr Tempo und Dynamik in der Entwicklung unserer Stadt. Dazu benötigen wir einen guten Plan, vor allem aber auch den Mut am Ende Entscheidungen zu treffen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Stadtentwicklung braucht Förderung</h4>



<p>Ein zentraler Baustein in Horn war die Entwicklung eines&nbsp;<strong>Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK)</strong>. Dadurch entstand zum eine Grundlage für weitere Entscheidungen, zum anderen eröffnete dies auch den Zugang zu umfangreichen&nbsp;<strong>Fördermitteln</strong>. Ohne diese Mittel wäre eine Entwicklung der Leerstände in Horn-Bad Meinberg nahezu unmöglich. </p>



<p>Wenn im kommenden Jahr das Großprojekt <a href="https://www.horn-badmeinberg.de/Aktuelles/Horn-Bad-Meinberg-erhält-weiteren-Förderbescheid-in-Millionenhöhe-für-die-Revitalisierung-des-Kotzenbergschen-Hof.php?object=tx,390.200.1&amp;ModID=7&amp;FID=449.2869.1&amp;NavID=3165.122" target="_blank" rel="noopener" title="">Kotzenbergsche Hof</a> abgeschlossen ist, dann wird dies aus meiner Sicht die Innenstadt in Horn deutlich aufwerten. Projekte mit geringerem Umfang wie die Umgestaltung des Marktplatzes und angrenzender Gebäude wie das derzeitige Bürgerbüro, werden in den darauf folgenden Jahren zu einer weiteren Attraktivitätssteigerung führen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">ISEK für BaD Meinberg</h4>



<p>Mit einem ISEK könnten auch in Bad Meinberg Projekte wie die Sanierung der Leerstände gezielt in einen größeren Rahmen eingebettet werden. So könnten die städtebauliche Aufwertung mit sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Zielsetzungen verknüpft. Ebenso wichtig ist, dass wir so auf die notwendigen Fördergelder zugreifen können. Allein aus eigener finanzieller Kraft werden wir die Leerstände in Bad Meinberg nicht entwickeln können. </p>



<p>In diesem Punkt ähnelt die Situation der des Badehauses. Ohne Geld von Bund oder Land wird keine Entwicklung der Leerstände stattfinden können. Private Investitionen sind immer verbunden mit der Aussicht auf zukünftige Gewinne. Diese Möglichkeit ganz auszuschließen ist falsch. Es braucht jedoch stets auch andere Optionen, die es zu entwickeln gilt. Ein ISEK für Bad Meinberg wäre ein solcher Plan B.</p>



<p>Durch ein ISEK qualifizieren sich Kommunen für unterschiedlichste Förderungen im Bereich der Stadtentwicklung. Damit ließe sich eine bauliche Sanierung anstoßen, aber auch die Finanzierung von Zwischennutzungen, Bürgerbeteiligung und begleitenden Infrastrukturmaßnahmen. Zudem erfordert ein ISEK geradezu die Beteiligung der Stadtgesellschaft.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Modernes Leerstandsmanagement der Verwaltung</h4>



<p>Sicher gilt es neben dem strategischen Rahmen durch ein ISEK auch innerhalb der Verwaltung weitere Anstrengungen bei der Entwicklung von Leerständen geben muss. Dazu zählt ein aktiveres Leerstandsmanagment.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_8334-768x1024.jpeg" alt="Sonneneck. Leerstand" class="wp-image-619" srcset="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_8334-768x1024.jpeg 768w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_8334-225x300.jpeg 225w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_8334-1152x1536.jpeg 1152w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_8334-1536x2048.jpeg 1536w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_8334-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sonneneck &#8211; Prominenter Leerstand in Bad Meinberg</figcaption></figure>



<p>Wesentliche Bestandteile könnten dabei unter anderem eine systematische Erfassung aller leerstehenden Gebäude in einem <strong>Leerstandsregister</strong> sein. Das schafft Transparenz und zeigt auf, wo Handlungsbedarf besteht. Daneben muss der regelmäßige Austausch mit den Eigentümern gepflegt werden. In einem solchen <strong>Kontaktmanagment</strong> sollte es primär um Beratung und Unterstützung gehen; z.B. bei Förderanträgen. </p>



<p>Wichtig ist aus meiner Sicht auch, dass Leerstände nicht mehr jahrelang ungenutzt bleiben. Es braucht <strong>Zwischennutzungskonzepte</strong>, die in Kooperation mit Vereinen, Kulturinitiativen, aber auch Start-ups kurzfristig Leerstände für eine Übergangszeit beleben. Auch <strong>Anreizsysteme</strong> könnten ein Baustein sein, die Eigentümern steuerliche oder finanzielle Anreize bietet ihre Immobilien wieder nutzbar zu machen. Da gilt es im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten kreative Lösungen zu finden.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Potenziale für Bad Meinberg</h4>



<p>Gerade Bad Meinberg als Kurort, den kulturellen Einrichtungen wie dem Kurgastzentrum und der Lage im Teutoburger Wald kann von einer aktiven Strategie profitieren. So könnte der <strong>Gesundheitstourismus</strong> durch Wellness- und Reha-Angebote in sanierten Häusern gestärkt werden. Vereinsleben und Tourismus könnten durch <strong>Kultur- und Begegnungszentren </strong>in ehemaligen Pensionen verbunden werden. Von zentraler Bedeutung hat aus meiner Sicht die Schaffung von <strong>barrierefreiem Wohnraum</strong> für junge Menschen und Familien, sowie Senioren. Denkbar sind daneben aber auch alternative Nutzung für neue  Gruppen zu schaffen wie Micro-Apartments oder Co-Working-Spaces.</p>



<p>Die Herausforderung der Leerstände sollten wir nicht länger vor uns herschieben. Mit einem integrierten Stadtentwicklungskonzept, gezielter Fördermittelakquise und einem modernen Leerstandsmanagement hat Bad Meinberg die Möglichkeit, aus Problemimmobilien Zukunftsorte zu machen. Jetzt gilt es, entschlossen zu handeln – im Rat, in der Verwaltung und mit den Bürgerinnen und Bürgern. Dafür möchte <a href="https://christianlanz.de/ich-kandidiere-fuer-den-stadtrat/" title="Ich kandidiere für den Stadtrat">ich mich im kommenden Rat einsetzten</a>. Leerstände sollten wir weniger als Altlasten ansehen, sondern als Bausteine für das Bad Meinberg von morgen.</p><p>The post <a href="https://christianlanz.de/was-wird-dem-leerstand-in-bad-meinberg/">Was wird aus dem Leerstand in Bad Meinberg?</a> first appeared on <a href="https://christianlanz.de">Christian Lanz</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Nicht füttern &#8211; Wasservögel im Kurpark Bad Meinberg schützen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Lanz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Aug 2025 05:39:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Meinberg]]></category>
		<category><![CDATA[Kurpark]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Ordnung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer durch den Kurpark Bad Meinberg spaziert, begegnet ihnen fast immer: Enten, Gänse oder auch mal Schwäne oder andere Wasservögel, die sich im Kurparksee oder am Ufer aufhalten. Viele Besucherinnen und Besucher des Kurparks erfreuen sich an den Tieren und immer wieder greifen manche aus guter Absicht zu einer Tüte Brot, um die Tiere zu [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer durch den Kurpark Bad Meinberg spaziert, begegnet ihnen fast immer: Enten, Gänse oder auch mal Schwäne oder andere Wasservögel, die sich im Kurparksee oder am Ufer aufhalten. Viele Besucherinnen und Besucher des Kurparks erfreuen sich an den Tieren und immer wieder greifen manche aus guter Absicht zu einer Tüte Brot, um die Tiere zu füttern. Doch was gut gemeint ist, richtet oft erheblichen Schaden an. Das führt verständlicherweise zu Ärger bei denen, die um die Gefahr wissen. Hier muss gehandelt werden.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Füttern von Wasservögel hat Folgen</h4>



<p>Brot und andere Speisereste sind für Wildvögel schwer verdaulich. Sie können zu Verdauungsstörungen, Unterernährung und sogar zu Erkrankungen wie Botulismus oder Salmonellen führen. So <a href="https://www.tierschutzbund.de/tiere-themen/wildtiere/entenfuetterung/" target="_blank" rel="noopener" title="">warnt der Tierschutzbund davor</a> Wasservögel wie Enten oder Gänse mit Brotresten zu füttern. Immer wieder verenden Tiere an den Folgen einer falschen Ernährung. Hinzu kommt: Futterreste locken Ratten an und verschmutzen Gewässer und Parkflächen.</p>



<p>Ein weiteres Problem ist die unnatürliche Konzentration von Vögeln an wenigen Orten. Durch die regelmäßige Fütterung verlieren die Tiere ihren natürlichen Nahrungssuchtrieb und sammeln sich in großer Zahl dort, wo Menschen Futter anbieten. Das fördert Auseinandersetzungen unter den Tieren, erhöht den Krankheitsdruck und führt langfristig zu einem Ungleichgewicht im ökologischen System des Kurparks. Auch das <a href="https://www.bund-koeln.de/tipps-faqs/voegel/wasservoegel-fuettern/" target="_blank" rel="noopener" title="">Gewässer selbst kann Schaden nehmen, worauf die NABU-Kreisgruppe Köln hinweist</a>. Brotreste faulen am Grund, fördern so das Algenwachstum und bringen den Kurparksee aus dem Gleichgewicht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/08/ducks-7312081_1280-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-599" srcset="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/08/ducks-7312081_1280-1024x682.jpg 1024w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/08/ducks-7312081_1280-300x200.jpg 300w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/08/ducks-7312081_1280-768x512.jpg 768w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/08/ducks-7312081_1280.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/jatocreate-5529266/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=7312081">Joshua Choate</a> auf <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=7312081">Pixabay</a></figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Verantwortung der Besucherinnen und Besucher</h4>



<p>Der Kurpark Bad Meinberg ist ein Ort der Erholung – für Menschen und für Tiere. Wer hier spazieren geht, kann die Wildvögel in ihrem natürlichen Verhalten beobachten. Damit das so bleibt, ist es wichtig, auf das Füttern zu verzichten.<br>Stattdessen lohnt sich der Blick auf die Tiere aus angemessener Distanz. So bleibt der Kurparksee ein sicherer Lebensraum für die Vögel und ein sauberer, attraktiver Ort für die Menschen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Politik und Verwaltung sind gefragt</h4>



<p>Natürlich liegt die Verantwortung nicht allein bei den Parkbesucherinnen und -besuchern. Auch die Stadtverwaltung und die Kommunalpolitik müssen aktiv werden. In vielen anderen Städten haben sich Hinweisschilder, Aufklärungskampagnen und klare Regeln bewährt, um unsachgemäße Fütterung zu verhindern. In Köln beispielsweise kann die ordnungswidrige Fütterung von Wasservögeln bis zu 1000 Euro kosten. Auch Horn-Bad Meinberg wäre es sinnvoll, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen: von gut sichtbaren Hinweisen im Kurpark über Informationsangebote bis hin zu gezielten Kontrollen. Während erklärende Hinweisschilder einen ersten umsetzbaren Schritt darstellen, sollte auch geprüft werden, ob neben Kontrollen auch präventive Maßnahmen umsetzbar sind.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/08/ducks-7932329_1280-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-600" srcset="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/08/ducks-7932329_1280-1024x683.jpg 1024w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/08/ducks-7932329_1280-300x200.jpg 300w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/08/ducks-7932329_1280-768x512.jpg 768w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/08/ducks-7932329_1280.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild von <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=7312081">Pixabay</a></figcaption></figure>



<p>Das Füttern von Enten, Gänsen und Schwänen im Kurpark Bad Meinberg mag gut gemeint sein, schadet aber den Tieren und der Umwelt. Ein bewusster Verzicht schützt die Wasservögel und erhält den Kurpark als einen Ort der Ruhe, Natur und Erholung. Gleichzeitig ist es eine Aufgabe für Politik und Verwaltung, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen und Aufklärung zu leisten. Dafür möchte <a href="https://christianlanz.de/start/ueber/" title="Erfahren Sie mehr über mich">ich mich heute und in Zukunft einsetzen</a>.</p><p>The post <a href="https://christianlanz.de/nicht-fuettern-wasservoegel-im-kurpark-bad-meinberg-schuetzen/">Nicht füttern – Wasservögel im Kurpark Bad Meinberg schützen</a> first appeared on <a href="https://christianlanz.de">Christian Lanz</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Badehaus oder Lehrschwimmbecken? Schwimmen in Horn-Bad Meinberg</title>
		<link>https://christianlanz.de/badehaus-oder-lehrschwimmbecken-schwimmen-in-hbm/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Lanz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jul 2025 15:13:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Meinberg]]></category>
		<category><![CDATA[Badehaus]]></category>
		<category><![CDATA[Horn]]></category>
		<category><![CDATA[Schwimmbäder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Diskussion um die Schwimmflächen in der Stadt geht nach dem letzten Ratsbeschluss und einer Bürgerversammlung der IG Badehaus in die nächste Runde. Vom Erhalt des Badehauses auf Kosten des Lehrschwimmbeckens am Schulzentrum in Horn, einem Neubau des Lehrschwimmbeckens mit angeschlossenes Turnhalle auf Kosten des Badehauses, bis hin zur Forderung beides zu ermöglichen alles dabei. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Diskussion um die Schwimmflächen in der Stadt geht nach dem letzten Ratsbeschluss und einer Bürgerversammlung der IG Badehaus in die nächste Runde. Vom Erhalt des Badehauses auf Kosten des Lehrschwimmbeckens am Schulzentrum in Horn, einem Neubau des Lehrschwimmbeckens mit angeschlossenes Turnhalle auf Kosten des Badehauses, bis hin zur Forderung beides zu ermöglichen alles dabei. Über allem schwebt das Damocles-Schwert unzureichender städtischer Finanzen und der bedauerlicherweise erst nach der Kommunalwahl abgeschlossenen Gutachten zum Finanzbedarf für alle im Raum stehenden Varianten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Drei Gutachten sollen Klarheit schaffen</h4>



<p>In der Stadtratssitzung am 17.06.25 wurde formal besiegelt, was schon davor im Raum stand. Die Verhandlungen mit Interspa werden nicht vorgesetzt, die entsprechende Ausschreibung wurde aufgehoben. Damit verbleibt die Interessengemeinschaft mit ihrem bekundeten Interesse den Betrieb des Badehauses zu übernehmen als eine Option übrig. </p>



<p>Daneben, auch wenn kaum jemand darüber sprechen möchte, verbleibt die Möglichkeit die Pläne einer Wiederaufnahme des Badebetriebs vollends zu begraben. Angesichts der finanziellen Lage der Stadt eine keineswegs abwegige Möglichkeit.</p>



<p>Die weiteren Beschlüsse des Stadtrats sind aus meiner Sicht nicht weniger bedeutend. Im Grunde soll das durch die IG Badehaus ins Spiel gebrachte Unternehmen, welches im Bereich Schwimmbäder Erfahrungen in der Projektsteuerung hat, beauftragt werden drei Gutachten zu erarbeiten und vorzulegen. Mit den drei Gutachten sollen am Ende drei Fragen beantwortet werden.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Erstens:</strong> Was kostet eine vorübergehende Inbetriebnahme? Sprich, welche Kosten fallen durch die Arbeiten am Badehaus an, die für einen sicheren Betrieb der Anlage notwendig sind.</li>



<li><strong>Zweitens: </strong>Was kostet eine grundhafte Sanierung des Badehauses? Sprich, welche mittel- bis langfristigen Investitionen sind notwendig, um das Badehaus nachhaltig für die kommenden Jahrzehnte betreiben zu können.</li>



<li><strong>Drittens:</strong> Was kostet der Neubau einer Schwimmhalle am Schulzentrum? Sprich, welche finanziellen Mittel müsste die Stadt dafür aufbringen ein neues Lehrschwimmbecken für das Schulschwimmen zu bauen. </li>
</ul>



<h4 class="wp-block-heading">Gutachten erst nach der Wahl</h4>



<p>Nun hat es in der Vergangenheit bereits Gutachten gegeben. Das Problem war nur, dass diese von der einen oder anderen Seite nicht akzeptiert waren. Wenn es jedoch keine gemeinsame, faktenbasierte Entscheidungsgrundlage gibt, kann es keine für alle nachvollziehbare Entscheidung geben. Immer wird die eine oder andere Seite die auf einer angeblich falschen Grundlage basierenden Basis kritisieren und am Ende nicht akzeptieren. Es macht daher durchaus Sinn einen letzten Anlauf zu machen und nun Gutachten in Auftrag zu geben, deren Ergebnis von allen anerkannt wird. Das scheint nun durchaus der Fall zu sein.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5648-768x1024.jpeg" alt="Lehrschwimmbecken am Schulzentrum. Alternative zum Badehaus?" class="wp-image-584" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover" srcset="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5648-768x1024.jpeg 768w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5648-225x300.jpeg 225w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5648-1152x1536.jpeg 1152w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5648-1536x2048.jpeg 1536w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5648-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">In die Jahre gekommen. Das Lehrschwimmbecken am Schulzentrum Horn</figcaption></figure>



<p>Bedauerlich ist, dass die Ergebnisse nicht wie ursprünglich zugesagt noch vor der Kommunalwahl vorliegen werden. Man könnte sagen, dass einerseits betriebliche Abläufe des beauftragten Unternehmens eine zügige Bearbeitung behindern und andererseits die bereitgestellten Mittel möglicherweise nicht zur Beantwortung aller drei Fragen ausreichen. Am Ende spricht einiges dafür, dass wir die so dringend benötigten Antworten erst im Herbst, möglicherweise sogar erst noch später erhalten. Ergebnis: Versprechungen werden vor der Wahl gemacht, deren Einhaltung heute niemand garantieren kann.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Auch Ohne neue Gutachten: Es wird Teuer</h4>



<p>Wie leichtfertig heute eine schnelle Inbetriebnahme versprochen wird, oder wie auf der letzten Bürgerversammlung der IG von Seiten einer Politikerin zusätzlich zum Betrieb des Badehauses der Neubau des Schwimmbads am Schulzentrum gefordert wird, lässt sich verwundert zurück. Betrachtet man die bereits vorhandenen Gutachten, dann ist bei allen Unstimmigkeiten zumindest eine Sache von keiner Seite nie ernsthaft bestritten worden. Die Sanierung und der Betrieb des Badehauses kostet viel Geld. </p>



<p>Im Gegenteil hat Herr Brandt, der Geschäftsführer des nun beauftragten Unternehmens Constrata, in einer ersten von der IG Badehaus beauftragten Begehung des <a href="https://christianlanz.de/badehaus-bad-meinberg-geht-es-weiter-ohne-interspa/" title="Badehaus Bad Meinberg – Geht es weiter ohne Interspa?">Investitionsbedarf auf ca. 8 Millionen Euro</a> geschätzt. Er bestätigte den Investitionsbedarf des Gutachtens aus dem Jahr 2019, verdoppelte den Betrag noch aufgrund der Inflation. Ob die Stadt dazu in der Lage ist hängt natürlich davon ab, ob Fördermittel beschafft werden können und wie gering der städtische Anteil an Investitionen und Zuschüssen für die Betriebskosten ist. Der finanzielle Spielraum ist eher klein als groß.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Finanzierung ungewiss</h4>



<p>Angesichts dieser schon heute vorliegenden Fakten, ist es aus meiner persönlichen Sicht unverantwortlich zu diesem Zeitpunkt den Bürgerinnen und Bürgern einen Betrieb des Badehauses in Aussicht zu stellen ohne darüber zu sprechen wie das Ganze finanziert werden soll. Die zentrale Frage möchte niemand diskutieren: Was wären wir als Stadtgemeinschaft bereit für das Badehaus zu zahlen?</p>



<p>Es reicht nicht die Hoffnung mit Verweis auf die &#8222;Schwimmbad-Milliarde&#8220;, die der Bund für die Sanierung von Schwimmbädern zur Verfügung stellen will, am Leben zu halten. Es mag sicher sein, dass etwas vom Bund kommt. Am Ende bleibt die Hoffnung, dass die in Aussicht gestellte Förderung von Schwimmstätten ausreichen wird. Von einem notwendigen Eigenanteil der Stadt an den Investitionen und dem laufenden Betrieb mag derzeit niemand offen reden.</p>



<p>Über die Kosten für den laufenden Betrieb ist derzeit noch nicht viel bekannt. Die IG Badehaus ist jedoch in ihren Planungen zur Art und Weise der Organisation des Betriebs dankenswerterweise heute weiter. Keine Genossenschaft, wie noch im letzten Jahr und auf der letzten Bürgerversammlung soll den Betrieb führen, sondern eine Badehaus GmBH soll es werden. </p>



<p>Zwei Gesellschafter soll diese GmbH haben. Hauptgesellschafter wird ein noch zu gründender Verein sein, dem möglichst viele Bürgerinnen und Bürger beitreten sollen. Daneben soll die <a href="https://www.schwimmschule-schumacher.de" target="_blank" rel="noopener" title="">Schwimmschule Schumacher</a> GmbH als zweiter Gesellschafter den Betrieb des Badehauses übernehmen. Sie stellen die Expertise und das Personal für einen reibungslosen Ablauf. Welche Kosten dafür der Badehaus GmbH in Rechnung gestellt werden, konnte Herr Schumacher auf der Bürgerversammlung verständlicherweise noch nicht seriös beantworten; zumal er erst seit kurzem im Austausch mit der IG Badehaus steht.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Maximalforderungen helfen nicht</h4>



<p>Was sich aber richtigerweise abzeichnet ist, dass in weiten Teilen die Überzeugung vorherrscht nur eines der im Stadtgebiet vorhandenen Hallenbäder dauerhaft betreiben zu können. Alles andere ist angesichts der finanziellen Situation unseriös. Wer sich hinstellt und zwei Hallenbäder für Horn-Bad Meinberg fordert, hat den Boden wahrhaftiger Politik verlassen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5647-768x1024.jpeg" alt="Lehrschwimmbecken, innen. Mit höhenverstellbaren Beckenboden. Badehaus" class="wp-image-583" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover" srcset="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5647-768x1024.jpeg 768w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5647-225x300.jpeg 225w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5647-1152x1536.jpeg 1152w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5647-1536x2048.jpeg 1536w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5647-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der höhenverstellbare Boden des Lehrschwimmbeckens. Ideal für Schulkinder um schwimmen zu lernen.</figcaption></figure>



<p>Wir als Stadtgemeinschaft können meiner Ansicht nach froh sein, wenn wir uns neben den drei Freibädern (einem städtischen und zwei über Fördervereine betrieben) ein einziges Hallenbad nachhaltig leisten können ohne unsere Pflichtaufgaben zu vernachlässigen. Neben dem Badehaus zusätzlich den Neubau eines Lehrschwimmbeckens ins Gespräch zu bringen, als seien die finanziellen Mittel kein Problem, ist Populismus.</p>



<details class="wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow"><summary><span style="caret-color: rgb(0, 0, 0); color: rgb(0, 0, 0); font-family: -webkit-standard; font-size: medium; white-space: normal;">In ganz Deutschland gibt es noch rund 3000 Hallenbäder in ca. 11.000 Kommunen (2000 Städte und 9000 Gemeinden) Im Schnitt gibt es in den Kommunen ca. 0,27 Hallenbäder.</span></summary>
<p></p>
</details>



<h4 class="wp-block-heading">Alternativen Denken</h4>



<p>Anstatt populistische Forderungen zu formulieren, könnten auch Alternativen untersucht werden. Anstatt den Versuch zu unternehmen Schwimmflächen im Alleingang für die Stadt zu sichern, könnte man auch analog zu anderen Themenfeldern auf interkommunale Zusammenarbeit setzen. Denn das Thema Schulschwimmen beschäftigt am Ende nicht nur die Stadt Horn-Bad Meinberg. auch andere Städte und Gemeinden im Umkreis haben das Problem teurer Schwimmflächen und des öffentlichen Interesses Schulschwimmen zu sichern.</p>



<p>Im Zuge meiner Beschäftigung mit diesem Thema bin ich auf ein Praxisbeispiel gestoßen, was aus meiner Sicht das Potential hat eine echte Alternative zu sein. In der Gemeinde <a href="https://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/kommunales/detailansicht-kommunales/artikel/ein-hallenbad-sieben-kommunen.html#topPosition" target="_blank" rel="noopener" title="">Geretsried im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen</a> entstand für den Schwimmsport ein interkommunales Schwimmbad, dass von sieben Gemeinden mitfinanziert wird. Auch dieses Konzept ist mit erheblichen Kosten verbunden, doch ist es allemal eine Überlegung wert unsere Nachbarkommunen mitzudenken.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Badehaus oder Lehrschwimmbecken?</h4>



<p>Machen was geht. Mehr bleibt uns am Ende in der kommunalen Politik nicht übrig. Das heißt aus meiner Sicht den jetzt eingeschlagenen Weg zunächst weiter zu gehen. Die Gutachten werden uns, so die allgemeine Hoffnung, belastbare Zahlen vorlegen. Auf deren Grundlage gilt es dann mit dem, was uns an finanziellen Mitteln zur Verfügung steht, zu machen was geht. </p>



<p>Das kann bedeuten, wir werden uns das Badehaus oder ein neues Lehrschwimmbecken am Schulzentrum leisten können. Das kann bedeuten, wir werden uns weder das eine noch das andere leisten können, wenn wir die bestehende finanzielle Situation nicht verbessern können. Das könnte aber auch bedeuten, dass wir uns nach Alternativen umschauen müssen. Aus meiner Sicht gilt es am Ende abzuwägen zwischen dem, was wünschenswert ist, dem, was machbar ist und dem, was Aufgabe der Stadt ist. Sollte da die Priorität beim Badehaus oder dem Lehrschwimmbecken und der seit langem notwendigen Turnhalle am Schulzentrum liegen?</p><p>The post <a href="https://christianlanz.de/badehaus-oder-lehrschwimmbecken-schwimmen-in-hbm/">Badehaus oder Lehrschwimmbecken? Schwimmen in Horn-Bad Meinberg</a> first appeared on <a href="https://christianlanz.de">Christian Lanz</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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