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	<title>Badehaus - Christian Lanz</title>
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	<description>Kommunalpolitik f&#252;r Horn-Bad Meinberg</description>
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	<title>Badehaus - Christian Lanz</title>
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		<title>Badehaus Bad Meinberg: Warum ein &#8218;Weiter so&#8216; die ganze Stadt teuer zu stehen kommen kann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Lanz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Feb 2026 18:19:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Meinberg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie entscheidet eine Stadt, wenn der Spielraum fehlt? Die Debatte um das Badehaus in Bad Meinberg ist aus meiner Sicht längst mehr als ein Streit um ein Gebäude – sie steht beispielhaft für die finanzielle Not vieler Kommunen in NRW. Angesichts eines Defizits von fast 12 Millionen Euro in 2026 stellt sich die Frage: Wie [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie entscheidet eine Stadt, wenn der Spielraum fehlt? Die Debatte um das Badehaus in Bad Meinberg ist aus meiner Sicht längst mehr als ein Streit um ein Gebäude – sie steht beispielhaft für die finanzielle Not vieler Kommunen in NRW. Angesichts eines Defizits von fast 12 Millionen Euro in 2026 stellt sich die Frage: Wie viel Daseinsvorsorge kann sich Horn-Bad Meinberg noch leisten?</p>



<p>Die am vergangenen Dienstag im Haupt- und Finanzausschuss gefällte Entscheidung, noch einmal 200.000 Euro für Prüfverfahren auszugeben, führt uns an einen kritischen Punkt. Investieren wir hier in eine echte Lösung oder kaufen sich der Bürgermeister Michael Ruttner und die CDU lediglich Zeit, um eine politisch schwierige Entscheidung hinauszuzögern, obwohl die Fakten eigentlich schon feststehen?</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die ökonomische Realität: Ein Haushalt am Abgrund</h4>



<p>Ein Blick auf die Zahlen zeigt die ganze Härte der Lage: Die Stadt Horn-Bad Meinberg startet mit einer schweren Hypothek in das Jahr 2026. Bei einem Fehlbetrag von 12 bis 15 Millionen Euro ist der finanzielle Spielraum nicht nur eng – er ist praktisch nicht mehr vorhanden. Für riskante Experimente oder teure Investitionen auf gut Glück ist in der Stadtkasse schlicht kein Platz mehr. Jede Maßnahmen muss sicher das Ziel erreichen. </p>



<p>Dabei ist unsere Stadt kein Einzelfall. Horn-Bad Meinberg teilt das Schicksal vieler Kommunen, die zwischen steigenden Sozialausgaben, den massiven Preissprüngen im Bausektor und wegbrechenden Gewerbesteuern zerrieben werden. Die Kommunen sind chronisch unterfinanziert, die eigenen Möglichkeit beschränkt. Es ist ein strukturelles Problem, das uns nun beim Badehaus zu einer Realität zwingt, die weh tut, aber nicht ignoriert werden kann.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Strukturelle Defizite und die Belastung des Ergebnishaushalts</h4>



<p>Ein Haushaltsdefizit dieser Größenordnung und eine drohende Haushaltssicherung im kommenden Jahr bedeutet für Horn-Bad Meinberg, dass nahezu jede freiwillige Leistung auf dem Prüfstand stehen wird. Die Investition in ein sanierungsbedürftiges Objekt wie das Badehaus muss daher nicht nur gegen andere dringende Projekte, wie die Instandhaltung von Schulen und anderer öffentlicher Gebäude oder den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur, abgewogen werden, sondern auch im Lichte der langfristigen finanziellen Lasten betrachtet werden.</p>



<details class="wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow"><summary>Zusammenstellung wichtiger Kennzahlen und ihrer Relevanz für das Badehaus</summary>
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<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th>Kennzahl</th><th>Wert (Prognose 2026)</th><th>Relevanz für das Badehaus</th></tr></thead><tbody><tr><td>Haushaltsdefizit</td><td>ca. 12.000.000 €</td><td>Schränkt Handlungsfähigkeit massiv ein</td></tr><tr><td>Geplante Prüfungsgebühr</td><td>200.000 €</td><td>Belastung ohne unmittelbaren Mehrwert</td></tr><tr><td>Kalkulierte Sanierungskosten</td><td>25.700.000 €</td><td>Wirtschaftlich nicht darstellbar&nbsp;</td></tr><tr><td>Geschätzt Interimskosten</td><td>1.650.000 €</td><td>Hohes Risiko, umkalkulierbare Nachforderungen</td></tr><tr><td>Jährliche Kurorthilfe</td><td>ca. 12.900.000 € (Pool)</td><td>Begrenzte Mittel für Infrastruktur</td></tr><tr><td></td><td></td><td></td></tr></tbody></table></figure>
</div>
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</details>



<p>Die nüchterne Wahrheit ist: Wir leben als Stadt über unsere Verhältnisse. Selbst die Zuweisungen vom Land für 2026 reichen bei weitem nicht aus, um die tiefen Löcher in unserem Haushalt zu stopfen. Das liegt nicht allein an Entscheidungen der Vergangenheit. Hier haben Bund und Land ihren Teil beigetragen, indem Sie Aufgaben ohne ausreichende finanzielle Deckung an die Kommunen übertragen haben. Beispiele? Rechtsanspruch offener Ganztag, Rückkehr nach G9, Ausgaben im Sozialbereich. Und dennoch zwingt uns die Lage zu einer harten Priorisierung, die kaum Platz für das Wünschbare lässt. Da hilft es am Ende nicht, auch wenn der Hinweis natürlich richtig ist, auf Land oder Bund zu warten.</p>



<p>Vielmehr muss in dieser Situation jede Ausgabe doppelt hinterfragt werden: Hilft sie uns aktiv dabei, die Finanzen wieder in den Griff zu bekommen? Handelt es sich um eine rechtlich zwingende Pflichtaufgabe wie zum Beispiel Schulen, Kitas oder Brandschutz? Wenn beides nicht zutrifft, steht ein Projekt – so schmerzhaft das im Einzelfall auch sein mag – unter dem dringenden Verdacht der Unwirtschaftlichkeit. Insbesondere dann, wenn Projekte keine Fördermittel erwarten dürfen und am Ende allein aus dem städtischen Haushalt finanziert werden müssen. Das ist leider bei einem Interimsbetrieb der Fall.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Technische Bestandsaufnahme: Das TGAlytics-Gutachten als Zäsur</h4>



<p>Man kann es sich wie das Nervensystem eines Körpers vorstellen: Die technische Ausstattung – von der Wasseraufbereitung bis zur Lüftung – hält ein Schwimmbad am Leben. Doch der <a href="https://horn-badmeinberg.ratsinfomanagement.net/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZagssGsEHzsnmw7P7IgIGhwt3FOtRP-NjnCAOMfMzL26/Anlage_1_zur_Mitteilung_VL-31-25-30_Bericht_Bestandsanalyse_Wiederinbetriebnahme.pdf" target="_blank" rel="noopener" title="">Bericht von <em>TGAlytics</em> aus dem November 2025</a> macht unmissverständlich klar, dass dieses System am Ende ist. Die Bestandteile haben die reguläre Lebensdauer überschritten. Das heißt natürlich nicht, dass alles auseinander bricht, es bedeutet aber, dass wir damit rechnen müssen. Wir bewegen uns hier an der Grenze dessen, was die technischen Anlagen hergeben und damit auch an der Grenze dessen, was durch einen fortlaufenden Reparaturbetrieb finanziell zu verantworten ist.</p>



<p>Die Gutachten, die von allen mit dem Thema befassten noch einmal eingefordert wurden, sind weit mehr als bloße Empfehlungen für die Akten. Wir können nicht einfach darüber hinweggehen. Sie sind fundierte Warnungen. Wer sie ignoriert, nimmt ein unkalkulierbares Risiko in Kauf: Den plötzlichen, technischen Kollaps der gesamten Anlage.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Unkalkulierbare Risiken im Dauerbetrieb</h6>



<p>Der Gutachter stellt unmissverständlich fest, dass ein störungsfreier Betrieb der technischen Anlagen nicht garantiert werden kann. Die Problematik liegt in der Materialermüdung und der Korrosion der über Jahrzehnte beanspruchten Rohrsysteme. Sobald eine Anlage, die über einen längeren Zeitraum stillgelegt war, wieder unter Last gefahren wird, steigt die Wahrscheinlichkeit von Pumpenausfällen und Rohrbrüchen exponentiell an.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2026/02/akiragiulia-water-heater-1060755_1280-1024x682.jpg" alt="Symbolbild Heizungsrohre" class="wp-image-729" srcset="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2026/02/akiragiulia-water-heater-1060755_1280-1024x682.jpg 1024w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2026/02/akiragiulia-water-heater-1060755_1280-300x200.jpg 300w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2026/02/akiragiulia-water-heater-1060755_1280-768x512.jpg 768w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2026/02/akiragiulia-water-heater-1060755_1280.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Image by <a href="https://pixabay.com/users/akiragiulia-1597753/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1060755">akiragiulia</a> from <a href="https://pixabay.com//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1060755">Pixabay</a></figcaption></figure>



<p>Die veranschlagte Summe von 1,65 Millionen Euro für einen Interimsbetrieb muss daher als eine Untergrenze betrachtet werden, die lediglich die offensichtlichen Mängel behebt, jedoch keine Vorsorge für die im Gutachten prognostizierten &#8222;weiteren Defekte im Dauerbetrieb&#8220; trifft. In der Praxis bedeutet das: Die Stadt Horn-Bad Meinberg Gefahr läuft, eine Dauerbaustelle zu finanzieren, bei der jede Reparatur neue Schwachstellen im System offenlegt. Im kleineren Maßstab können wir das alle beim Lehrschwimmbecken in Horn erleben.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Die Schadstoffproblematik: Ein unüberwindbares Hindernis für die Effizienz</h6>



<p>Ein besonders kritischer Aspekt des TGAlytics-Berichts betrifft die Schadstoffbelastung der Bausubstanz. In Gebäuden dieser Ära ist die Verwendung von asbesthaltigen Materialien oder PCB-belasteten Fugendichtstoffen keine Seltenheit. Im Falle des Badehauses führt dies dazu, dass im Gutachten explizit von einer Dämmung der Heizungsrohre abgeraten wird. Jede Berührung dieser Bauteile würde aufwendige Sanierungsmaßnahmen unter strengsten Arbeitsschutzauflagen nach sich ziehen, was die Kosten für eine einfache Instandsetzung in die Höhe treiben würde.</p>



<p>Daraus ergibt sich ein ökologisches und ökonomisches Paradoxon: Die Stadt soll den Betrieb eines Gebäudes finanzieren, bei dem eine energetische Optimierung technisch blockiert ist. Die Empfehlung des Gutachters, die daraus resultierenden Wärmeverluste schlicht &#8222;hinzunehmen&#8220;, steht im krassen Widerspruch zu den Klimaschutzzielen des Landes NRW und der Bundesrepublik Deutschland. In einer Zeit, in der Kommunen zur Erstellung von Wärmeplänen und zur drastischen Reduktion von CO2-Emissionen verpflichtet sind, wäre ein Interimsbetrieb des Badehauses das falsche Signal. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Illusion der Interimslösung: Kosten und Nutzen im Vergleich</h4>



<p>Der am Dienstag im HFA von CDU, AfD und Grünen beschlossene Verwaltungsvorschlag, 200.000 Euro für eine Funktionsprüfung freizugeben, um die Machbarkeit eines 3 bis 5 jährigen, andere sagen 5 bis 8 jährigen Interimsbetriebs zu untersuchen, basiert auf der Hoffnung, Zeit zu gewinnen. Doch diese Zeit ist teuer erkauft. Eine detaillierte Betrachtung der Kostenstrukturen zeigt, dass eine Interimslösung die teuerste aller Optionen sein könnte.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Die wahren Kosten der Warteschleife</h6>



<p>Die investiven Kosten für den Interimsbetrieb werden auf 1,65 Millionen Euro geschätzt. Rechnet man die 200.000 Euro Prüfkosten hinzu, ergibt sich eine Summe von 1,85 Millionen Euro für mittlere Betriebsdauer von 60 Monaten. Dies entspricht einer monatlichen Belastung von rund 30.800 Euro – allein für die Bereitstellung der Technik, ohne Personal, Wasser, Chemie oder Energie. Dabei setzen wir voraus, dass keine zusätzlichen Reparaturen im laufenden Betrieb auftauchen.</p>



<details class="wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow"><summary>Ökonomische Bewertung einzelner Kostenkomponenten</summary>
<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th>Kostenkomponente</th><th>Betrag</th><th>Ökonomische Bewertung</th></tr></thead><tbody><tr><td>Prüfungsbidget (geplant)</td><td>200.000 €</td><td>Sunk Costs ohne investiven Gegenwert</td></tr><tr><td>Basisinstandsetzung Interim</td><td>1.650.000 €</td><td>Mindestinvestition bei hohem Ausfallrisiko</td></tr><tr><td>Vollsanierung (langfristig)</td><td>25.700.000 €</td><td>Unwirtschaftlich im Vergleich zum Neubau</td></tr><tr><td>Betriebskosten (jährlich)</td><td>unzureichend kalkuliert</td><td>Verlust durch fehlende Dämmung</td></tr></tbody></table></figure>
</details>



<p>Das Argument, man müsse prüfen, um eine Entscheidungsgrundlage zu haben, ignoriert, dass die wesentlichen Parameter bereits bekannt sind. Der technische Zustand ist dokumentiert, die energetischen Mängel sind benannt und das Haushaltsdefizit ist beziffert.&nbsp;Eine weitere Prüfung ist daher weniger eine Informationsbeschaffung als vielmehr eine Form der Realitätsverweigerung angesichts unangenehmer Wahrheiten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Neubau-Alternative: Lehren aus dem &#8222;Modell Verl&#8220;</h4>



<p>In der Diskussion um das Badehaus, wird spätestens seit das 60.000 € Gutachten zum Badehaus da ist, der Neubau eines Hallenbades als Alternative vorgeschlagen. So wurde dann auch in der Verwaltungsvorlage diese Option aufgegriffen. Ein Neubau in Verl wurde als Referenzpunkt herangezogen. Eine nähere Betrachtung dieses Projekts verdeutlicht, warum ein Neubau gegenüber einer Sanierung im Bestand fast immer die überlegene Strategie darstellt.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Energieeffizienz und technologische Überlegenheit</h6>



<p>Das <a href="https://www.verl.de/stadt-zukunft/stadtentwicklung/bauprojekt-gesamtschule-und-hallenbad.html" target="_blank" rel="noopener" title="">Hallenbad in Verl</a> wurde als modernes, funktionales Gebäude konzipiert, das konsequent auf Nachhaltigkeit setzt. Ein besonderes Highlight ist die innovative Photovoltaik-Anlage an Dach und Fassade, die einen erheblichen Teil des elektrischen Energiebedarfs direkt vor Ort deckt.&nbsp;Im Gegensatz zum Badehaus, das Energie buchstäblich verschwendet, produziert ein Neubau Energie oder nutzt sie hocheffizient.&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Eigenstromerzeugung:</strong>&nbsp;In Verl können bilanziell ca. 41 % des elektrischen Bedarfs (104 MWh/Jahr) durch PV-Anlagen gedeckt werden.</li>



<li><strong>Geringe Wartung:</strong>&nbsp;Ein Neubau bietet für die ersten Jahre Planungssicherheit durch Gewährleistungsansprüche und moderne, wartungsarme Technik.</li>



<li><strong>Barrierefreiheit:</strong> Während die Barrierefreiheit des Badehaus im Bestand möglicherweise verbessert werden müsste, ist dies bei einem Neubau von vornherein integriert.</li>
</ul>



<h6 class="wp-block-heading">Kostenvergleich und Förderfähigkeit</h6>



<p>Ein Neubau wird verwaltungsseitig für Horn-Bad Meinberg auf ca. 17 Millionen Euro (Referenz Hallenbad in Verl) geschätzt. Dies liegt deutlich unter den 25,7 Millionen Euro, die für eine Kernsanierung des Badehauses veranschlagt werden müssten. Zudem ist ein Neubau, der moderne Energiestandards erfüllt, wesentlich einfacher durch Landes- oder Bundesmittel förderfähig. Programme wie das Sportstätteninvestitionsprogramm des Landes NRW unterstützen Projekte, die langfristige Wirtschaftlichkeit und ökologischen Mehrwert bieten. Eine Sanierung eines ökologisch ineffizienten Bestandsbaus hingegen gilt als unwirtschaftlich und riskiert somit keine oder nur geringe Zuschüsse.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Soziale Dimension und bürgerschaftliches Engagement</h4>



<p>Es ist unbestritten, dass das Badehaus eine hohe emotionale und soziale Bedeutung für Bad Meinberg hat. Eine Petition mit über 5.000 Unterschriften unterstreicht den Wunsch der Bevölkerung nach einem Erhalt der Einrichtung. Insbesondere für den Rehasport und die Rheumaliga war das Badehaus zentrale Anlaufstelle, für den privaten Schwimmunterricht von Kindern ebenso.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Der Konflikt zwischen Bedarf und Finanzierbarkeit</h6>



<p>Die Stadt steht vor dem Problem, dass das Angebot an Wasserflächen insgesamt unzureichend ist. Das Lehrschwimmbecken im Ortsteil Horn ist ebenfalls als marode eingestuft.&nbsp;Das Badehauses ohne eine adäquate Alternative für immer abzuschreiben verstetigt eine Versorgungslücke, die insbesondere ältere Menschen, aber auch Kinder hart trifft.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p>Dennoch sollte der offensichtliche und als dringlich formulierte Bedarf nicht dazu führen, dass ökonomische Grundsätze über Bord geworfen werden. Die Frage ist nicht, <em>ob</em> Bad Meinberg Wasserflächen benötigt, sondern <em>wie</em> diese nachhaltig und finanzierbar bereitgestellt werden können. Ein sanierungsbedürftiges Badehaus, das jederzeit aufgrund eines technischen Defekts final ausfallen kann, bietet keine verlässliche Grundlage für den Rehasport oder den Schwimmunterricht. Es braucht eine nachhaltige Entscheidung, die weniger emotional getroffen wird, sondern im Interesse der gesamten Stadt auf ökonomischen Tatsachen beruht.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Strategische Analyse der Entscheidungsfindung im Rat</h4>



<p>Die bevorstehende Entscheidung im Rat der Stadt Horn-Bad Meinberg über den Haushalt für 2026 und über die 200.000 Euro ist eine Weichenstellung für die gesamte Stadtentwicklung. Hierbei müssen zwei Denkschulen gegeneinander abgewogen werden: die &#8222;Politik der kleinen Schritte&#8220;, die mit der Interimslösung eng verbunden ist und die &#8222;Strategie des mutigen Schnitts&#8220;, die auf einen Neubau und die Konzentration des Schwimmens am Schulstandort abzielt.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Das Risiko der Pfadabhängigkeit</h6>



<p>Wenn die Stadt jetzt 200.000 Euro in Prüfverfahren und später 1,65 Millionen Euro in eine Interimslösung steckt, begibt sie sich in eine Pfadabhängigkeit. Je mehr Geld in den Altbau fließt, desto schwerer fällt es politisch, das Projekt später abzubrechen – selbst wenn die Kosten weiter explodieren. Dieses Phänomen der &#8222;Sunk Costs&#8220; führt oft dazu, dass schlechtem Geld gutes hinterhergeworfen wird, nur um das Scheitern einer früheren Investition nicht eingestehen zu müssen. </p>



<p>Genau hier ist auch die Aussage des Bürgermeisters in seinem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=OPWiP5NHmCA" target="_blank" rel="noopener" title="">&#8222;100-Tage im Amt Video&#8220;</a> einzuordnen, man habe das Badehaus für 750.000 € gekauft und habe deshalb eine Verpflichtung weiter Geld aufzubringen, um das Badehaus irgendwie ans Laufen zu bringen. Sicher, dass es funktioniert ist er jedoch selbst nicht.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Die Bedeutung einer klaren Kommunikation</h6>



<p>In der <a href="https://christianlanz.de/badehaus-oder-lehrschwimmbecken-schwimmen-in-hbm/" target="_blank" rel="noopener" title="Badehaus oder Lehrschwimmbecken? Schwimmen in Horn-Bad Meinberg">Debatte um das Schwimmen in Horn-Bad Meinberg</a> in der Öffentlichkeit und im politischen Raum wird deutlich, dass eine ehrliche Kommunikation über die Faktenlage unumgänglich ist. Nach Jahren der Diskussion steigt bei mir die Frustration angesichts eine Verwaltungsvorlage, die weitere Prüfungen mit dem Ziel Interimsbetrieb vorschlägt, aber die bereits vorliegenden technischen Urteile nicht konsequent in Handlungsanweisungen übersetzt. Prinzip Hoffnung ist ein schlechter Ratgeber. Am Ende mag es klappen, für eine unbestimmte Zeit oder auch nicht. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Mein Fazit</h4>



<p>Nach intensiver Betrachtung der vorliegenden Informationen, der Gutachten und finanziellen Rahmenbedingungen führt mich das zu einem eindeutigen Ergebnis: Das Badehaus in seiner jetzigen Form &#8211; bei allem Verständnis für das Engagement und Herzblut der Bürgerinnen und Bürger, die sich für eine Wiederinbetriebnahme eingesetzt haben &#8211; ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zu retten. Die 200.000 Euro für weitere Prüfungen mit dem Ziel Interimsbetrieb sind aus meiner Sicht ein Fehler. </p>



<p>Die Prüfungen werden keine neuen Erkenntnisse liefern. Die fundamentalen Probleme der Anlage – technische Abgängigkeit, Schadstoffbelastung und energetische Ineffizienz – werden dadurch nicht gelöst. Am Ende steht möglicherweise ein Interimsbetrieb. Und wir können dann Hoffen, dass er lange wärt. Das Risiko bleibt jedoch ständiger Begleiter und mit ihm steigende Kosten.</p>



<p>Wir müssen Raus aus der &#8222;Sunk Cost Fallacy&#8220;. Wir sollten den Mut aufbringen uns von dem verlustreichen Vorhaben Badehaus zu trennen, auch wenn das angesichts der hohen finanziellen, personellen und emotionalen Investitionen der letzten Jahre äußerst schwierig ist. Klar, es kann funktionieren. Doch wenn es nicht funktioniert, wird es die Stadt teuer zu stehen kommen.</p>



<p>Ein Bruch mit dieser Vorgehensweise immer noch einmal mehr Geld hinein zu stecken erfordert politischen Mut. Der Bürgermeister scheint diesen Mut derzeit noch nicht aufzubringen. Die Fakten zeigen jedoch, dass ein Interimsbetrieb keine Brücke in die Zukunft ist, sondern eine Sackgasse. Ein sanierungsbedürftiges Bad, das möglicherweise nach zwei Jahren Betrieb wegen eines kapitalen Pumpenschadens erneut schließen muss, wird bei den Bürgerinnen und Bürgern mehr Frust auslösen als eine ehrliche Schließung mit der gleichzeitigen Perspektive eines soliden Neubaus.</p><p>The post <a href="https://christianlanz.de/badehaus-bad-meinberg-warum-ein-weiter-so-die-ganze-stadt-teuer-zu-stehen-kommen-kann/">Badehaus Bad Meinberg: Warum ein ‚Weiter so‘ die ganze Stadt teuer zu stehen kommen kann</a> first appeared on <a href="https://christianlanz.de">Christian Lanz</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Badehaus Bad Meinberg: Mut zur Zukunft statt Flickschusterei</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Lanz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Dec 2025 13:59:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[Badehaus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf Grundlage eines Gutachtens, darauf hatte man sich geeinigt, soll entschieden werden, wie es mit dem Badehaus und dem Schwimmen insgesamt in Horn-Bad Meinberg weitergeht. Ein erster Teil liegt nun vor und macht bereits jetzt deutlich, dass wir in der Debatte um das Badehaus Bad Meinberg an einem Scheideweg. Die Verwaltung schlägt vor weitere 165.000 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Grundlage eines Gutachtens, darauf hatte man sich geeinigt, soll entschieden werden, wie es mit dem Badehaus und dem Schwimmen insgesamt in Horn-Bad Meinberg weitergeht. Ein erster Teil liegt nun vor und macht bereits jetzt deutlich, dass wir in der <a href="https://christianlanz.de/badehaus-oder-lehrschwimmbecken-schwimmen-in-hbm/" title="Badehaus oder Lehrschwimmbecken? Schwimmen in Horn-Bad Meinberg">Debatte um das Badehaus Bad Meinberg</a> an einem Scheideweg.</p>



<p>Die <a href="https://horn-badmeinberg.ratsinfomanagement.net/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZUcqlhaowpDuKlKUkfaCcIv4iKKCb7wMYpoPrq-N46pl/Mitteilung_VL-31-25-30.pdf" target="_blank" rel="noopener" title="">Verwaltung schlägt vor weitere 165.000 Euro im Haushalt</a> bereit zu stellen, allein um zu <em>prüfen</em>, ob wir das alte Gebäude für die nächsten Jahre notdürftig flicken können. Während in der SPD, bei den Grünen und dem Bürgerbündnis die Überzeugung vorherrscht, dass wir uns das Ganze wohl einfach nicht leisten können, spielt die CDU auf Zeit. Anfang Januar erwartet man die weiteren Teile des Gutachtens, in denen die Komplettsanierung, die Betriebskosten und ein Neubau dargestellt werden.</p>



<p>Wer sich den nun vorliegenden Teil des Gutachtens genau ansieht, muss im Hinblick auf die 165.000 Euro konstatieren:&nbsp;<strong>Das ist keine Investition, das ist ein Fass ohne Boden.</strong> Als Stadtverordneter sage ich deshalb deutlich: Wir brauchen keinen teuren Stillstand, sondern eine echte Vision für Horn-Bad Meinberg. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Ein teures Eintrittsticket ins Ungewisse</h4>



<p>Die geforderten 165.000 Euro sind nur der Anfang. Das Gutachten warnt uns vor einem „Worst-Case-Szenario“ von über 1,5 Millionen Euro. Wir riskieren, Steuergelder zu verbrennen, nur um den Status Quo für einige Jahre künstlich am Leben zu erhalten.</p>



<p>Das Schlimmste daran: Jeder Euro, den wir in diese Flickschusterei stecken, muss zu 100 % aus dem städtischen Haushalt bezahlt werden. Für Reparaturen gibt es keine Fördermittel. Entscheiden wir uns hingegen für einen Neubau, haben wir die Möglichkeit massive Zuschüsse zu erhalten. Wir dürfen unsere finanzielle Handlungsfähigkeit nicht in einer nicht förderfähigen „Pflaster-Lösung“ versenken.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="576" src="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2024/09/Bild-1-1024x576.jpg" alt="Bauzaun vor dem Badehaus Bad Meinberg" class="wp-image-299" srcset="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2024/09/Bild-1-1024x576.jpg 1024w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2024/09/Bild-1-300x169.jpg 300w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2024/09/Bild-1-768x432.jpg 768w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2024/09/Bild-1-1536x864.jpg 1536w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2024/09/Bild-1.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Badehaus Bad Meinberg</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Schadstoffbelastung im Badehaus? Gesundheit geht vor!</h4>



<p>Wer Seite 84 des vorliegenden TGAlytics-Gutachtens liest, muss eigentlich sofort die Reißleine ziehen. Dort steht schwarz auf weiß: Die Dämmung der Heizung ist schadstoffbelastet. Der Experte rät faktisch dazu, bloß nichts anzufassen, um keine krebserregenden Fasern freizusetzen.</p>



<p>Das bedeutet in der Praxis: Sobald auch nur ein 40 Jahre altes Rohr bricht – und das wird aus einer kleinen Reparatur eine Schadstoffsanierung unter Vollschutz. Dieses unkalkulierbare Kostenrisiko taucht in keiner Budgetplanung der Befürworter auf.</p>



<p>Zudem wäre es ökologisch unklug: Wir sollen wissentlich über Jahre hinweg „zum Fenster hinaus heizen“, weil eine Dämmung zu gefährlich wäre. In Zeiten des Klimawandels und hoher Energiepreise ist das nicht vermittelbar.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Wahrheit über den Schulsport</h4>



<p>Oft wird behauptet, wir bräuchten das Badehaus sofort für den Schulsport. Zur Wahrheit gehört aber auch: Die Kleinschwimmhalle ist geöffnet. Das Problem ist, dass der Boden dort auf 1,35 Meter fixiert ist – ein dauerhaftes Provisorium, in dem kein reguläres Schulschwimmen möglich ist.</p>



<p>Eine Interimslösung im Badehaus löst dieses Problem nicht dauerhaft. Eine Sanierung birgt erhebliche finanzielle Risiken. Nur ein Neubau, sinnvollerweise am Schulzentrum, beendet diesen Zustand und bietet unseren Kindern endlich wieder eine vollwertige Sportstätte. Auch gilt es in die Betrachtung die Hallenkapazitäten für den Schulsport in die Betrachtung mit einzubeziehen. Das Pendeln der Schülerinnen und Schüler ins Waldstadion nach Bad Meinberg muss ein Ende haben. Top-Priorität im Sportentwicklungsplan.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="768" height="1024" src="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5647-768x1024.jpeg" alt="Kleinschwimmhalle" class="wp-image-583" style="aspect-ratio:16/9;object-fit:cover" srcset="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5647-768x1024.jpeg 768w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5647-225x300.jpeg 225w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5647-1152x1536.jpeg 1152w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5647-1536x2048.jpeg 1536w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5647-scaled.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Ein großer Wurf statt kleiner Flicken</h4>



<p>Meine Haltung ist klar: Entweder wir flicken zwei „alte Hemden&#8220; oder wir kaufen einmal ein neues, das passt. Es gilt nun Synergien zu nutzen und die finanziellen Möglichkeiten der Stadt zu bündeln. Ein neuer Standort am Schulzentrum für Schulen, Vereine und die Öffentlichkeit unter einem Dach ist am Ende die vernünftigste Lösung. Ob das am Ende möglich ist, müssen die weiteren Zahlen zeigen. Die beste Option ist es aus meiner Sicht schon jetzt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Fazit</h4>



<p>Ich werde mich in der SPD-Fraktion und im Rat dafür einsetzen, keine Blankoschecks für ein Projekt auszustellen, dessen Risiken nicht klar benannt werden und dessen Alternativen noch nicht geprüft wurden. Stattdessen sollten wir sofort eine Machbarkeitsstudie für einen Ersatzneubau am Schulzentrum einleiten. In die Zukunft investieren ist allemal besser als in die Vergangenheit.</p><p>The post <a href="https://christianlanz.de/badehaus-bad-meinberg-mut-zur-zukunft-statt-flickschusterei/">Badehaus Bad Meinberg: Mut zur Zukunft statt Flickschusterei</a> first appeared on <a href="https://christianlanz.de">Christian Lanz</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Badehaus Bad Meinberg: Warum Plan B zur teuren Kostenfalle wird</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Lanz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Dec 2025 14:13:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Meinberg]]></category>
		<category><![CDATA[Badehaus]]></category>
		<category><![CDATA[Schwimmbäder]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtrat]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist ruhig geworden um die „große Lösung“ für das Badehaus Bad Meinberg. Die jahrelangen Verhandlungen mit der Interspa, die mit Hotelplänen und Wellness-Versprechen lange Zeit die politische Debatte in Horn-Bad Meinberg dominierten, sind beendet. Spätestens mit dem Ratsbeschluss vom 17. Juni 2025 ist klar: Es wird keinen externen Investor geben, der der Stadt das [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ruhig geworden um die „große Lösung“ für das Badehaus Bad Meinberg. Die jahrelangen <a href="https://christianlanz.de/badehaus-bad-meinberg-geht-es-weiter-ohne-interspa/" target="_blank" rel="noopener" title="Badehaus Bad Meinberg – Geht es weiter ohne Interspa?">Verhandlungen mit der Interspa</a>, die mit Hotelplänen und Wellness-Versprechen lange Zeit die politische Debatte in Horn-Bad Meinberg dominierten, sind beendet. Spätestens mit dem Ratsbeschluss vom 17. Juni 2025 ist klar: Es wird keinen externen Investor geben, der der Stadt das Risiko und die Finanzierung abnimmt.</p>



<p>Die Politik ist auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Die Frage ist, ob auch alle anderen die Lage erkennen. Die aktuelle Diskussion jedenfalls droht, die falschen Schlüsse zu ziehen. Das nun vorliegende Gutachten der Firma&nbsp;<em>TGAlytics</em>, welches bei der <a href="https://horn-badmeinberg.ratsinfomanagement.net/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZUcqlhaowpDuKlKUkfaCcIv4iKKCb7wMYpoPrq-N46pl/Mitteilung_VL-31-25-30.pdf" target="_blank" rel="noopener" title="">Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss am 09.12.2025 im Rahmen einer Mitteilungsvorlage</a> vorgestellt werden soll, liefert zwar erste wichtige Daten, doch wer jetzt isoliert auf die Sanierungskosten starrt, übersieht das eigentliche strategische Risiko. Wir laufen Gefahr, viel Geld in den Erhalt der Vergangenheit zu investieren, während wir die Fristen für die Finanzierung der Zukunft verpassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Der technische Realitätscheck</strong></h4>



<p>Die Hoffnung, das Badehaus könne mit überschaubarem Aufwand und viel ehrenamtlichem Engagement kurzfristig wiedereröffnet werden, kollidiert mit der technischen Realität des seit 2019 leerstehenden Gebäudes.</p>



<p>Der Bericht spricht eine deutliche Sprache: Das Außenbecken wird als „Totalschaden“ klassifiziert. Frostschäden und Pflanzenwuchs haben hier Fakten geschaffen. Eine Diskussion über das Badehaus ist somit faktisch nur noch eine Diskussion über das Gebäude mit seinen Schwimmflächen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die „Netto-Falle“ in der Kostenschätzung</strong></h4>



<p>Für die Entscheidungsfindung im Rat ist ein genauer Blick auf die Zahlen unerlässlich. Die Verwaltungsvorlage nennt für eine bloße Wiederinbetriebnahme („Strategieentwicklung“ und Instandsetzung) im Worst-Case-Szenario Kosten von über 1,5 Millionen Euro.</p>



<p>Hier ist jedoch Vorsicht geboten: In Bauvorlagen dieser Art wird meist mit Netto-Baukosten für die reinen Gewerkleistungen kalkuliert. Für den städtischen Haushalt stellt sich die Rechnung anders dar:</p>



<ol start="1" class="wp-block-list">
<li><strong>Steuerlast:</strong>&nbsp;Da es sich um einen defizitären Betrieb handelt, ist die volle Umsatzsteuer (19 %) einkalkulierbar.</li>



<li><strong>Baunebenkosten:</strong>&nbsp;Honorare für Fachplanungen und Bauleitung (ca. 15–20 %) sind in reinen Maßnahmenlisten oft noch nicht vollständig abgebildet.</li>



<li><strong>Risikozuschlag:</strong>&nbsp;Bei einer als „abgängig“ bezeichneten Gebäudesubstanz ist ein Puffer für Unvorhergesehenes zwingend.</li>
</ol>



<p>Realistisch betrachtet bewegen wir uns für eine reine Interimslösung – also einen Betrieb für nur drei bis fünf Jahre – auf eine Belastung von&nbsp;<strong>rund 2 Millionen Euro</strong>&nbsp;zu. Da es sich hier ausschließlich um eine Instandhaltung handelt, muss die Stadt diese Summe vollständig aus Eigenmitteln bestreiten. Es gibt hierfür keine Fördermittel. Eine Garantie, dass diese Mittel ausreichen gibt es ebenfalls nicht.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Das strategische Dilemma: Der 15. Januar</strong></h4>



<p>Während wir über die Kosten der Instandsetzung für einen zeitlich begrenzten Interimsbetrieb diskutieren (von den Betriebskosten ist bisher noch gar keine Rede), hat sich aufgrund der Entwicklungen im Bund ein kurzes Zeitfenster für eine echte Lösung geöffnet – und es droht sich fast unbemerkt wieder zu schließen.</p>



<p>Aktuell läuft der <a href="https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/aufrufe/aktuelle-meldungen/sks.html" target="_blank" rel="noopener nofollow" title="">Projektaufruf für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS)</a>. Hier winken Fördermittel in Millionenhöhe. Die erste Frist des auf drei Jahre ausgelegte Förderprogramm für die Einreichung einer qualifizierten Projektskizze endet jedoch bereits am 15. Januar 2026.</p>



<p>Das Problem: Der Bund fördert primär Sanierungen. Ersatzneubauten sind nur in begründeten Ausnahmefällen förderfähig – nämlich dann, wenn eine Sanierung wirtschaftlich unvertretbar ist.</p>



<p>Die aktuellen Gutachten liefern genau diese Argumente: Ein Totalschaden im Außenbereich und eine abgängige Haustechnik belegen, dass eine Sanierung wirtschaftlich fragwürdig ist. Um jedoch den Antrag für einen (geförderten) Neubau stellen zu können, muss dieser Wirtschaftlichkeitsvergleich bis Mitte Januar vorliegen. Für die erste Runde des Förderprogramms werden wir zu spät sein. Die nächste sollten wir auf keinen Fall verpassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Der Blick auf das Gesamtbild</strong></h4>



<p>Die Situation wird dadurch verschärft, dass Horn-Bad Meinberg ein doppeltes Bäder-Problem hat. Parallel zur Debatte um das Badehaus Bad Meinberg ist die <strong>Kleinschwimmhalle am Schulzentrum</strong>&nbsp;nur noch eingeschränkt nutzbar. Nach einem Defekt des Hubbodens im September 2025 ist das Becken dauerhaft fixiert; ein variabler Betrieb für Schulschwimmen und Wassergewöhnung ist nicht mehr möglich.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5648-768x1024.jpeg" alt="Schwimmhalle am Schulzentrum - Alternative zum Badehaus Bad Meinberg?" class="wp-image-584" style="aspect-ratio:16/9;object-fit:cover" srcset="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5648-768x1024.jpeg 768w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5648-225x300.jpeg 225w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5648-1152x1536.jpeg 1152w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5648-1536x2048.jpeg 1536w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5648-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Schwimmhalle am Schulzentrum</figcaption></figure>



<p>Anstatt zwei marode Standorte künstlich am Leben zu halten, wäre ein geförderter&nbsp;<strong>Ersatzneubau</strong>&nbsp;(beispielsweise als Zentralbad am Schulzentrum) die betriebswirtschaftlich und ökologisch vernünftigere Option.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h4>



<p>Der <a href="https://horn-badmeinberg.ratsinfomanagement.net/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZYEG3n9KhojIC2UC5cNcn6ucNR5Li4AoAoPlPmP0XJ5s/Beschlusstext_VL-1003-20-25_2._Ergaenzung_-oeffentlich-_Rat_17.06.2025.pdf" target="_blank" rel="noopener" title="">Rat hat im Juni 2025</a> nicht zuletzt auf Drängen der <a href="https://spd-hbm.de" target="_blank" rel="noopener" title="">SPD Horn-Bad Meinberg</a> weitsichtig entschieden, nicht nur Sanierungskosten, sondern auch Neubau-Optionen prüfen zu lassen. Dieser Auftrag muss nun Priorität haben.</p>



<p>Es wäre fahrlässig, jetzt 165.000 Euro für weitere Detailprüfungen im alten Badehaus freizugeben, wenn dadurch der Fokus auf einen Interimsbetrieb gerichtet wird und wir die Förderung eines Ersatzbaus nicht nur im 2025, sondern auch in 2026 verpassen.</p>



<p>Die „Interspa-Illusion“ ist vorbei. Wir dürfen sie nicht durch eine „Interims-Illusion“ ersetzen. Es gilt jetzt, die Wirtschaftlichkeit nüchtern zu vergleichen und die Anträge zu stellen, die der Stadt langfristig Handlungsspielraum sichern.</p><p>The post <a href="https://christianlanz.de/badehaus-bad-meinberg-warum-plan-b-zur-teuren-kostenfalle-wird/">Badehaus Bad Meinberg: Warum Plan B zur teuren Kostenfalle wird</a> first appeared on <a href="https://christianlanz.de">Christian Lanz</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Badehaus oder Lehrschwimmbecken? Schwimmen in Horn-Bad Meinberg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Lanz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jul 2025 15:13:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Meinberg]]></category>
		<category><![CDATA[Badehaus]]></category>
		<category><![CDATA[Horn]]></category>
		<category><![CDATA[Schwimmbäder]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtrat]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Diskussion um die Schwimmflächen in der Stadt geht nach dem letzten Ratsbeschluss und einer Bürgerversammlung der IG Badehaus in die nächste Runde. Vom Erhalt des Badehauses auf Kosten des Lehrschwimmbeckens am Schulzentrum in Horn, einem Neubau des Lehrschwimmbeckens mit angeschlossenes Turnhalle auf Kosten des Badehauses, bis hin zur Forderung beides zu ermöglichen alles dabei. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Diskussion um die Schwimmflächen in der Stadt geht nach dem letzten Ratsbeschluss und einer Bürgerversammlung der IG Badehaus in die nächste Runde. Vom Erhalt des Badehauses auf Kosten des Lehrschwimmbeckens am Schulzentrum in Horn, einem Neubau des Lehrschwimmbeckens mit angeschlossenes Turnhalle auf Kosten des Badehauses, bis hin zur Forderung beides zu ermöglichen alles dabei. Über allem schwebt das Damocles-Schwert unzureichender städtischer Finanzen und der bedauerlicherweise erst nach der Kommunalwahl abgeschlossenen Gutachten zum Finanzbedarf für alle im Raum stehenden Varianten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Drei Gutachten sollen Klarheit schaffen</h4>



<p>In der Stadtratssitzung am 17.06.25 wurde formal besiegelt, was schon davor im Raum stand. Die Verhandlungen mit Interspa werden nicht vorgesetzt, die entsprechende Ausschreibung wurde aufgehoben. Damit verbleibt die Interessengemeinschaft mit ihrem bekundeten Interesse den Betrieb des Badehauses zu übernehmen als eine Option übrig. </p>



<p>Daneben, auch wenn kaum jemand darüber sprechen möchte, verbleibt die Möglichkeit die Pläne einer Wiederaufnahme des Badebetriebs vollends zu begraben. Angesichts der finanziellen Lage der Stadt eine keineswegs abwegige Möglichkeit.</p>



<p>Die weiteren Beschlüsse des Stadtrats sind aus meiner Sicht nicht weniger bedeutend. Im Grunde soll das durch die IG Badehaus ins Spiel gebrachte Unternehmen, welches im Bereich Schwimmbäder Erfahrungen in der Projektsteuerung hat, beauftragt werden drei Gutachten zu erarbeiten und vorzulegen. Mit den drei Gutachten sollen am Ende drei Fragen beantwortet werden.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Erstens:</strong> Was kostet eine vorübergehende Inbetriebnahme? Sprich, welche Kosten fallen durch die Arbeiten am Badehaus an, die für einen sicheren Betrieb der Anlage notwendig sind.</li>



<li><strong>Zweitens: </strong>Was kostet eine grundhafte Sanierung des Badehauses? Sprich, welche mittel- bis langfristigen Investitionen sind notwendig, um das Badehaus nachhaltig für die kommenden Jahrzehnte betreiben zu können.</li>



<li><strong>Drittens:</strong> Was kostet der Neubau einer Schwimmhalle am Schulzentrum? Sprich, welche finanziellen Mittel müsste die Stadt dafür aufbringen ein neues Lehrschwimmbecken für das Schulschwimmen zu bauen. </li>
</ul>



<h4 class="wp-block-heading">Gutachten erst nach der Wahl</h4>



<p>Nun hat es in der Vergangenheit bereits Gutachten gegeben. Das Problem war nur, dass diese von der einen oder anderen Seite nicht akzeptiert waren. Wenn es jedoch keine gemeinsame, faktenbasierte Entscheidungsgrundlage gibt, kann es keine für alle nachvollziehbare Entscheidung geben. Immer wird die eine oder andere Seite die auf einer angeblich falschen Grundlage basierenden Basis kritisieren und am Ende nicht akzeptieren. Es macht daher durchaus Sinn einen letzten Anlauf zu machen und nun Gutachten in Auftrag zu geben, deren Ergebnis von allen anerkannt wird. Das scheint nun durchaus der Fall zu sein.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5648-768x1024.jpeg" alt="Lehrschwimmbecken am Schulzentrum. Alternative zum Badehaus?" class="wp-image-584" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover" srcset="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5648-768x1024.jpeg 768w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5648-225x300.jpeg 225w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5648-1152x1536.jpeg 1152w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5648-1536x2048.jpeg 1536w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5648-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">In die Jahre gekommen. Das Lehrschwimmbecken am Schulzentrum Horn</figcaption></figure>



<p>Bedauerlich ist, dass die Ergebnisse nicht wie ursprünglich zugesagt noch vor der Kommunalwahl vorliegen werden. Man könnte sagen, dass einerseits betriebliche Abläufe des beauftragten Unternehmens eine zügige Bearbeitung behindern und andererseits die bereitgestellten Mittel möglicherweise nicht zur Beantwortung aller drei Fragen ausreichen. Am Ende spricht einiges dafür, dass wir die so dringend benötigten Antworten erst im Herbst, möglicherweise sogar erst noch später erhalten. Ergebnis: Versprechungen werden vor der Wahl gemacht, deren Einhaltung heute niemand garantieren kann.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Auch Ohne neue Gutachten: Es wird Teuer</h4>



<p>Wie leichtfertig heute eine schnelle Inbetriebnahme versprochen wird, oder wie auf der letzten Bürgerversammlung der IG von Seiten einer Politikerin zusätzlich zum Betrieb des Badehauses der Neubau des Schwimmbads am Schulzentrum gefordert wird, lässt sich verwundert zurück. Betrachtet man die bereits vorhandenen Gutachten, dann ist bei allen Unstimmigkeiten zumindest eine Sache von keiner Seite nie ernsthaft bestritten worden. Die Sanierung und der Betrieb des Badehauses kostet viel Geld. </p>



<p>Im Gegenteil hat Herr Brandt, der Geschäftsführer des nun beauftragten Unternehmens Constrata, in einer ersten von der IG Badehaus beauftragten Begehung des <a href="https://christianlanz.de/badehaus-bad-meinberg-geht-es-weiter-ohne-interspa/" title="Badehaus Bad Meinberg – Geht es weiter ohne Interspa?">Investitionsbedarf auf ca. 8 Millionen Euro</a> geschätzt. Er bestätigte den Investitionsbedarf des Gutachtens aus dem Jahr 2019, verdoppelte den Betrag noch aufgrund der Inflation. Ob die Stadt dazu in der Lage ist hängt natürlich davon ab, ob Fördermittel beschafft werden können und wie gering der städtische Anteil an Investitionen und Zuschüssen für die Betriebskosten ist. Der finanzielle Spielraum ist eher klein als groß.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Finanzierung ungewiss</h4>



<p>Angesichts dieser schon heute vorliegenden Fakten, ist es aus meiner persönlichen Sicht unverantwortlich zu diesem Zeitpunkt den Bürgerinnen und Bürgern einen Betrieb des Badehauses in Aussicht zu stellen ohne darüber zu sprechen wie das Ganze finanziert werden soll. Die zentrale Frage möchte niemand diskutieren: Was wären wir als Stadtgemeinschaft bereit für das Badehaus zu zahlen?</p>



<p>Es reicht nicht die Hoffnung mit Verweis auf die &#8222;Schwimmbad-Milliarde&#8220;, die der Bund für die Sanierung von Schwimmbädern zur Verfügung stellen will, am Leben zu halten. Es mag sicher sein, dass etwas vom Bund kommt. Am Ende bleibt die Hoffnung, dass die in Aussicht gestellte Förderung von Schwimmstätten ausreichen wird. Von einem notwendigen Eigenanteil der Stadt an den Investitionen und dem laufenden Betrieb mag derzeit niemand offen reden.</p>



<p>Über die Kosten für den laufenden Betrieb ist derzeit noch nicht viel bekannt. Die IG Badehaus ist jedoch in ihren Planungen zur Art und Weise der Organisation des Betriebs dankenswerterweise heute weiter. Keine Genossenschaft, wie noch im letzten Jahr und auf der letzten Bürgerversammlung soll den Betrieb führen, sondern eine Badehaus GmBH soll es werden. </p>



<p>Zwei Gesellschafter soll diese GmbH haben. Hauptgesellschafter wird ein noch zu gründender Verein sein, dem möglichst viele Bürgerinnen und Bürger beitreten sollen. Daneben soll die <a href="https://www.schwimmschule-schumacher.de" target="_blank" rel="noopener" title="">Schwimmschule Schumacher</a> GmbH als zweiter Gesellschafter den Betrieb des Badehauses übernehmen. Sie stellen die Expertise und das Personal für einen reibungslosen Ablauf. Welche Kosten dafür der Badehaus GmbH in Rechnung gestellt werden, konnte Herr Schumacher auf der Bürgerversammlung verständlicherweise noch nicht seriös beantworten; zumal er erst seit kurzem im Austausch mit der IG Badehaus steht.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Maximalforderungen helfen nicht</h4>



<p>Was sich aber richtigerweise abzeichnet ist, dass in weiten Teilen die Überzeugung vorherrscht nur eines der im Stadtgebiet vorhandenen Hallenbäder dauerhaft betreiben zu können. Alles andere ist angesichts der finanziellen Situation unseriös. Wer sich hinstellt und zwei Hallenbäder für Horn-Bad Meinberg fordert, hat den Boden wahrhaftiger Politik verlassen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5647-768x1024.jpeg" alt="Lehrschwimmbecken, innen. Mit höhenverstellbaren Beckenboden. Badehaus" class="wp-image-583" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover" srcset="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5647-768x1024.jpeg 768w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5647-225x300.jpeg 225w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5647-1152x1536.jpeg 1152w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5647-1536x2048.jpeg 1536w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5647-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der höhenverstellbare Boden des Lehrschwimmbeckens. Ideal für Schulkinder um schwimmen zu lernen.</figcaption></figure>



<p>Wir als Stadtgemeinschaft können meiner Ansicht nach froh sein, wenn wir uns neben den drei Freibädern (einem städtischen und zwei über Fördervereine betrieben) ein einziges Hallenbad nachhaltig leisten können ohne unsere Pflichtaufgaben zu vernachlässigen. Neben dem Badehaus zusätzlich den Neubau eines Lehrschwimmbeckens ins Gespräch zu bringen, als seien die finanziellen Mittel kein Problem, ist Populismus.</p>



<details class="wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow"><summary><span style="caret-color: rgb(0, 0, 0); color: rgb(0, 0, 0); font-family: -webkit-standard; font-size: medium; white-space: normal;">In ganz Deutschland gibt es noch rund 3000 Hallenbäder in ca. 11.000 Kommunen (2000 Städte und 9000 Gemeinden) Im Schnitt gibt es in den Kommunen ca. 0,27 Hallenbäder.</span></summary>
<p></p>
</details>



<h4 class="wp-block-heading">Alternativen Denken</h4>



<p>Anstatt populistische Forderungen zu formulieren, könnten auch Alternativen untersucht werden. Anstatt den Versuch zu unternehmen Schwimmflächen im Alleingang für die Stadt zu sichern, könnte man auch analog zu anderen Themenfeldern auf interkommunale Zusammenarbeit setzen. Denn das Thema Schulschwimmen beschäftigt am Ende nicht nur die Stadt Horn-Bad Meinberg. auch andere Städte und Gemeinden im Umkreis haben das Problem teurer Schwimmflächen und des öffentlichen Interesses Schulschwimmen zu sichern.</p>



<p>Im Zuge meiner Beschäftigung mit diesem Thema bin ich auf ein Praxisbeispiel gestoßen, was aus meiner Sicht das Potential hat eine echte Alternative zu sein. In der Gemeinde <a href="https://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/kommunales/detailansicht-kommunales/artikel/ein-hallenbad-sieben-kommunen.html#topPosition" target="_blank" rel="noopener" title="">Geretsried im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen</a> entstand für den Schwimmsport ein interkommunales Schwimmbad, dass von sieben Gemeinden mitfinanziert wird. Auch dieses Konzept ist mit erheblichen Kosten verbunden, doch ist es allemal eine Überlegung wert unsere Nachbarkommunen mitzudenken.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Badehaus oder Lehrschwimmbecken?</h4>



<p>Machen was geht. Mehr bleibt uns am Ende in der kommunalen Politik nicht übrig. Das heißt aus meiner Sicht den jetzt eingeschlagenen Weg zunächst weiter zu gehen. Die Gutachten werden uns, so die allgemeine Hoffnung, belastbare Zahlen vorlegen. Auf deren Grundlage gilt es dann mit dem, was uns an finanziellen Mitteln zur Verfügung steht, zu machen was geht. </p>



<p>Das kann bedeuten, wir werden uns das Badehaus oder ein neues Lehrschwimmbecken am Schulzentrum leisten können. Das kann bedeuten, wir werden uns weder das eine noch das andere leisten können, wenn wir die bestehende finanzielle Situation nicht verbessern können. Das könnte aber auch bedeuten, dass wir uns nach Alternativen umschauen müssen. Aus meiner Sicht gilt es am Ende abzuwägen zwischen dem, was wünschenswert ist, dem, was machbar ist und dem, was Aufgabe der Stadt ist. Sollte da die Priorität beim Badehaus oder dem Lehrschwimmbecken und der seit langem notwendigen Turnhalle am Schulzentrum liegen?</p><p>The post <a href="https://christianlanz.de/badehaus-oder-lehrschwimmbecken-schwimmen-in-hbm/">Badehaus oder Lehrschwimmbecken? Schwimmen in Horn-Bad Meinberg</a> first appeared on <a href="https://christianlanz.de">Christian Lanz</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Badehaus Bad Meinberg &#8211; Geht es weiter ohne Interspa?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Lanz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 May 2025 10:05:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtrat]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Meinberg]]></category>
		<category><![CDATA[Badehaus]]></category>
		<category><![CDATA[Schulschwimmen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwimmbäder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Verhandlungen mit Interspa über die Liegenschaft Badehaus finden anscheinend ein Ende. Auch wenn nach Aussage der Verwaltung weiterhin Interesse beim Investor besteht, es fehlt an Fördermitteln das Gelände zu entwickeln. Angesichts der angespannten finanziellen Lage der Stadt rückt eine Investorenlösung mit Beteiligung der Stadt in weite Ferne. Nun wird die Frage umso drängender, wie [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Verhandlungen mit Interspa über die Liegenschaft Badehaus finden anscheinend ein Ende. Auch wenn nach Aussage der Verwaltung weiterhin Interesse beim Investor besteht, es fehlt an Fördermitteln das Gelände zu entwickeln. Angesichts der angespannten finanziellen Lage der Stadt rückt eine Investorenlösung mit Beteiligung der Stadt in weite Ferne. Nun wird die Frage umso drängender, wie es weiter gehen soll. Klar ist nur, dass der Stadtrat einen städtischen Betrieb des Badehauses zweimal abgelehnt hat.</p>



<p>Im letzten Haupt- und Finanzausschuss wurden nun unterschiedliche Optionen diskutiert. Während die CDU mit eigenen Vorstellungen eine schnelle Öffnung befürwortete, von der Verwaltung eine klare Positionierung verlangte und sich für die Wiederaufnahme des Badebetriebs mit der Interessengemeinschaft Badehaus aussprach, entschied sich eine Mehrheit mit der SPD dafür mit allen Beteiligten alle Optionen zu erörtern, eine gemeinsame Lösung zu finden und vor allem zu klären, mit welchen Kosten die Stadt bei einem Betrieb durch die IG rechnen müsse. Frank Kuhlmann vom Bürgerbündnis verwies ein ums andere Mal darauf, dass die Stadt sich einen Betrieb nicht leisten könne.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Interspa war am Ende keine Option mehr</h4>



<p>Es bleibt noch offen, was aus dem Badehaus wird. Am Ende könnte dabei herauskommen, dass die finanziellen Mittel für die Sanierung des Badehauses von der Stadt auf welche Weise auch immer aufgebracht werden und ein Dritter (z.B. die Interessengemeinschaft oder ein Investor) den Betrieb übernimmt. Aber auch das endgültige Aus für das Badehaus als Schwimmstätte könnte ein Ergebnis sein. Das wäre bitter, aber möglicherweise näher an der Realität.</p>



<p>Alle Fraktionen im Rat hatten große Hoffnungen in die Investorenlösung gesetzt. Die Aussicht auf ein Hotel gehobenen Standards mit öffentlichem Badebetrieb konnte durchaus überzeugen. Das diese Option weniger wahrscheinlich geworden ist, hat einen wesentlichen Grund. Es fehlen die finanziellen Mittel, die Stadt und Investor zunächst über Fördergelder beschaffen wollten. Nachdem sich die Förderkulisse nicht realisieren ließ, könnte stattdessen die Stadt einspringen und Hotel- und Badebetrieb subventionieren. Dazu war am Ende niemand bereit. Die finanzielle Belastung wäre enorm, der ökonomische Nutzen nicht absehbar gewesen.</p>



<p>Die Entscheidung ist richtig. Interspa möchte das finanzielle Risiko ihrer Investition möglichst gering halten. Das ist durchaus legitim. Die Stadt möchte ihrerseits die finanzielle Belastung für die Bürgerinnen und Bürger möglichst gering halten. Das ist aus meiner Sicht ihre Pflicht. Sie musste die Frage abwägen, ob Horn-Bad Meinberg finanziell in der Lage ist sich an den Investitionen und dem Betrieb des Badehauses langfristig zu beteiligen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ist die IG Badehaus nun alternativlos?</h4>



<p>Die Option Interspa scheint derzeit keine mehr zu sein. Die Mehrheit der Fraktionen im Rat sieht den Investor nicht mehr als Option. Ohne Förderung sieht der Fraktionsvorsitzende der SPD Celil Celik die Investorenlösung kritisch. Auch die CDU sieht im Investor keine Option mehr. Vielmehr drängt sie auf eine schnelle Entscheidung zugunsten der IG Badehaus. Zurecht wirft Herr Kuhlmann vom Bürgerbündnis die Frage auf, auf welcher Grundlage die CDU das Bad betreiben wolle.</p>



<p>Wenn die finanzielle Beteiligung an der Sanierung und dem Betrieb des Badehauses nicht mehr darstellbar sein sollte, und nahezu alle Fraktionen scheinen in diesem Punkt einig, stellt sich aus meiner Sicht die Frage, warum dann die Sanierung und finanzielle Beteiligung der Stadt am Betrieb des Badehauses (zum Beispiel über das Schulschwimmen) durch die Interessengemeinschaft darstellbar sein sollte?</p>



<p>In den Wirtschaftlichkeitsberechnungen der IG Badehaus war bis zu diesem Ausschuss keine Rede davon, dass die Stadt das Badehaus aus öffentlichen Geldern betriebsfähig machen und dauerhaft bezuschussen solle. Das nun Herr Krähe in der unterbrochenen Sitzung davon spricht, dass es kaum ein Bad gäbe, welches Gewinn abwerfe, ist aus meiner Sicht ein &#8222;Schlag ins Gesicht&#8220;. Hatte doch die<a href="https://christianlanz.de/was-wird-aus-dem-bad-meinberger-badehaus/" target="_blank" rel="noopener" title="Was wird aus dem Bad Meinberger Badehaus?"> IG Badehaus noch auf einer Bürgerversammlung im letzten Jahr </a>allen Anwesenden erzählt, man könne das Badehaus mit kleinem Gewinn betreiben. Noch dazu hat Herr Krähe dies in einem Leserbrief an die LZ nochmals wiederholt und von einem kleinen Überschuss gesprochen. Die Realität scheint auch bei Herrn Krähe angekommen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Können und Wollen wir uns das Badehaus leisten?</h4>



<p>Die aus meiner Sicht entscheidende Frage, die sich auch die Bürgerinnen und Bürger stellen müssen, ist nicht die Frage ob wir das Badehaus wollen. Kaum jemand würde diese Frage mit Nein beantworten. Es geht vielmehr um die Frage, ob und wie viel wir als Bürgerinnen und Bürger bereit sind für den fortlaufenden Betrieb und den Sanierungsbedarf des Badehauses zu bezahlen?</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/05/swimming-pool-8306716_1280-1024x682.jpg" alt="Wie viel ist uns das Badehaus wert?" class="wp-image-461" srcset="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/05/swimming-pool-8306716_1280-1024x682.jpg 1024w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/05/swimming-pool-8306716_1280-300x200.jpg 300w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/05/swimming-pool-8306716_1280-768x512.jpg 768w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2025/05/swimming-pool-8306716_1280.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/ignartonosbg-21428489/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=8306716">hartono subagio</a> auf <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=8306716">Pixabay</a></figcaption></figure>



<p>Die für eine kurzfristige Öffnung notwendigen Reparaturen belaufen sich nach Aussagen der IG Badehaus auf rund 500.000 € (Es sollen angeblich weniger sein, aber Kostenschätzungen sollten nach eigener Erfahrung stets nach oben gerundet werden). Entgegen anderslautender Aussagen ist seit dem letzten HFA klar, dass die Stadt diese Summe aufbringen soll. Das eine zu gründende Genossenschaft eigenes Geld investiert scheint derzeit nicht beabsichtigt zu sein. Auf Nachfrage wurde von Herrn Haack versichert, man prüfe derzeit noch alle Optionen, die <a href="https://horn-badmeinberg.ratsinfomanagement.net/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZUj7UY4CiylbU468gwb3PqDTuNMCXgy5_iYJkBKsIan7/Beschlusstext_VL-1003-20-25_-oeffentlich-_Haupt-_und_Finanzausschuss_13.05.2025.pdf" target="_blank" rel="noopener" title="">Kosten für die Herstellung der Betriebsbereitschaft müsse die Stadt tragen</a>, dazu sei die IG nicht in der Lage.</p>



<p>Zurecht wird vom Stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der SPD, Ralf Leßmann im HFA die <a href="https://www.lz.de/lippe/horn_bad_meinberg/24099830_Bad-Meinberger-Badehaus-Interimsbetrieb-soll-angepeilt-werden.html" target="_blank" rel="noopener" title="">Frage nach der finanziellen Beteiligung der Interessengemeinschaft</a> gestellt. (Die LZ schreibt diese Frage fälschlicherweise der CDU zu) An den Kosten einer technischen Untersuchung zum Beispiel unter Beteiligung von <a href="https://constrata.de/constrata" target="_blank" rel="noopener" title="">Constrata</a>, ein Unternehmen im Bereich Projektmanagment mit Expertise im Schwimmbadbad, wolle sich die IG bis zu einem gewissen Rahmen beteiligen. Klarheit sieht an dieser Stelle anders aus. Ehrlicher wäre wahrscheinlich zu sagen, dass die IG nur bereit ist den Betrieb zu organisieren, während die Stadt die finanziellen Mittel aufzutreiben hat.</p>



<p>In den kommenden Jahren werden unbestritten weitere Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten anfallen, um einen zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten. Der Geschäftsführer von Constrata Jens-Wilhelm Brand hatte in einer ersten von der IG beauftragten Begehung den im Gutachten von 2019 angemahnten Sanierungsbedarf bestätigt. Die damals geschätzten Kosten von 4 Millionen belaufen sich nach dessen Aussagen heute jedoch auf mindestens 8 Millionen. Möglicherweise reden wir hier also von bis zu 10 Millionen Euro Investitionen, um einen Badebetrieb längerfristig garantieren zu können.</p>



<p>Das ist ungefähr die Summe, die derzeit für den Anbau des Städtischen Gymnasium am Schulzentrum investiert wird, eine Summe die in den nächsten Jahren in das Kurgastzentrum in Bad Meinberg investiert werden muss und rund die Hälfte der Summe, die die Stadt Horn-Bad Meinberg in den nächsten Jahren für den Neubau der Grundschule in Bad Meinberg investieren wird. Der Kämmerer hatte in der letzten HFA-Sitzung deutlich gemacht, dass Mehrausgaben durch Mehreinnahmen oder Streichungen finanziert werden müssen. Sollte also das Badehaus mehr Kosten verursachen als zum Beispiel die Schwimmhalle in Horn, wird darüber zu reden sein, woher das Geld kommen soll.</p>



<h4 class="wp-block-heading">BadeHaus als Zuschussbetrieb</h4>



<p>Weitere potentielle Investitionen in das Badehaus für eine Steigerung der Attraktivität sind möglicherweise angedacht, aber zu diesem Zeitpunkt nicht beziffert. Es ist aus meiner Sicht jedoch falsch davon auszugehen, dass in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren neben den notwendigen Investitionen für die Sicherstellung des Betriebs nicht noch weitere Investitionen notwendig werden, wenn man auf dem &#8222;Bademarkt&#8220; bestehen will. Badegäste werden nicht in Scharen nach Bad Meinberg strömen, nur weil das Badehaus wieder geöffnet ist.</p>



<p>Neben dem Investitionsbedarf stehen die Betriebskosten. Diese sind nicht unerheblich. In den vergangenen Jahren waren weder der Landesverband Lippe, noch ein privater Betreiber trotz jährlicher Zuschüsse durch den LVL in der Lage das Badehaus ökonomisch zu betreiben. Ob eine Genossenschaft dazu in der Lage ist, die möglicherweise auf viel ehrenamtliches Engagement zählen kann, bleibt derzeit offen. Ausgeschlossen ist es nicht, aber es darf zumindest bezweifelt werden. Hier fehlt aus meiner Sicht eine unabhängige Wirtschaftlichkeitsprüfung inklusive Marktanalyse.</p>



<p>Am Ende aller Überlegungen bleibt die Frage, wie viel sind wir bereit für einen Betrieb des Badehauses zu zahlen? Sind wir bereit zum Beispiel höhere Wassergebühren, Gewerbe- oder Grundsteuern zu zahlen, die Kurtaxe zu erhöhen um einen Betrieb des Badehauses nachhaltig zu gewährleisten und die notwendigen Investitionen zu finanzieren? Offen ist auch die Frage, ob es in absehbarer Zeit Förderprogramme von Bund oder Land geben?</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wahlkampfthema Badehaus &#8211; Öffnen um jeden Preis?</h4>



<p>In dieser Situation ist es bemerkenswert, dass die <a href="https://www.lz.de/lippe/horn_bad_meinberg/24099830_Bad-Meinberger-Badehaus-Interimsbetrieb-soll-angepeilt-werden.html" target="_blank" rel="noopener" title="">CDU ausgerechnet kritisiert, dass die Verwaltung sich in der Frage des Badehauses nicht klarer positioniert.</a> Es fragt sich, wo war die CDU-Fraktion im Rat in den letzten Jahren? Das die Stadt das Badehaus nicht betreiben könne, hat die CDU stets mitgetragen. Die Verwaltung hat immer wieder durchblicken lassen, dass die Kosten eines Badehausbetriebs im aktuellen Haushalt der Stadt kaum darstellbar ist. Eine Einschätzung, die von der CDU in den letzten Jahren nie ernsthaft in Frage gestellt wurde. Im Wahljahr ist davon nichts mehr zu hören.</p>



<p>Am Ende ist es eine politische Entscheidung, ob das Badehaus in Bad Meinberg von der Stadt saniert und von einem Investor oder einer Genossenschaft betrieben werden soll. Es ist eine politische Entscheidung, woher das Geld für Sanierung und Betrieb kommen soll. Entgegen der Äußerung des CDU Fraktionsvorsitzenden Dr. Martin ist der finanzielle Spielraum der Stadt sehr klar. Auf ihrer Grundlage hat die CDU zusammen mit den anderen Ratsfraktionen einen eigenen Betrieb immer ausgeschlossen. Heute ist die CDU für eine schnellstmögliche Öffnung des Badehauses und einen Betrieb durch die IG Badehaus. Auf welcher finanziellen Grundlage das geschehen soll, bleibt derzeit ihr Geheimnis.</p>



<p>Auch war eben gerade nicht wie von der CDU behauptet schon immer klar gewesen, dass der Standort Zukunft haben müsse. Es wurde der Versuch unternommen privates Kapital zu gewinnen. Das scheint derzeit in weite Ferne gerückt zu sein. Das sich daraus automatisch eine andere aus Steuergeldern finanzierte Zukunft ergibt, halte ich zumindest für fragwürdig. Wenn die Stadt das Geld nicht hat einen privaten Investor zu subventionieren, woher soll das Geld für die Subvention einer Genossenschaft kommen?</p>



<p>Es war jedenfalls relativ früh klar, dass die Stadt finanziell nicht in der Lage ist dieses Badehaus dauerhaft zu betreiben. Das wurde in zwei Ratsbeschlüssen auch mit den Stimmen der CDU deutlich gemacht. Sollte dies nun anders gesehen werden, dann ist es an der CDU-Fraktion hier deutlich zu machen, wie Sanierung und Betrieb bezahlt werden sollen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wohl überlegte oder schnelle Entscheidung?</h4>



<p>Was wir jetzt brauchen ist nicht die von zum Beispiel Cordula Gröne, Redakteurin bei der LZ, befürwortete schnelle Entscheidung und <a href="https://www.lz.de/lippe/horn_bad_meinberg/24100194_Meinung-Beim-Badehaus-ist-eine-Entscheidung-ueberfaellig.html" target="_blank" rel="noopener" title="">weiteres Geld für Gutachten</a>. Was wir jetzt brauchen ist ein retardierender Moment. In den Theaterwissenschaften wird damit eine Szene bezeichnet, die den dramatischen Schluss hinauszögert. Alle Beteiligten sollten in einem solchen Moment innehalten, einen auch verbalen Schritt zurück machen, zusammenkommen und sich in die Augen schauend ehrlich machen. </p>



<p>Was wollen wir, warum wollen wir das und wozu sind wir tatsächlich in der Lage? In welche Richtung soll das Ganze gehen? Es braucht ernsthafte Gespräche, in die alle mit der Haltung gehen, dass alle Beteiligten gute Absichten haben. Gegenseitige Vorwürfe und Wahlkampfgetöse in dieser Frage ist kontraproduktiv. Bereits im letzten Jahr habe ich darauf hingewiesen, dass nur <a href="https://christianlanz.de/was-wird-aus-dem-bad-meinberger-badehaus/" target="_blank" rel="noopener" title="Was wird aus dem Bad Meinberger Badehaus?">gemeinsam eine Lösung für das Badehaus-Areal</a> gefunden werden kann.</p>



<p>Den von dem Fraktionsvorsitzenden und Bürgermeisterkandidaten der SPD Celil Celik nun geforderten gemeinsamen Tisch, an dem Verwaltung, Politik, Interessengemeinschaft und Experten zusammen kommen, um zu klären, was wir brauchen, wollen und können, macht zu diesem Zeitpunkt sehr wohl Sinn. Es braucht keine neuen Gutachten, um abzuschätzen, was nötig wäre, um das Badehaus zu betreiben. Dazu liegen wenn auch nicht ganz aktuell Zahlen vor, die wenn überhaupt aufgrund der Inflation der letzten Jahre nach oben korrigiert werden können. </p>



<p>Es braucht jetzt, wo Interspa als Investor durch die Stadt nicht finanzierbar ist, eine Verständigung darüber, wohin sich die Stadt im Bereich der Schwimmanlagen, des Schulschwimmens und des Rehasports entwickeln sollte. Dabei sollten alle Schwimmflächen im Stadtgebiet in einer Gesamtbetrachtung berücksichtigt werden. Eine gemeinsame Lösung im Interesse des Schwimmstandorts Horn-Bad Meinberg ist in jedem Fall zu bevorzugen. Machen, was geht. Das kann in diesem Fall &#8211; das sollten wir mitdenken &#8211; bedeuten es sein zu lassen.</p><p>The post <a href="https://christianlanz.de/badehaus-bad-meinberg-geht-es-weiter-ohne-interspa/">Badehaus Bad Meinberg – Geht es weiter ohne Interspa?</a> first appeared on <a href="https://christianlanz.de">Christian Lanz</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Was wird aus dem Badehaus Bad Meinberg?</title>
		<link>https://christianlanz.de/was-wird-aus-dem-bad-meinberger-badehaus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Lanz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Sep 2024 09:22:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Meinberg]]></category>
		<category><![CDATA[Badehaus]]></category>
		<category><![CDATA[IG Badehaus]]></category>
		<category><![CDATA[Investor]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit dem Konkurs des privaten Betreibers erhitzt diese Immobilie die Gemüter in der gesamten Stadtgemeinschaft.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bad Meinberg und sein Badehaus. Seit dem Konkurs des privaten Betreibers in 2022 und dem <a href="https://www.lz.de/lippe/horn_bad_meinberg/23442162_Stadt-sichert-sich-Flaechen-des-Bad-Meinberger-Badehauses.html" target="_blank" rel="noopener" title="">Kauf der Liegenschaften samt Badehaus</a> zum 01.01.2023 durch die Stadt, erhitzt diese Immobilie die Gemüter in der gesamten Stadtgemeinschaft. Auch wenn sich alle in dem Ziel einig scheinen, der Weg dorthin könnte unterschiedlicher nicht sein.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Gegeneinander anstatt miteinander?</h5>



<p>Auf der einen Seite bürgerliches Engagement in einer Interessengemeinschaft vereint und mit dem Anspruch das Badehaus für die gesamte Stadt zu retten. Auf der anderen Seite die gewählten Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, die nahezu einstimmig zunächst einen <a href="https://www.westfalen-blatt.de/owl/kreis-lippe/horn-bad-meinberg/investor-badehaus-hotel-sanierung-3100529?&amp;npg" target="_blank" rel="noopener" title="">privaten Investor bevorzugen</a>, der das Badehaus als Asset für seinen auf der Liegenschaft vorgesehenen Hotelbetrieb sieht. Das Konzept der IG Badehaus sieht der politische Raum schon früh als möglichen <a href="https://www.lz.de/lippe/horn_bad_meinberg/23786090_Stadt-plant-zweigleisig-beim-Badehaus.html" target="_blank" rel="noopener" title="">Plan B</a>. Zwei Seiten, die sich dennoch konfliktreich gegenüber stehen.</p>



<p>Deutlich wurde dies nicht zuletzt auf der von der IG Badehaus und dem Stadtsportverband einberufenen Bürgerversammlung am 09.09.2024. Dass die Stadtverordneten im <a href="https://www.horn-badmeinberg.de/Aktuelles/Nachrichten/Haupt-und-Finanzausschuss-beschließt-weiter-Investorenlösung-für-Bad-Meinberger-Badehaus-zu-verfolgen.php?object=tx,3165.5.1&amp;ModID=7&amp;FID=449.3096.1&amp;NavID=3165.47&amp;La=1&amp;text=badehaus&amp;kat=8.51%2C390.4&amp;jahr=2024" target="_blank" rel="noopener" title="">Haupt- und Finanzausschuss für eine Fortsetzung der Verhandlungen mit dem Investor gestimmt</a> haben, wurde überwiegend harsch und teilweise mit unlauteren Unterstellungen quittiert. Das die Anwesenden Ratsmitglieder den Willen einer weiteren Zusammenarbeit mit der IG Badehaus an diesem Abend noch einmal einhellig bestätigten, änderte wenig an der in Teilen aggressiv-feindlichen Tonlage von einzelnen Teilnehmern.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="266" src="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2024/09/Bild.jpg" alt="" class="wp-image-298" srcset="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2024/09/Bild.jpg 400w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2024/09/Bild-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption class="wp-element-caption">Badehaus in Bad Meinberg</figcaption></figure>



<p>Der Erhalt des Badehaues für die Stadtgesellschaft ist das erklärte Ziel sowohl der gewählten Vertreterinnen und Vertreter, als auch der IG Badehaus ist. Das wird in der öffentlichen Debatte um das Badehaus schon sehr lange verdeckt. So auch auf der Bürgerversammlung.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Ein Konzept mit offenen Fragen</h5>



<p>Neben der verbalen Schelte und dem Misstrauen gegenüber einem Investor, der nach Aussagen der stellvertretenden Bürgermeisterin großes mit der Stadt vorhabe, stellte die IG Badehaus ihr Konzept zum Betrieb des Badehauses vor. Zentrale Punkte des Konzeptes sind schnell dargestellt: Die Liegenschaften samt Badehaus bleiben im Besitz der Stadt. Bürgerinnen und Bürger gründen eine Genossenschaft, welche den Betrieb des Badehauses übernimmt.</p>



<p>Herr Haack, Sprecher der IG Badehaus referierte das Zahlenwerk, welches dem Konzept zu Grunde liegt. Damit das Badehaus zügig wieder aufmachen könne, bedürfe es zunächst einer Dichtigkeitsprüfung für rd. 16.000 Euro. Die Dichtigkeit des Beckens sei neben der Gründung einer Genossenschaft Grundvoraussetzung für das gesamte Konzept.</p>



<details class="wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow"><summary>Ein Becken ohne Wasser verändert die Statik</summary>
<p>Sollte sich herausstellen, dass das Becken durch das vom damaligen Insolvenzverwalter veranlasste Ablassen des Wassers und der damit verbundenen veränderten Statik beschädigt wurde, entstehen bei einer Sanierung immense Kosten. In diesem Fall würde eine Wiederinbetriebnahme in weite Ferne rücken.</p>
</details>



<p>Weiterhin sieht das Konzept kurzfristige Investitionen von rd. 360.000 Euro vor (470.000 Euro inklusive Sicherheitsaufschlag), die für eine Öffnung des Badehaus notwenig seien. Bereits in der Lippischen Landezeitung und dem Stadtanzeiger wurde die IG Badehaus mit der Behauptung zitiert &#8222;500.000 Euro und das Badehaus ist wieder tipptop&#8220;. Diese Aussage wird auch auf der Bürgerversammlung wiederholt, der Betrag hier noch einmal reduziert. Das Geld solle die Stadt bereitstellen, die Genossenschaft solle die Aufträge an die Firmen erteilen, um langwierige Ausschreibungen zu vermeiden. Damit seien für die nächsten vier Jahre keine weiteren Investitionen notwendig. An dieser Stelle bleiben die Darstellungen jedoch wage. Weiterer Investitionsbedarf wird mit Bezug auf die Aussage von Fachfirmen nicht benannt.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Optimismus als Geschäftsmodell?</h5>



<p>Der Geschäftsplan rechnet mit jährlichen Einnahmen von rd. 890.000 Euro und Betriebskosten in Höhe von 854.000 Euro bei ganzjährigem Betrieb. Neben den Personalkosten und Kosten für die Betriebsmittel, die sich nach eigener Aussage an Berechnungen der Stadt anlehnen, werden von der IG Badehaus 12.000 Euro für &#8222;kleinere Reparaturen&#8220; angesetzt. Ein Betrag der Fragen aufwirft und angesichts eines in die Jahre gekommenen Badehauses wenig realistisch erscheint.</p>



<p>Auf der Einnahmeseite findet sich neben Schulschwimmen, therapeutischen Angeboten, auch Schwimmkurse für Kinder. Alleine hier rechnet die IG Badehaus mit rd. 300.000 Euro Einnahmen im Jahr allein durch diese Kurse. Zugleich macht Herr Haack auf der Bürgerversammlung aber auch deutlich, das mit Kursen alleine das Badehaus nicht betrieben werden könne. Notwendig sei vielmehr die Akzeptanz des Badehauses in Horn-Bad Meinberg und darüber hinaus als Schwimmort, der regelmäßig aufgesucht werde. Dies möchte man durch niedrige Eintrittspreise erreichen. Inwiefern die angenommenen Besucherzahlen realisiert werden können bleibt an dieser Stelle offen. Am Ende bleibt der Appell an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt das Badehaus häufig zu nutzen.</p>



<h5 class="wp-block-heading">mehr redlichkeit und verbale abrüstung</h5>



<p>Klar wird anhand des Zahlenwerks, dass in dem Konzept für möglicherweise notwendige Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen die Stadt als Besitzerin der Liegenschaften zuständig zu sein scheint. Bildung von Rücklagen für größere Investitionen sind zumindest lauf Auflistung der IG Badehaus nicht vorgesehen. Es ist jedoch auch für Laien ersichtlich, dass ein solches Badehaus fortlaufend Investitionen benötigt, wenn man einen nachhaltigen Betrieb sicherstellen will. Beispiele hierfür haben wir mit der Kleinschwimmhalle am Püngelsberg, aber auch mit dem Eggebad in Horn zu genüge.</p>



<p>Es bleibt am Ende der Eindruck, dass die Genossenschaft das Badehaus lediglich betreiben möchte, die Stadt es mit öffentlichen Mitteln in nicht genannter Größe betriebsbereit halten soll. Das sollte klar kommuniziert werden. Die Stadt taucht in dem Konzept jedoch nicht auf. Lediglich für die Anfangsinvestition solle die Stadt herangezogen werden, sprich alle Bürgerinnen und Bürger Horn-Bad Meinberg und nicht die zu gründende Genossenschaft. Lediglich kleinlaut wird die Stadt als Geldgeber genannt.</p>



<p>Natürlich ist eine solche Konstruktion möglich. Sie wird durchaus auch in Kommunen praktiziert. Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass diese Kommunen immer wieder enorme Summen aufbringen müssen, um die Bäder in ihrem Besitz zu erhalten und zu modernisieren.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Ein Badehaus zum Nulltarif wird es nicht geben</h5>



<p>Die Stadt Uslar, welche auf der Bürgerversammlung als positives Beispiel für ein &#8222;Bürgerbad&#8220; angeführt wurde, investierte <a href="https://www.hna.de/lokales/uslar-solling/kernsanierung-im-badeland-92986993.html" target="_blank" rel="noopener" title="">trotz Förderung 1,5 Millionen Euro zur Modernisierung des Uslarer Badelandes</a>. </p>



<p>An dieser Stelle seien die enormen Aufwendungen für bestehende Schwimmstätten im Besitz der Stadt beispielhaft benannt. Hier gilt es für die IG Badehaus sich ehrlich zu machen. Ein Badehaus zum Nulltarif wird es nicht geben. Derzeit erweckt sie jedoch den Eindruck, dass eine Wiedereröffnung für eine relativ kleine Summe zu haben sei und der Betrieb durch die Genossenschaft jedes Jahr Gewinne abwerfen werde.</p>



<p>Neben mehr Ehrlichkeit in der Debatte wäre es gut für das gemeinsame Ziel, wenn die IG Badehaus, aber auch lautstarke Unterstützer verbal abrüsten. Am Ende sollte nicht aus den Augen verloren werden, worum es allen Beteiligten geht. Das Badehaus als für die Öffentlichkeit nutzbare Schwimmstätte zu erhalten möchte nicht alleine die IG Badehaus. Persönliche Angriffe und die Diffamierung der politisch Verantwortlichen führen am Ende niemanden zum Ziel.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2024/09/Bild-1-1024x576.jpg" alt="Bauzaun vor dem Badehaus Bad Meinberg" class="wp-image-299" style="width:441px;height:auto" srcset="https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2024/09/Bild-1-1024x576.jpg 1024w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2024/09/Bild-1-300x169.jpg 300w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2024/09/Bild-1-768x432.jpg 768w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2024/09/Bild-1-1536x864.jpg 1536w, https://christianlanz.de/wp-content/uploads/2024/09/Bild-1.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Badehaus Bad Meinberg</figcaption></figure>



<h5 class="wp-block-heading">Vertrauen wiederherstellen</h5>



<p>Am Ende scheint, dass es Teilen der aktiv Beteiligten weniger um die konkreten Anliegen der Bürgerinnen und Bürger wie zum Beispiel die Sicherstellung von Schwimmangeboten in der Halle für Jung und Alt oder eine Perspektive für den Bad Meinberger Tennisclub zu gehen. Diese konkreten Anliegen können mit einem &#8222;Bürgerbad&#8220; ebenso berücksichtigt werden wie mit einem privat betriebenen Badehaus, welches durch einen Investor betrieben und weiterentwickelt wird.</p>



<p>Die IG Badehaus und ihre Unterstützer scheinen vielmehr kein Vertrauen mehr in die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker zu haben, dass diese zum Wohle der gesamten Stadt handeln. Kein Vertrauen, dass Verwaltung und Politik in der Lage sind die privatwirtschaftlichen Interessen eines Investors mit den berechtigten und nachvollziehbaren Interessen der Befürworter einer genossenschaftlichen Lösung und den Interessen aller übrigen Bürgerinnen und Bürger in Einklang zu bringen. Genau das ist jedoch angezeigt, wenn das Badehaus nicht einen Keil zwischen die Stadtgesellschaft treiben soll.</p>



<p>Als eine Mehrheit im Rat, angeregt durch die Verwaltung und den Bürgermeister, für den Erwerb des Badehauses und der umliegenden Liegenschaften stimmten, war das <a href="https://www.horn-badmeinberg.de/Aktuelles/Nachrichten/Stadt-sucht-Investoren-für-Bad-Meinberger-Badehaus.php?object=tx,3165.5.1&amp;ModID=7&amp;FID=449.2829.1&amp;NavID=3165.47&amp;La=1&amp;kat=8.51%2C390.4" target="_blank" rel="noopener" title="">Hauptmotiv die Entwicklung dieses Areals beeinflussen und mitbestimmen zu können</a>. Schon damals war ein Weiterbetrieb des Badehauses durch die Stadt ein Szenario, welches angesichts der damit verbundenen Kosten alle zurückschrecken ließ. Die Investorenlösung bietet der Stadt die Möglichkeit die Kosten berechenbar zu machen, und trotzdem Einfluss auf die Entwicklung der Liegenschaften zu nehmen. Zugleich ist die Zielvorstellung eines Hotels mit angeschlossenem Badehaus ein entscheidender Mehrwert, da hierdurch eine Steigerung der Attraktivität des Tourismusstandorts Horn-Bad Meinberg zu erwarten ist.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Alle Interessen müssen angemessen berücksichtigt werden</h5>



<p>Zentral bleibt am Ende jedoch, die berechtigten Interessen der Bürgerinnen und Bürger in den Verhandlungen mit einem Investor offensiv zu vertreten. Nur wenn am Ende das Badehaus umfänglich und preisgünstig von allen genutzt werden kann, ist es möglich fehlendes Vertrauen in das Handeln der politisch Verantwortlichen wieder herzustellen. Daraus folgt aber auch, dass die trotz aller Bedenken zu bevorzugende Investorenlösung nur realisiert werden sollte, wenn die Interessen der Bürgerinnen und Bürger weitestgehend berücksichtigt werden. </p>



<p>Ein Plan B läge zumindest in Ansätzen vor. Diesen Plan gilt es parallel in Zusammenarbeit mit der IG Badehaus auszuschärfen und bei aller Hochachtung für die erbrachte Arbeit realistischer zu machen. Das macht jedoch nur dann Sinn, wenn die Interessengemeinschaft Badehaus bereit ist ihren Status als Reserveplan zu akzeptieren, und Politik und Verwaltung gewillt ist diesen Plan ernsthaft mitzuentwickeln und in die Tat umzusetzen, falls dies der weitere Fortgang der Verhandlungen mit dem Investor notwendig machen sollte.</p>



<p>Abschließend bleibt anzumerken, dass angesichts der enormen Investitionen, welche die Stadt im Bereich der Pflichtaufgaben wie z.B. Schulgebäude zu stemmen hat, keine finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, ein Badehaus nachhaltig betriebsbereit zu halten ohne die Einnahmen deutlich zu steigern. Eine Erhöhung von Steuern oder Abgaben ist wenig wünschenswert, schwer zu vermitteln und davon ist auszugehen nicht im Interesse von Bürgerinnen und Bürgern und den in Horn-Bad Meinberg ansässigen Unternehmen. Auch deren Interessen gilt es in dieser Sache zu berücksichtigen, und wenn man das machen möchte, dann wird es ohne ausreichende Fördermittel kein Badehaus geben.</p><p>The post <a href="https://christianlanz.de/was-wird-aus-dem-bad-meinberger-badehaus/">Was wird aus dem Badehaus Bad Meinberg?</a> first appeared on <a href="https://christianlanz.de">Christian Lanz</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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